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Von Barfußpark bis Straßenfest Georgsmarienhütte: soziale Projekte in 72 Stunden


Georgsmarienhütte. Zwei Barfußparks, Verschönerung des Paulusgartens, ein Beachvolleyballfeld, eine Grillhütte, ein Sinnespark, ein Straßenfest und eine Begegnungsstätte – das haben die GMHütter Teilnehmer der Aktion „72 Stunden – Uns schickt der Himmel“ in den Stadtteilen Alt-GMHütte, Oesede, Kloster Oesede und Harderberg errichtet. Von vielen Aktionen wird langfristig etwas zu sehen und erleben sein.

Alt-GMHütte: Einen Barfußpark auf dem Pausenhof der Regenbogen-/St.-Marien-Schule sollten die etwa 30 Aktivisten der katholischen Jugend Herz Jesu errichten. „Aber wir haben uns gedacht, wir machen einen Sinnespark daraus“, sagte Sebastian Riemann am späten Samstagnachmittag vor Ort. Da war der Weg schon angelegt, die Fächer zum Tasten und Fühlen sowie das Gestell für das Windspiel aufgestellt. Auch ein Gutteil des Wegs, etwa mit eingelassenen Autoreifen versehen, war schon vollendet.

Nach der Planung am Donnerstag und dem Sammeln und Organisieren des Materials hatten die Teilnehmer am Freitag bis spät in die Nacht gearbeitet. Und nach der Früh- und Tagschicht am Samstag waren sich alle sicher: Wir werden bis zum Ablauf der „72 Stunden“ fertig sein.

Harderberg: Gleich drei Aufgaben hatte die Katholische Jugend St. Maria Frieden Harderberg gestellt bekommen. So sollten sie zum einen eine Begegnungsstelle am Löschwasserteich der Neubausiedlung „Östlicher Buchgarten“ anlegen, dort für Samstagabend ein Straßenfest organisieren und zum Dritten die Sonntagsmesse der Gemeinde mitgestalten.

Am Samstagabend, als das Straßenfest noch gar nicht recht begonnen hatte, sah die Sitzgruppe am Teich schon sehr ordentlich aus, eine Zuwegung war mit Rindenmulch versehen und die meisten Schutzzäune schon wieder aufgebaut. „Nur noch kleinere Arbeiten“, betonte Laura Rolf. Auch das Straßenfest war zu diesem Zeitpunkt schon ordentlich organisiert: Mit Menschenkicker, Kinderschminken und Stockbrotbacken waren auch die kleinen Nachbarn versorgt, für die Älteren gab es Bratwurst, Crêpes und Getränke. Die Musikanlage stand ebenso wie ein Zelt, und zwei Musikgruppen hatten ihr Kommen zugesagt. „Große Unterstützung“, so Jugendleiterin Rolf, „haben wir im gesamten Stadtteil bei den Vorbereitungen erfahren.“

Kloster Oesede: Auch in Kloster Oesede hatten die etwa 50 Jugendlichen von Messdienern, Kolpingjugend und Katholischer Junger Gemeinde (KJG) zwei Aufgaben bekommen: Im Bereich Steinbreede sollten sie ein Beachvolleyball- und ein Boccia-Feld anlegen, in Pastors Garten nahe dem Edith-Stein-Haus eine Grillhütte aufbauen. Während die Arbeiten im Bereich der Steinbreede am Samstagmorgen weit gediehen zu sein schienen, herrschte in Pastors Garten noch ein bisschen Unsicherheit, ob man denn rechtzeitig fertig würde.

Gruben ausgehoben, Material vor Ort, Untergrund befestigt – an der Steinbreede, wo extra alle Anwohner gefragt worden waren, ob sie mit der Fremdnutzung eines als Spielplatz ausgewiesenen Bereichs einverstanden sind, herrschte bei den Teilnehmern eitel Sonnenschein: „Wir werden fertig“, erklärten sie, „und die Unterstützung der Nachbarn ist toll.“ Ständig komme jemand mit belegten Broten oder Getränken vorbei oder informiere sich über den Fortgang der Arbeiten.

Skepsis dagegen in Pastors Garten: „Wir hoffen, dass wir fertig werden“, betonte etwa Alexander Höhn. Dort hatten die Bauarbeiter schon eine alte Hütte abgerissen, ein Fundament gelegt und zahlreiche Bohlen für die neue Hütte zugeschnitten. Bereits am Donnerstag und am Freitag hatten sie bis in die frühen Morgenstunden gearbeitet.

Oesede: Den Paulusgarten hatte die Katholische Jugend St. Peter und Paul Oesede für ihre 72 Stunden zugeteilt bekommen. Auch hier sollte ein Barfußpark errichtet werden. Zusätzlich stand die Rhododendronpflege auf der Arbeitsliste.

Diese war am Samstagmorgen schon weit fortgeschritten. „Außerdem haben wir ein altes überwuchertes Kreuz wieder aufgestellt, werden die Wege begehbarer gestalten und Beete sowie Gabionen anlegen“, sagte Claudia Gartmann. Durch die Beteiligung eines Lehrlings zum Garten- und Landschaftsbauer, den man in den eigenen Reihen habe, seien viele Arbeiten deutlich leichter zu bewerkstelligen.

Claudia Gartmann berichtete außerdem, dass die Hilfsbereitschaft durch lokale Unternehmen seit Beginn der Aktion noch größer geworden sei. „Während die Anfragen im Vorfeld doch gelegentlich mühsam waren, haben wir seit Freitag doch viel Unterstützung erfahren“, sagte sie. So seien etwa die teuren Sets für die Gabionen gespendet worden. Auch in Oesede herrschte Zuversicht, dass sich der Paulusgarten bis zum Ende der Aktion für die Öffentlichkeit noch einladender präsentiert.


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