Berufe praktisch erleben „Talent trifft Ausbildung“ in GMHütter Sophie-Scholl-Schule


Georgsmarienhütte. Zum fünften Mal bereits haben rund 700 Jugendliche aller Schulformen aus Georgsmarienhütte, Hagen und Hasbergen auf der Berufsorientierungsmesse „Talent trifft Ausbildung“ Berufsbilder aus erster Hand kennengelernt und in Arbeitsproben ihre Neigung und Fähigkeiten ausgetestet.

40 Ausbildungsbetriebe aus dem Baugewerbe und Handwerk, Metall- und Maschinenbau, Gartenbau Elektrotechnik, Klimatechnik, Informationstechnologie, Gesundheitswesen, aus den Bereichen Medizin/Pflege/Soziales, Logistik, Polizei, Hotelfach und Hauswirtschaft sowie aus dem kaufmännischen Bereich stellten die von ihnen angebotenen Ausbildungsgänge in anschaulicher Form vor. Mittels eines „Laufbuchs“ waren die Schüler bereits im Vorfeld gut über das Angebot informiert. Jeder hatte sich gezielt sechs Ausbildungsberufe herausgesucht und sich über Inhalte und Voraussetzungen informiert, um dann vor Ort Arbeitsproben zu erstellen und bei Interesse Kontakt mit dem Betrieb zu machen.

Einfach ausprobieren

Lisa, Julia und Maja aus dem 8. Jahrgang der Realschule waren von der Talentmesse begeistert: „Ich hätte gar nicht gedacht, dass Gärtnern oder Rohrleitungsbau mir soviel Spaß machen würden“, erzählte Maja, während Julia technisches Produktdesign favorisierte. Die drei zeigten sich überzeugt, dass die Messe „etwas für ihre Berufsorientierung bringt: Man merkt, ob einen der Beruf interessiert und ob man die erforderlichen Fähigkeiten hat.“

Auch Anastasia und Evelina fanden die Talentmesse gut, weil sie so aufgefordert wurden, sich mit ihrer Berufswahl auseinanderzusetzen. „Bislang haben wir uns eher nicht damit beschäftigt“, sagten die Achtklässlerinnen. René Faber aus der Oberschule Hasbergen, der soeben an der Magnetbohrmaschinen aus einem Aluminiumblock einem Spielwürfel gefertigt hat, lobte, „dass man hier so viel ausprobieren kann“.

Informationen sammeln

Niklas Borrink, Neuntklässler der Comeniusschule, hat bereits einen Ausbildungsplatz und nutzte die Chance, sich noch intensiver über seinen künftigen Beruf zu informieren. Die Gymnasiastinnen Laura und Maybrit aus dem Jahrgang 10 wissen hingegen noch nicht, wohin die berufliche Reise gehen wird: „Wir machen unser berufliches Praktikum erst in der 11.“ Insofern stehen die beiden noch am Anfang ihrer Recherche und nahmen die gebotenen Informationen mit großem Interesse auf.

Gemeinsamer Rundgang 

Zu einem gemeinsamen Rundgang über die Messe, die sich, so Mark Reinhard, Schulleiter der gastgebenden Sophie-Scholl-Schule, inzwischen als „kleine Institution“ für das gegenseitige Kennenlernen von Unternehmen und Nachwuchskräften“ entwickelt hat, trafen sich am Dienstagmorgen neben den Schulleitern auch Siegfried Averhage, Vorstand der kommunalen Arbeitsvermittlung Maßarbeit, sowie Kommunalpolitiker aus den drei Gemeinden.

Appell 

An letztere richtete Reinhard den Appell, die Bedeutung von betrieblichen Ausbildungen und hinführenden Bildungsgängen an den Schulen stärker zu würdigen. „Nicht jedes Kind muss Abitur machen.“ Ähnlich äußerte sich Averhage, der zudem die Rolle der Eltern bei der Berufsfindung als „wichtigste Ratgeber ihrer Kinder“ würdigte. Koordinatorin Magdalene Brosda wies darauf hin, dass am frühen Abend die Eltern zu Gesprächen mit den Unternehmen eingeladen waren und dass für den Nachmittag 110 „Speed-Datings“ geplant seien, kurze Bewerbungsgespräche auf konkrete Ausbildungsplätze.


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