Mit unendlichem Atem Kirchenchor Kloster Oesede probt für Erntedankkonzert

Freuen sich auf Erntedank: Chorleiter Wladimir König, sein Vorgänger am Dirigentenpult, Eckhard Broxtermann, und der Vorsitzende des Kirchenchores, Heiner Hagemeyer (von links). Foto: Petra RopersFreuen sich auf Erntedank: Chorleiter Wladimir König, sein Vorgänger am Dirigentenpult, Eckhard Broxtermann, und der Vorsitzende des Kirchenchores, Heiner Hagemeyer (von links). Foto: Petra Ropers

Georgsmarienhütte. Musik zu Erntedank präsentiert der Kirchenchor Cäcilia Kloster Oesede gemeinsam mit weiteren Mitwirkenden am Sonntag, 6. Oktober. Mit dem Konzert in der Klosterkirche St. Johann danken die Sänger zugleich ihrem Dirigenten: Seit 25 Jahren hat Wladimir König die musikalische Leitung des Chores inne. Die Chemie stimmt.

Um 17 Uhr beginnt das Erntedank-Konzert, zu dem der Kirchenchor einen ganz besonderen Gast eingeladen hat: Mit Orgelwerken bereichert Eckhard Broxtermann den klangvollen Nachmittag. Fünf Jahre lang war er Organist und Chorleiter in Kloster Oesede. Heute sitzt er in der Kirche von Laboe an der Orgel. Doch die Verbindung zu seiner alten Wirkungsstätte riss nie ganz ab. Als der gesamte Chor ihn im vergangenen Jahr an der Ostsee besuchte, war deshalb schnell die Idee geboren, zum Erntedankkonzert noch einmal die Register der Orgel von St. Johann zu ziehen.

"Plötzlich klopfte es an meiner Tür"

Bereits im Vorfeld kam er zu einer Probe des Kirchenchores nach Kloster Oesede. „Es ist schön zu sehen, dass gut weiterläuft, was man aus der Hand gegeben hat“, stellte er dabei zufrieden fest. Dafür, dass es „gut weiterläuft“, sorgt seit 25 Jahren Wladimir König. „Plötzlich klopfte es an meiner Tür“, erinnert er sich: Der Kirchenchor Kloster Oesede war auf der Suche nach einem neuen Dirigenten. Die Chemie stimmte. Und so übernahm im Februar 1994 König den Platz am Dirigentenpult.

Seither profitiert der Kirchenchor Cäcilia nicht nur von großer Fachkompetenz. Schließlich war Diplom-Chordirigent Wladimir König vor seiner Übersiedlung nach Osnabrück in Kasachstan in höchsten musikalischen Leitungsfunktionen – zuletzt als Intendant der Musikalischen Operette Kiews - tätig. Er verstehe es auch immer wieder, die Sänger zu motivieren und die Musik zum Leben zu erwecken, betont der Vorsitzende Heiner Hagemeyer.

Die Seele der Musik hörbar zu machen

Um die Seele der Musik hörbar zu machen, verlangt König seinen Sängern einiges ab. „Man muss das Gefühl haben, ihr habt unendlichen Atem“, wies er sie bei Georg Friedrich Händels „Spiritus Dei“ an, auch das letzte Quäntchen Luft noch aus der Lunge zu holen. Ein Durchlauf und noch einer – bis die eindringlichen Harmonien in sanft anschwellender Klanggewalt ohne hörbare Atempausen durch den Übungsraum im Klosteraner Schützenhaus flossen.

Das Selbstverständnis als Kirchenchor mit auch außerkirchlichen Auftritten prägt das Repertoire von Cäcilia Kloster Oesede. Und dieses Selbstverständnis spiegelt sich mit geistlichen und weltlichen Werken auch im Konzertprogramm wider. Als musikalische Gäste dabei sind der MGV Hilter und Dissen, ein Bläserensemble der Schützenkapelle Kloster Oesede sowie Gesangssolistin Karin Tröster mit Natalia Palamartschuk am Klavier. Der Eintritt zum Konzert ist frei.


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