Familienbund fordert auf Pfarreien sollen sich für bezahlbaren Wohnraum einsetzen

Marga Apke, Vorsitzende des Familienbundes des Katholiken im Bistum Osnabrück. Foto: Osnabrücker Familienbund der KatholikenMarga Apke, Vorsitzende des Familienbundes des Katholiken im Bistum Osnabrück. Foto: Osnabrücker Familienbund der Katholiken

Georgsmarienhütte. Mit konkreten Vorschlägen, wie sich Kirchengemeinden zum Problem des bezahlbaren Wohnraumes engagieren können, hat sich jetzt der Familienbund der Katholiken an die Pfarreien des Bistums Osnabrück gewendet. Die kirchlichen Gremien sollen das Thema auf ihre Tagesordnung setzen.

In einem Brief an die Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände im Bistum Osnabrück regt der Familienbund an, vor Ort mit einer Umfrage zu ermitteln, wie groß die Bedeutung der Wohnungsfrage in der eigenen Gemeinde ist. „Für die Verantwortlichen einer Pfarrei ist es wichtig, die sozialen Probleme vor Ort zu kennen“, hebt Peter Klösener hervor, Geschäftsführer des Familienbundes. Nur so könne man in den Gremien auch entscheiden, wo dringend angesetzt werden soll, um konkrete Unterstützung zu leisten. 

Freier Wohnraum

Ganz konkret regt der Familienbund an, Initiativen zum Wohnungstausch zu starten oder auch ältere Gemeindemitglieder zu ermutigen, leer stehende Wohnungen wieder zu vermieten. „Oft leben Ältere allein in für sie eigentlich zu großen Wohnungen, möchten aber nicht umziehen, weil sie weiter den Kontakt zu den Menschen in ihrem Wohngebiet halten möchten“, sagt Marga Apke.


Darüber hinaus ruft der Familienbund die Kirchengemeinden auf, kirchliche Gebäude für die Einrichtung von bezahlbarem Wohnraum zu nutzen oder kirchliche Grundstücke für eine sozialverträgliche Bebauung mit Wohnraum abzugeben. Zusätzlich richtet der Familienbund eine Verteilerliste für Fragen und Informationen zum Thema „bezahlbares Wohnen“ ein.



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