Keine Argumente für eine GMHütter IGS Ausschuss diskutiert Zufriedenheitsanalyse zur Schulstruktur

In der Aula der Realschule sind am Donnerstagabend die Ergebnisse der Zufriedenheitsanalyse zum GMHütter Schulangebot vorgestellt worden. Foto: Wolfgang ElbersIn der Aula der Realschule sind am Donnerstagabend die Ergebnisse der Zufriedenheitsanalyse zum GMHütter Schulangebot vorgestellt worden. Foto: Wolfgang Elbers

Georgsmarienhütte. Über das Fazit hat es Donnerstagabend im Fachausschuss fraktionsübergreifend Einigkeit gegeben: Die Zufriedenheitsanalyse zum GMHütter Schulangebot lässt klar erkennen, dass Eltern und Schüler die vorhandenen Schulformen zu rund 70 Prozent positiv beurteilen. Daher wird derzeit auch kein Bedarf für eine IGS gesehen.

Rund eine Stunde haben am Donnerstagabend im Ausschuss für Kultur, Schule, Soziales, Jugend und Sport Vorstellung und Diskussion der Zufriedenheitsanalyse zur dreigliedrigen GMHütter Schulstuktur mit Gymnasium, Real- sowie Hauptschule und der Comenius-Förderschule gedauert.  Die Ergebnisse sind von der bei Hochschule Osnabrück tätigen  Marina Granzow, die auch Durchführung und Auswertung der Befragung vorgenommen hat, auch noch einmal in Kurzform vorgestellt worden.

Hohe Rücklaufquoten

Als wesentliche Aussagen stellte sie noch einmal heraus: Rund 3450 Eltern und 2350 Schüler haben insgesamt einen Fragebogen erhalten. Bei den Erziehungsberechtigten liegt die  Rücklaufquote insgesamt im Bereich der 70-Prozent-Marke. Bei den Schülerinnen und Schülern der Klassen fünf bis zehn an Haupt- und Förderschule sowie Realschule und Gymnasium variiert sie zwischen  85 Prozent beim Gymnasium, rund 60 Prozent bei Real- und Sophie-Scholl-Hauptschule sowie knapp 40 Prozent bei der Comenius-Förderschule. 

Knapp zwei Drittel der Grundschuleltern sind danach mit den Möglichkeiten der Wahl einer weiterführenden Schulen in GMHütte sehr zufrieden (26 Prozent) beziehungsweise zufrieden (41). Das Ergebnis im Sek I-Bereich: Hier antworteten rund drei Viertel der Eltern "zufrieden" (40,3 Prozent) oder "sehr zufrieden" mit 37,8) mit den angebotenen Schulwahlmöglichkeiten zu sein. Allerdings hat in beiden Bereichen ein Großteil der Befragten auch angegeben, kein bis wenig Wissen über Gesamtschul-Angebote zu haben. 

Granzow führte auch aus, dass Eltern und Schüler froh seien, dass sie in GMHütte nach der vierten Grundschulklasse die Wahlfreiheit zwischen drei Angeboten haben. Gleiches gilt nach ihren Worten auch für die Möglichkeit, ein Ganztagsangebot zu nutzen. Hier wird nach ihren Angaben aber die derzeitige Ausgestaltung im Schulalltag sowohl von Eltern als auch Schülern jeweils mehrheitlich als nicht zufriedenstellend beurteilt.

Lob für Präsentation

Eine "tolle Präsentation" lobte am Ende der Ausschuss-Vorsitzende Christoph Ruthemeyer (CDU) und dankte Eltern, Schülerinnen und Schülern für ihre Mitarbeit. Dem schloss sich auch SPD-Ratsfrau Jutta Olbricht an, die einräumte: "Es wird deutlich, dass es eine hohe Zufriedenheit mit dem Schulangebot in GMHütte gibt."

Dass nach der durchgeführten Befragung die Eltern sich sowohl im Primar- als auch SekI-Bereich was das Thema Gesamtschule betrifft zu einem großen Teil schlecht informiert fühlen, macht für Olbricht aber deutlich: "Hier ist künftig eine wesentlich bessere Information notwendig." Ihr Vorschlag: Die Stadt soll künftig vor den Schulanmeldungen einen externen Fachmann verpflichten, um vor Ort die verschiedenen Angebote "neutral" vorzustellen.

Für die CDU-Fraktion erklärte Sebastian Krüger: "Der Rücklauf ist phänomenal gut gewesen. Es liegen jetzt belastbare Zahlen vor, dass GMHütte über eine gut funktionierende Schullandschaft verfügt." Seine Schlussfolgerung: "Wir sollten am bestehenden dreigliedrigen Schulsystem festhalten und endlich die IGS-Frage ad acta legen."

Schul-Vertreter Mark Reinhardt, Leiter der Sophie-Scholl-Hauptschule. erklärte zu den vorgestellten Ergebnissen: "Die Studie spricht für sich."



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