Tennisclubs bekommen das meiste GMHütter Sportförder-Mittel schon zur Jahresmitte ausgeschöpft

Spiel, Satz und Sieg: Von den 180.000 Euro Sportfördermitteln bekommen die vier Tennisclubs zum Teil bis zu rund 20.000 Euro.  Foto: dpa/Yoan ValatSpiel, Satz und Sieg: Von den 180.000 Euro Sportfördermitteln bekommen die vier Tennisclubs zum Teil bis zu rund 20.000 Euro. Foto: dpa/Yoan Valat

Georgsmarienhütte. Am Ende hat es vom Fach-Ausschuss das Lob "Supervorlage" gegeben: Die Verwaltung hat erstmals genau aufgeschlüsselt, wie sich die 180.000 Euro, die GMHütte jedes Jahr für die Sportförderung im Haushalt, jeweils auf die Anträge der Vereine verteilen. Warum die vier Tennisclubs mit bis zu rund 20.000 Euro den größten Anteil bekommen.

Die wichtigste Nachricht hat es gleich zu Beginn der Diskussion um die Verwendung der Sportförderung-Mittel gegeben: Das Geld für 2019 ist bereits zur Jahresmitte weitgehend ausgeschöpft. Michael Dreier, Abteilungsleiter Bildung und Sport, der die Zahlen präsentierte: "Wir haben bis Ende Juni rund 177.000 Euro an Anträgen der Vereine bewilligt, und somit nur noch eine Summe von knapp 3000 Euro für die zweite Jahreshälfte zur Verfügung."

Aktuell keine Mittel mehr im Topf

Von Juli bis September ist die Zahl der Anträge allerdings jeweils deutlich geringer. Im Vorjahr sind in der zweiten Jahreshälfte insgesamt lediglich noch etwas mehr als 10.000 Euro beantragt worden.

Für das laufende Jahr ist die Gesamtsumme von 180.000 Euro inzwischen wohl ausgeschöpft, da Ende Juli der BSV Holzhausen einen Zuschuss zu einer Investition beanträgt hat. Nach Richtlinie sind hier 5147 Euro vorgesehen. 

Dreier: "Damit können wir also derzeit keine Anträge mehr bedienen." Der Ausschuss werde sich mit dem Thema noch einmal beschäftigen müssen, um zu entscheiden, ob der Betrag wie 2018 noch einmal etwas aufgestockt wird. 

Sonst würden zum Beispiel Vereine, bei denen jetzt noch zum Beispiel Veranstaltungen oder Meisterschaften anstehen, die nach der Sportförderrichtlinie eigentlich bezuschusst werden, leer ausgehen. Denn der zur Verfügung stehende Betrag ist gedeckelt.  Fachbereichsleiterin Cordula Happe: "Wir sammeln die noch eingehenden Anträge, damit diese Fälle dann in Kürze zusätzlich beraten werden."    

Grund für die frühzeitige Ausschöpfung der GMHütter Sportfördermittel: Die Anträge mit Priorität, wie zum Beispiel für die Unterhaltung vereinseigener Anlagen, die Bezuschussung hauptamtlicher Übungsleiter oder die Eintrittsgelder für die Schwimmvereine werden zu einem Stichtag im ersten Halbjahr gestellt und dann im April beziehungsweise Mai ausgezahlt.

Ein von der Verwaltung zusammengestelltes Diagramm weist aus, dass mehr als die Hälfte der Gelder auf vereinseigene Anlagen (95,646 Euro) entfallen, 27 Prozent auf städtische Sportanlagen (47.582), sowie rund ein Zehntel des Gesamtbetrages auf die Bezuschussung lizensierter Übungsleiter (12.250) und hauptamtlicher Kräfte (7500). Außerdem sind dort unter anderem Veranstaltungen (2 Prozent/ 4000 Euro), Sportgeräte (2 Prozent/3312), bauliche Unterhaltung (1 Prozent/1468) oder Neubau- und Umbau-Maßnahmen (1 Prozent/1405) aufgeführt.

Nachfragen hat im Ausschuss für Kultur, Schule, Soziales, Jugend und Sport im Hinblick auf die bewilligten Summen für vereinseigene Anlage gegeben. CDU-Vertreter Sebastian Krüger: "In unserer Fraktion ist unklar gewesen, warum Tennisvereine zum Teil um die 20.000 Euro bekommen und hier nicht die 20-Prozent-Regelung greift, die laut Richtlinie bei Vereinsanlagen gelten?"

Gleichbehandlung der Vereine

Hier machte Michael Dreier deutlich, dass dieser Wert bei baulicher Unterhaltung und Neubauten vorgesehen ist, aber nicht für die Unterstützung des laufenden Betriebs der Vereinsanlage: "Die Clubs haben hier Anspruch auf Erstattung der Betriebskosten ihrer Plätze, da sie nach den Vorgaben nicht schlechter gestellt werden dürfen als Vereine, die für die Nutzung städtischer Plätze und Hallen nichts zahlen müssen."

Ende Oktober soll es voraussichtlich noch einmal einen Termin der Verwaltung mit Vereinsvertretern geben, bei dem es um die Sportförderung geht.


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