Gute Chancen in der Pflege Arbeitsagentur GMHütte: Zahl der Arbeitslosen sinkt

Annegret Lalottis, Siegfried Averhage Foto: Thorsten Wöhrmann/Jörn MartensAnnegret Lalottis, Siegfried Averhage Foto: Thorsten Wöhrmann/Jörn Martens

Georgsmarienhütte. Die Zahl der Arbeitslosen im Geschäftsstellenbezirk Georgsmarienhütte der Agentur für Arbeit ist von März bis April um 56 auf 1601 Personen gesunken. Die Arbeitslosenquote lag mit 2,7 Prozent um 0,1 Prozentpunkte unter dem Märzniveau und um 0,4 Prozentpunkte unter dem des Vorjahres.

Zu dem Bezirk gehören Bad Laer, Bad Iburg, Bad Rothenfelde, Dissen, Georgsmarienhütte, Hagen, Hilter und Glandorf. In den vergangenen vier Wochen, so die Arbeitsagentur weiter, hätten vor allem männliche Arbeitslose von der Entwicklung profitiert. Mit 865 zählten somit 45 Personen weniger zu dieser Gruppe als noch im März – ein Minus von 4,9 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr indes gab es die stärksten Rückgänge bei Frauen (minus 142 Personen bzw. 16,2 Prozent), Älteren über 50 Jahre (minus 113 Personen bzw. 16,5 Prozent) und Langzeitarbeitslosen (minus 132 Personen bzw. 19,4 Prozent). Annegret Lalottis, Leiterin der Agenturgeschäftsstellen in Georgsmarienhütte und Melle, kommentiert: „Der regionale Arbeitsmarkt bleibt für fast alle Berufsgruppen aufnahmefähig. Insbesondere für weibliche und männliche Fachkräfte aus den Pflege- und Gesundheitsberufen bestehen sehr gute Chancen auf eine dauerhafte Arbeitsstelle. Menschen, die sich für dieses Berufsfeld neu interessieren, können sich hierzu in der Agentur für Arbeit Georgsmarienhütte beraten lassen.“ 

Arbeitskräftenachfrage

Pünktlich zum Jahreszeitenwechsel zog auch die Arbeitskräftenachfrage wieder kräftig an. Mit 240 neuen Stellen meldeten Arbeitgeber 61 mehr als noch im März (plus 34,1 Prozent) und sogar 65 mehr als im Vorjahresmonat (plus 37,1 Prozent). Der Gesamtbestand an Arbeitsstellen kletterte auf 1187. Lalottis: „Die Palette an gemeldeten offenen Stellen ist durch den vielfältigen Branchenmix in der südlichen Region des Landkreises bunt. Durch die stabile Witterung werden zudem wieder verstärkt Arbeitskräfte in den Außenberufen, wie Garten-und Baubereich, nachgefragt.“

124 Jugendliche bis unter 25 Jahre waren im April arbeitslos gemeldet, sieben weniger als im März. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 17 Jugendliche mehr. Bei der Arbeitsagentur nahm die Zahl junger Arbeitsloser gegenüber dem Vormonat um einen auf genau 100 zu (plus 1,0 Prozent), im Vergleich zum Vorjahr um 22 bzw. 28,2 Prozent. 

"Stimmung sehr gut"

Im April registrierte die "Maßarbeit" des Landkreises Osnabrück den Städten Bad Iburg, Dissen  und Georgsmarienhütte sowie in den Gemeinden Hilter, Bad Laer, Bad Rothenfelde und Glandorf 722 arbeitslose Empfänger von Arbeitslosengeld (ALG) II. Damit sank die Zahl gegenüber dem Vormonat (772). „Unsere Region ist geprägt von einem starken Mittelstand und einer Vielzahl leistungsstarker Handwerksbetriebe“, sagte Maßarbeit-Vorstand Siegfried Averhage. Trotz der leichten Eintrübung der Konjunktur sei gerade in diesem Bereich die Stimmung weiterhin sehr gut, wie die jüngsten Zahlen der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim zeigten. Die durchschnittliche Auftragsreichweite im Handwerk liege so hoch wie nie zuvor und über 80 Prozent der Betriebe seien zu 80 bis 100 Prozent ausgelastet. „Fast 40 Prozent der Unternehmen wollen außerdem erweitern“, so Averhage weiter: „Das ist eine riesige Stütze für den Arbeitsmarkt.“



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