Folk in der Lutherhütte Einfühlsame Musik von Kaurna Cronin und Band

Konzert des australischen Folkster Kaurna Cronin und seiner Band in der Lutherhütte in Georgsmarienhütte. Die Personen von links: Kai Kampf (Gitarre), Kaurna Cronin (Gesang und Gitarre), Melissa Nitschke (Bass). Foto: Michael C. GoranKonzert des australischen Folkster Kaurna Cronin und seiner Band in der Lutherhütte in Georgsmarienhütte. Die Personen von links: Kai Kampf (Gitarre), Kaurna Cronin (Gesang und Gitarre), Melissa Nitschke (Bass). Foto: Michael C. Goran
Michael C. Goran

Georgsmarienhütte. Kaum ein Sitzplatz war mehr frei, als der australische Folkstar Kaurna Cronin gemeinsam mit seiner Band in der Lutherhütte seine preisgekrönten Songs erklingen ließ. Cronin begeisterte das Publikum mit einem Potpourri aus Folk, Roots und Indie-Rock.

Der in Adelaide geborene Sänger und Komponist hat bereits bis zum Alter von 26 Jahren fünf Alben veröffentlicht und zahlreiche Auszeichnungen gewonnen. In über 300 internationalen Auftritten haben Cronin und seine Band mit ihrer Mischung aus folkloristischen, australisch inspiriertem Sound und lyrischen Texten die Menschen verzaubert. Seine Leidenschaft zum Folk entstand durch die Eltern. „Als ich aufwuchs bin ich viel mit meinen Eltern gereist, wir haben viele Folk-Festivals in ganz Australien besucht“, sagte Cronin. „So entwickelte ich eine Liebe zur Folk-Musik und zur jeder Art von Songwriting.“ Das allererste Album nahm Cronin in Australien auf. „Danach habe ich jedes Jahr ein neues Album veröffentlicht. Nun trete ich auch auf den Folk-Festivals auf, die ich früher als Kind besucht habe. Das ist eine große Ehre für mich,“, erklärte Cronin. Sein Vorname Kaurna wird wie das Land Ghana ausgesprochen und ist originär ein Name aus der Aborigines-Kultur bei Adelaide in Südaustralien.

Ein leidenschaftlicher Auftritt der Band: Die Personen von links: Kai Kampf (Gitarre), Kaurna Cronin (Gesang und Gitarre), Melissa Nitschke (Bass). Foto: Michael C. Goran


Cronins Lyrik ist von seinen Reisen und Erfahrungen inspiriert, und von den Erfahrungen derer, die er kennen lernte. „Ich habe beispielsweise mit obdachlosen Menschen in Australien gearbeitet. Dort habe ich Workshops zum Liederschreiben für diese Leute veranstaltet“, erklärte Cronin. Daraus entwickelte er einen Song über die Sichtweise der Obdachlosen rund um den Globus. Über die negative Meinung der Gesellschaft über Alkoholismus und über Drogenabhängigkeit. „Ich habe aber auch viele Lieder die über Weihnachten handeln“, witzelt Cronin. „Wir Menschen machen viele Dinge gleich, aber kulturell gibt es interessante Unterschiede.“

Die letzten zwei Plätze wurde noch besetzt. Die Personen von links: Kai Kampf (Gitarre), Kaurna Cronin (Gesang und Gitarre), Melissa Nitschke (Bass). Foto: Michael C. Goran


Auf seinen vielen Reisen spielte Cronin beispielsweise in Indien, Russland, den Vereinigten Staaten und quer durch Europa: in Estland, in Schweden, den Niederlanden, in Italien, Österreich, Spanien und Frankreich. Auf Deutschland kam er durch seinen Vater, der selbst in Deutschland studiert hatte. „Er erzählte mir eine Menge interessanter Geschichten über Deutschland. Das hat mich neugierig gemacht. Das weckte in mir die Lust das Land selbst kennenzulernen“, erinnerte sich der Musiker. In Europa spielt Cronin vor allem mit den Musikern Melissa Nitschke (Bass) und Kai Kampf (Gitarre) zusammen. „Ich habe Kaurna in 2014 getroffen. Als er in Bremen gespielt hat, habe ich mir das Konzert als Zuschauer angeguckt und bin danach mit ihm ins Gespräch gekommen“, sagte Kampf. „Wir haben eine Nacht lang Musik gemacht und dann entstand die Idee dass ich mitspiele.“ Das neue Album, das in Deutschland und Australien aufgenommen wurde, erscheint noch in diesem Jahr. Cronin arbeitet dabei mit den Musikproduzenten bekannter Musikgrößen, wie David Bowie, den Rolling Stones und Midnight Oil, zusammen. Die Band tourt durch ganz Deutschland und wird im August in Osnabrück auftreten. 


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