Nach Förder-Aus für Rehlberg-Areal Diskussion um Reduzierung des GMHütter 7-Millionen-Projekts

Baustart kann schnell erfolgen: Die notwendigen Vorarbeiten sind auf dem Rehlberg-Areal schon im vergangen Herbst durchgeführt worden. Foto: Jörn MartensBaustart kann schnell erfolgen: Die notwendigen Vorarbeiten sind auf dem Rehlberg-Areal schon im vergangen Herbst durchgeführt worden. Foto: Jörn Martens

Georgsmarienhütte . Die Absage aus Berlin, dass aus den in GMHütte erhofften Fördergeldern in Hohe von bis zu 3,5 Millionen Euro für das "Areal Rehlberg" nichts wird, ist Freitag nicht ganz unerwartet gekommen. Aber es gibt Ratsstimmen, die jetzt noch einmal eine Reduzierung der im ersten Schritt vorgesehenen Bausumme von sieben Millionen Euro prüfen wollen.

Fest steht: Im laufenden Haushalt sind 3,5 Millionen und 2020 dann noch einmal 3,0 Millionen Euro für die Realisierung einer zentralen GMHütter Sportanlage auf dem Rehlberg mit Kampfbahn und Rasenfeld sowie dem aus zwei Bauteilen bestehende Funktionstrakt mit Gymnastikhalle, Aufenthaltsräume, Umkleiden, Duschen, Hausmeisterwohnung und Technik eingestellt. 

Ratsbeschluss vom Juni 2018

Vorgesehene Fertigstellung: Ende kommenden Jahres. Eigentlich hätte auch schon längst der Baustart erfolgen sollen, nachdem der GMHütter Rat im vergangenen Juni  mit großer Mehrheit die Umsetzung der rund sieben Millionen Euro teuren Vollversion der Rehlberg-Planungen beschlossen hat.

Doch im Herbst 2018 gab es dann noch einmal Hoffnung auf Fördergelder in Höhe von bis zu 45 Prozent durch ein Bundesprogramm für die Sanierung kommunaler Einrichtungen für Sport, Jugend und Kultur. Dies hat sich jetzt endgültig zerschlagen. 

Ruthemeyer: Wir sind im Wort

Von CDU-Vertretern und Grünen-Seite ist deshalb am Wochenende jetzt noch einmal Diskussionsbedarf gesehen worden, um das vorgesehene Bauprogramm eventuell zu reduzieren. Aber die Mehrheit der CDU-Fraktion steht zum Ratsbeschluss vom Juni 2018. 

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Christoph Ruthemeyer: "Wir sind bei den Sportvereinen und der Bevölkerung im Wort, dass auf dem Rehlberg eine zentrale Leichtathletik-Anlage für GMHütte entsteht."

Lorenz: Einsparpotenzial prüfen

Grünen-Fraktionsvorsitzender Robert Lorenz sieht die Kosten kritisch: "Die Neugestaltung des Sportplatzbereichs ist unstrittig. Aber wir sollten noch einmal prüfen, ob bei den Gebäuden nicht noch Einsparpotenzial gegeben ist. Wir müssen angesichts anstehender Aufgaben wie dem Hochwasserschutz oder dem Neubau der Michaelisschule die Rehlberg-Kosten auf das Notwendige beschränken." 

SPD/FDP-Gruppe und die Linke-Fraktion sind dagegen klar für die geplante Umsetzung der Sportareal-Pläne. Die SPD-Fraktionsvorsitzende Annette Jantos: "Es ist enttäuschend, dass wir keinerlei Zuschüsse zur Errichtung der Leichtathletischen Anlage auf dem Rehlberg erhalten und die Finanzierung alleine tragen müssen." Aber die Stadt müsse beim Rehlberg "glaubwürdig bleiben".

Jantos: Finanzielle Lage GMHüttes gut

Jantos weiter: "Sicherlich sind vom Bürgermeister 2012 hohe Erwartungen geweckt worden, als wir in einen Ideenwettbewerb eingestiegen sind und uns Fördermittel in Höhe von fast 50 Prozent in Aussicht gestellt wurden." Aber die finanzielle Lage GMHüttes sei derzeit gut und die Stadt faktisch schuldenfrei. Die SPD-Fraktionsvorsitzende: "Zwar wird die Verschuldung 2019 auch durch dieses Projekt wieder steigen, aber dem steht auch ein wachsendes Anlagevermögen gegenüber."

Welkener: Nach 13 Jahren Zeit, dass etwas passiert

Auch für den Linke-Fraktionsvorsitzenden Jörg Welkener gibt es beim Rehlberg kein zurück mehr: "Wir stehen hier ganz klar im Wort." Es sei nach rund 13 Jahren auch  an der Zeit, dass hier "endlich etwas passiert". 

Im Rathaus ist die Ausschreibung der Leistungsverzeichnisse soweit vorbereitet, dass diese voraussichtlich Mitte Mai veröffentlicht werden können. Der Erste Stadtrat Karl-Heinz Plogmann: "Wir wollen jetzt so schnell wie möglich in die Umsetzung gehen."


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