Ausstellung des Kunstkreises „Durchblick“ in der Villa Stahmer in Georgsmarienhütte

Am Eingang des Museums gab es schon etwas zu entdecken: Eröffnung der Jahresausstellung des Kunstkreises Georgsmarienhütte im Museum Villa Stahmer zum Thema "Durchblick" am 19. Mai 2019. Die Personen von links: Ansgar Pohlmann (Bürgermeister), Inge Becher (Leiterin des Museums Villa Stahmer), Anna Hagemann (im Guckloch), Helmut Lücke (Vorsitzender des Kunstkreises Georgsmarienhütte). Foto: Michael C. GoranAm Eingang des Museums gab es schon etwas zu entdecken: Eröffnung der Jahresausstellung des Kunstkreises Georgsmarienhütte im Museum Villa Stahmer zum Thema "Durchblick" am 19. Mai 2019. Die Personen von links: Ansgar Pohlmann (Bürgermeister), Inge Becher (Leiterin des Museums Villa Stahmer), Anna Hagemann (im Guckloch), Helmut Lücke (Vorsitzender des Kunstkreises Georgsmarienhütte). Foto: Michael C. Goran

Georgsmarienhütte. Kreatives Schaffen verbindet sie seit 35 Jahren: Über 20 Kunstschaffende unterschiedlichen Alters des Kunstkreises Georgsmarienhütte sorgten für ein volles Haus im Museum Villa Stahmer. Mit der Eröffnung der Ausstellung „Durchblick“ am 19. Mai stellten die Künstler aktuelle Werke dem Publikum vor.

Den Besuchern bot sich ein Mix aus Gemälden, Installationen und Plastiken. „So sind ganz unterschiedliche inhaltliche und künstlerische Ansätze gewählt worden, um das Thema Durchblick zu bearbeiten“, sagte Helmut Lücke, Vorsitzender des Kunstkreises. Dabei konnten Besucher die Kunstwerke auch aktiv erleben. Installationen und Skulpturen eröffneten den „Durchblick“ auf besondere Erlebnisse.

So sieht Begeisterung aus: Proppenvolle Räume bei der Eröffnung der Jahresausstellung des Kunstkreises Georgsmarienhütte im Museum Villa Stahmer zum Thema "Durchblick" am 19. Mai 2019. Foto: Michael C. Goran


„Durchblick hat man oder nicht!“, witzelte Lücke während seiner Eröffnungsrede. Durch die Werke kann der Rezipient gesellschaftliche Probleme unserer Zeit durch das Künstlerauge erfassen. Die Vielfalt präsentierte sich durch die unterschiedlichen Techniken, die auch miteinander vermischt wurden. Ein Aktionskoffer mit Brillen und anderen Objekten sorgte für neue Perspektiven, die sich interaktiv erleben ließen.

Thomas Oberhoff neben seinem Ölgemälde "Tetris" - Eröffnung der Jahresausstellung des Kunstkreises Georgsmarienhütte im Museum Villa Stahmer zum Thema "Durchblick" am 19. Mai 2019. Foto: Michael C. Goran


Etwa beim Ölgemälde „Labyrinth“ von Thomas Oberhoff geht es um die optische Wahrnehmung „Das soll mehr oder weniger den Prozess darstellen, der beim Durchblick in einem selbst passiert“, erklärte Oberhoff. Beim bereits verkauften Gemälde „Tertris“ dreht sich alles um das Abstrakte. Das Werk ist so konzipiert, dass es kein oben oder unten hat, sondern mit jeder Seite aufgehängt werden kann.

Mareike Oberhoff mit ihrer Skulptur "Durchblick" - Eröffnung der Jahresausstellung des Kunstkreises Georgsmarienhütte im Museum Villa Stahmer zum Thema "Durchblick" am 19. Mai 2019. Foto: Michael C. Goran


Oberhoffs Frau Mareike erschafft Skulpturen und setzt dabei Bronzefiguren in Szene. Bei ihrem Werk „Durchblick“ kann der Rezipient durch einen Durchgang blicken und am Ende eine Figur entdecken. Dadurch wird der Stein zum perspektivischen Felsen. „Auf der anderen Seite steht ein Bronzefigürchen aus einer verlorenen Form“, sagte Mareike Oberhoff. Die Form wird bei der Herstellung der Figur zerstört, sodass diese nicht vervielfältigt werden kann. „Ein absolutes Original.“

Die skurrilen Malereien des Robert Meyer - Eröffnung der Jahresausstellung des Kunstkreises Georgsmarienhütte im Museum Villa Stahmer zum Thema "Durchblick" am 19. Mai 2019. Foto: Michael C. Goran


In Robert Meyers Kunst steht immer der Mensch im Zentrum. Seine Motive sind realistisch und skurril. So erwischt sich etwa die selbe Person beim Gucken durch ein Schlüsselloch, weil sie gleichzeitig auf beiden Seiten steht. „Meine Bilderwelt ist der skurrile Realismus“, erklärte Meyer. „Ich bringe auch gerne Dinge zusammen die eigentlich schwer zusammengehören.“

Blumenübergabe an Bürgermeister Pohlmann bei Eröffnung der Jahresausstellung des Kunstkreises Georgsmarienhütte im Museum Villa Stahmer zum Thema "Durchblick" am 19. Mai 2019. Die stehenden Personen von links: Inge Becher ( Leiterin des Museums Villa Stahmer), Ansgar Pohlmann (scheidender Bürgermeister), Helmut Lücke (Vorsitzender des Kunstkreises Georgsmarienhütte), Dagmar Bahlo (designierte Bürgermeisterin). Foto: Michael C. Goran


Der scheidende Bürgermeister Ansgar Pohlmann freute sich, dass so viele Künstler nach Georgsmarienhütte gekommen waren und im Kunstkreis mitwirkten: „Das zeigt schon das die Landschaft der Kunst im Osnabrücker Land nicht nur auf eine Gemeinde fokussiert ist, sondern das es keine Grenzen gibt.“ Dagmar Bahlo, designierte Bürgermeisterin, nahm ebenfalls an der Eröffnung teil. Inge Becher, Leiterin des Museums, würdigte Pohlmann für seine Arbeit für das Museum: „Ansgar Pohlmann hat uns hier acht Jahre lang begleitet. Geschichte, Kunst, Begegnung, in allen drei Gruppen hat er uns mit allen Möglichkeiten unterstützt.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN