Kurs von Verkehrswacht und Seniorenbeirat Alte Radler trainieren in GMHütte mit dem Pedelec

Gar nicht so einfach: Vorsichtig fuhren die Senioren durch den Parcour, den die Verkehrswacht auf dem Parkplatz der Feuerwehr aufgebaut hatte. Foto: Robert SchäferGar nicht so einfach: Vorsichtig fuhren die Senioren durch den Parcour, den die Verkehrswacht auf dem Parkplatz der Feuerwehr aufgebaut hatte. Foto: Robert Schäfer

Georgsmarienhütte. Der Seniorenbeirat 60+ der Stadt Georgsmarienhütte hatte mit der Verkehrswacht zum Pedelec-Training geladen. 15 Senioren waren der Einladung gefolgt und lernten viel über die modernen Flitzer.

Immer mehr Senioren sind mit dem Pedelec unterwegs. So schön das für die aktiven Alten ist, so gefährlich kann die Fahrt auf Straßen und Radwegen für Ungeübte werden. Gerade für Wiedereinsteiger ist Training wichtig, denn viele E-Bike-Nutzer sind zuvor viele Jahre nicht mehr Rad gefahren. Hier wollen Seniorenbeirat 60+ der Stadt Georgsmarienhütte und die Verkehrswacht Georgsmarienhütte ansetzen. Am Freitagnachmittag hatten sie gemeinsam in die Feuerwehrzentrale des Landkreises an den Harderberg geladen. Auf dem großen Gelände war genug Platz, um einen verwinkelten Trainingsparcours aufzubauen.

Gerade im Alter muss man regelmäßig trainieren, wenn man mit dem Pedelec mobil sein will. Foto: Robert Schäfer

Zunächst hieß es aber: Theorie pauken. Jochen Blöcker von der Verkehrswacht erklärte den Senioren nicht nur die unterschiedliche Technik, die in den Rädern steckt. Verschiedene Schaltungen, Bremsen und Antriebsmodelle stehen hier zur Auswahl. Wichtig sei, so Blöcker, aber auch die Ausrüstung der Fahrer: „Ein Helm sollte absolut selbstverständlich sein“, sagte er. Die Wirkung des Kopfschutzes präsentierte Blöcker mit Eiern und einer Melone. Dass sich immer noch einige Kursteilnehmer ohne Helm auf den Parcours wagten, konnte er kaum verstehen.

Auf dem ausgesteckten Pfad merkten auch erfahrene Radfahrer, dass sich die Pedelecs doch deutlich anders fahren, als normale Fahrräder. „Die sind deutlich schwerer“, erklärte Martin Lauxtermann, Mitglied des Seniorenbeirats und passionierter Radfahrer, der den Kurseilnehmern eine kurze Einführung in die Pedelecs vor Ort gab. Entsprechend schwieriger wird es, enge Kurven zu fahren, punktgenau zu bremsen und die Kontrolle zu behalten. Dabei verlangten die Verkehrswacht-Mitglieder zusätzlich noch Handzeichen, wenn es ans Abbiegen ging.

„Wenn sich gerade Senioren ein Pedelec kaufen, sollten sie viel üben, bevor sie in den Straßenverkehr starten“, meinte Blöcker. Ein großer Parkplatz sei ideal, um erste Erfahrungen zu sammeln. Danach könne man mit komplexeren Fahrmanövern beginnen. Im Zweifel lohnt sich ein Kurs wie der des Seniorenbeirats. Und auch die körperlichen Einschränkungen, die das Alter mitbringt, sollten die Senioren bedenken. „Die Beweglichkeit lässt deutlich nach“, sagte Lauxtermann. Er selbst habe deshalb beispielsweise einen Rückspiegel an seinem Pedelec montiert. So behält er immer den Überblick.


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