Neuer Verein "Verkehr für Menschen" Bestandsaufnahme zu GMHütter Verkehrsproblemen in Arbeit

Ein Dauerproblem aus Sicht von "Verkehr für Menschen": Die Anzeigetafel an der zentralen Bushaltestelle Gildehaus in Oesede ist seit Längerem "wegen technischen Defekts" außer Betrieb.  Foto: Jörn MartensEin Dauerproblem aus Sicht von "Verkehr für Menschen": Die Anzeigetafel an der zentralen Bushaltestelle Gildehaus in Oesede ist seit Längerem "wegen technischen Defekts" außer Betrieb. Foto: Jörn Martens

Georgsmarienhütte. Vor knapp einem Monat hat die Gründungsversammlung des neuen GMHütter Vereins "Verkehr für Menschen" stattgefunden, und es gibt auch schon konkrete Planungen für erste Aktionen. Nach einer Stellungnahme, die der Vorsitzende Rainer Korte zum Entwurf des vierten Nahverkehrsplans für die Region abgegeben hat, ist jetzt eine lokale Bestandsaufnahme der Situation des Bus- und Bahnangebots sowie der Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern in Arbeit.

Rund 20 Mitglieder zählt aktuell der neue Verein, der sich "VfM" abkürzt. Gleich beim ersten Treffen hat sich gezeigt, dass es viele Ideen gibt, um etwas im Hinblick auf die Verbesserung der Verkehrssicherheit der nicht motorisierten Verkehrsteilnehmer sowie der Attraktivität des öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) in der Hüttenstadt zu tun.

"Zehn-Punkte-Sofortprogramm" geplant

Bei der angekündigten Bestandsaufnahme geht es "Verkehr für Menschen", dessen Vorstand neben Rainer Korte noch Tobias Demircioglu und Christoph Höwekamp komplettieren, zum Beispiel um Punkte wie die Funktionsfähigkeit  gesperrter Bürgersteige und Fußwege, die Sauberkeit von Bushaltestellen oder die Überwachung des ruhenden Verkehrs in Wohngebieten, damit nicht mehr zugeparkte Bürgersteige und Radwege das Bild prägen. Vorsitzender Rainer Korte: "Angedacht ist unter anderem, dass wir regelmäßig ein typisches Verkehrsproblem, das in GMHütte besteht, konkret aufzeigen." 

Bei der Gründungsversammlung in der Gaststätte Gildehaus ist hier als ein Beispiel die nach wie vor defekte Anzeigetafel der Abfahrtszeiten an der zentralen Bushaltestelle im GMHütter Zentrum angeführt worden. Denkbare Punkte für ein "Zehn-Punkte-Sofortprogramm" sind Zebrastreifen an allen Fußgänger-Übergängen in der Stadt, das Thema Parkgebühren für Dauerparker oder Tempo 50 auf den Verbindungsstraßen zwischen den Stadtteilen sowie Tempo 70 von Nahne bis Oesede auf der Bundesstraße 51. 

Zum Nahverkehrsplan-Entwurf hat "Verkehr für Menschen" Anregungen zu den Punkten Bushaltestellen, die ausnahmslos barrierefrei sein sollten, der Einrichtung einer Busspur auf der B51 östlich zwischen Wiemann und Karolinenhöhe einschließlich Ampelvorrangschaltung, der Einführung eines zonenbezogenen einheitlichen Tarifs für Bus und Bahn sowie eines 30-Minuten-Takts auf dem Haller Willem oder der Ausdehnung des Busangebots bis 23.30 Uhr eingebracht. 

Unterstützt wird vom Verein "Verkehr für Menschen" auch Forderung der Osnabrücker Grünen zur Einführung eines Ein-Euro-Tickets. "Neben der bereits kürzlich beschlossenen Ausweitung des Niedersachsentickets wäre dies ein weiterer notwendiger Schritt in die richtige Richtung. Damit die Region beim ÖPNV nicht weiter abgehängt wird, sollte das Ticket im gesamten Landkreis eingeführt werden und für Bus und Bahn gelten", heißt es dazu in einer Pressemitteilung. Ziel müsse es angesichts der sich weiter zuspitzenden Verkehrssituation sein, Osnabrück und das Osnabrücker Land zu einer Vorzeigeregion in Sachen ÖPNV auszubauen. 


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