„Friday to future“ als Ausdruck eigener Verantwortlichkeit Entlassungsfeier an der Realschule Georgsmarienhütte

107 Realschulabsolventen konnten am Freitag ihre Entlassungszeugnisse entgegennehmen.
Foto: Petra Pieper107 Realschulabsolventen konnten am Freitag ihre Entlassungszeugnisse entgegennehmen. Foto: Petra Pieper

Georgsmarienhütte. Stolze Eltern, zufriedene Lehrer, erleichterte und ob des bevorstehenden Abschieds zugleich ein wenig traurige Jugendliche – ganz ohne feuchte Augen ging es nicht, als am Freitagvormittag 107 Schülerinnen und Schüler der Realschule Georgsmarienhütte ihre Abschlusszeugnisse erhielten.

Geprägt von zahlreichen Glückwünschen und guten Ratschlägen, musikalisch umrahmt von der Schulband, war die Entlassungsfeier in der Schulaula nach dem morgendlichen gemeinsamen Gottesdienst der Auftakt eines Feiertags, der nach dem Sektempfang in der Schule am Abend noch seine Fortsetzung mit einer Party im Voxtruper Haus Rahenkamp finden sollte.

Alle mit Abschluss

Und es gab einiges zu feiern: Schulleiter Berthold Aulenbrock stellte mit Genugtuung fest, dass alle Schüler dieses Jahrgangs, übrigens des ersten, den er 2014 als damals neuer Rektor einschulen konnte, einen Abschluss erworben haben und nun in die Weiterbildung oder direkt in die Berufswelt gehen. Vier Schüler erwarben den Hauptschulabschluss, 52 Schüler den Realschulabschluss und 51 Schüler den erweiterten Sekundarabschluss I, der zum Übergang auf das Gymnasium berechtigt. Als beste Schüler wurden Paula Reker, Nadine Schneider und Aaron Schonhoff besonders geehrt.

21 Schüler beabsichtigen das Abitur zu machen, 44 werden andere weiterführende Schulen besuchen und 39 beginnen eine Ausbildung. Hannah Reibestahl zum Beispiel, die für umfangreiches Engagement in der Theater-AG und bei anderen Projekten besonders geehrt wurde, möchte Erzieherin werden. Sie blickt gern auf ihre Zeit an der Realschule zurück: „Wir hatten viel Spaß miteinander.“ Das bestätigt auch ihre Sitznachbarin Maja Rabe, die ebenfalls an das Marienheim wechseln wird, um nach dem Fachabitur Sozialpädagogik zu studieren: „Unsere Lehrer waren alle sehr hilfsbereit, wenn man mal etwas nicht sogleich verstanden hat, bekam man immer Unterstützung.“

Selbstvertrauen

Die Entlassungsfeier hatten die Schüler unter das Motto „Friday to Future“ und damit in den Kontext der „Fridays for future“-Klimaschutzdemonstrationen gestellt, um, wie Aaron Schonhoff sagte, ihrem Vorsatz Ausdruck zu verleihen, dass sie nun die Verantwortung für ihr Leben selbst in die Hand nehmen wollen. Zu demonstrieren sei gut, unterstrich auch der Schulleiter, besser noch sei es, den „Grundgedanken dieser Bewegung zu verinnerlichen, danach zu leben.“ Ermutigung und Zuspruch kam auch von Bürgermeisterin Dagmar Bahlo, die sich selbst – parallel zu den Absolventen – ebenfalls am Beginn eines neuen Lebensabschnitts sieht: „Zeigt, was in euch steckt, vertraut auf eure eigenen Fähigkeiten!“ Ähnlich äußerte sich die Schulelternratsvorsitzende Monique Siegmund, die zum Ausprobieren und Machen riet: "Selbst Umwege machen reich – an Erfahrung.“


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