Jubiläum von "Nature Kids & Teens" Umweltbildungsverein in Georgsmarienhütte besteht seit 20 Jahren

In den Räumlichkeiten des Nature Kids & Teens e.V. treffen sich regelmäßig Kinder um über den Naturschutz zu lernen. Vor 20 Jahren rief Tobias Demircioglu den Verein ins Leben, seitdem ist auch Kathrin Pille dabei. Foto: Leonie PlaarIn den Räumlichkeiten des Nature Kids & Teens e.V. treffen sich regelmäßig Kinder um über den Naturschutz zu lernen. Vor 20 Jahren rief Tobias Demircioglu den Verein ins Leben, seitdem ist auch Kathrin Pille dabei. Foto: Leonie Plaar

Georgsmarienhütte. Seit 20 Jahren treffen sich in Georgsmarienhütte regelmäßig Kinder und lernen Wichtiges über Umweltschutz und Natur. Zeit für den Organisator, ein Fazit zu ziehen.

1999 wollte Tobias Demircioglu etwas für die Umwelt tun. Er hatte sich schon als Jugendlicher für das Thema Umweltschutz begeistert und sich dafür immer wieder in privatem Rahmen dafür eingesetzt. Dann wollte er mehr. Also sammelte er Qualifikationen und bildete sich weiter, bis am 26. Februar 1999 das ersten Treffen des Nature Kids & Teens e.V. einberufen wurde. Der Bund für Umwelt und Naturschutz unterstützte das Vorhaben. Rund 40 Kinder waren dabei. Etwas weniger als die Hälfte davon sollten später zum festen Kern der Gruppe werden. "Ich fand es damals toll, dass sich so viele Kinder dafür interessiert haben", so Demircioglu.

Fahrten

Seit Demircioglu die Gruppe ins Leben rief, hat diese eine Vielzahl an Aktionen organisiert. Da ihm der Amphibienschutz besonders wichtig ist, lief er unter anderem Schutzzäune mit den Kindern ab. Dabei lernten sie, Frösche und Kröten richtig zuzuordnen und brachten sie danach an einen sicheren Ort. Aber auch größere Unternehmungen gehörten in den letzten 20 Jahren immer wieder zum Programm der Gruppe. Zum ersten Jubiläum fuhr Demircioglu mit den Kindern mal auf eine Umweltbildungsfreizeit nach Rieste. Die Fahrt kam so gut an, dass sie seitdem jedes Jahr wiederholt wird.

Eines der Kinder, die schon am Anfang mit dabei waren, ist Kathrin Pille. Sie wurde damals von ihren Eltern zum Nature Kids & Teens e.V. gebracht, weil sie einfach mehr raus in die Natur sollte. Demircioglu erinnert sich an eine Aktion mit ihr: "Am besten war es, als wir damals in der Düte amerikanische Flusskrebse gefunden haben". Sie ist dem Verein treu geblieben, heute hilft sie dort ehrenamtlich mit. 

Nachwuchsmangel

So ein Engagement ist aber selten geworden. "Es gibt einfach keinen Nachwuchs mehr", erzählt Demircioglu. Die Interessenlage habe sich bei den Jugendlichen heute einfach geändert. Zwar ließen sich Kinder im Grundschulalter noch motivieren, danach würde es aber immer schwieriger. Demircioglu: "Die Kinder sind immer weniger draußen."

Dennoch plant Demircioglu weiter für die Zukunft. Derzeit treffen sich etwa 10 bis 15 Kinder regelmäßig in den Räumen am Markt. Seit 2018 unterstützt Demircioglu außerdem Schulprojekte zum Anlegen von Wildblumenwiesen. Dafür will er in der kommenden Zeit noch einige Schulen gewinnen. Und so lange er noch Energie habe, wolle er mit dem Umweltschutz weitermachen.


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