Arbeitsmarkt Südkreis Maßarbeit unter den Top Five-Jobcentern in Niedersachsen

Fokus auf dem Südkreis: Landrat Miichael Lübbersmann (l.) und Maßarbeit-Vorstand Lars Hellmers präsentierten die Arbeitsmarktzahlen für GMHütte und den Bereich Dissen. Foto: Stefan BuchholzFokus auf dem Südkreis: Landrat Miichael Lübbersmann (l.) und Maßarbeit-Vorstand Lars Hellmers präsentierten die Arbeitsmarktzahlen für GMHütte und den Bereich Dissen. Foto: Stefan Buchholz

Georgsmarienhütte. Die kommunale Arbeitsvermittlung des Landkreises Osnabrück, die Maßarbeit, hat jetzt für den Südkreis Ergebnisse des vergangenen Jahres vorgelegt.

In den beiden südlichen Außenstellen der Maßarbeit, in GMHütte und Dissen, wurden demnach 1687 Menschen beruflich integriert. 650 von ihnen vermittelten die Jobcenter-Mitarbeiter in Arbeitsstellen auf dem sogenannten ersten Arbeitsmarkt. 73 Menschen nahmen eine Ausbildung auf.

Beim Vergleich mit anderen niedersächsischen Jobcentern schneidet man aus Sicht der Kreisverwaltung gut ab. Jeder dritte betreute Mensch konnte durch die Maßarbeit beruflich integriert werden. Die Integrationsquote landesweit liegt bei 25 Prozent. „Die Maßarbeit steht mit diesem Ergebnis auf Rang vier von 45 Jobcentern im Land“, lobte Landrat Michael Lübbersmann bei der Vorstellung der Bilanz in GMHütte.

Berufliche Integration meint für die Arbeitsvermittler nicht nur den sozialversicherungspflichtigen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt. 964 Menschen sind im Südkreis durch Arbeitsgelegenheiten, Aktivierungen, wie Coachings, Praktika oder beruflichen Weiterbildungen einem Leben ohne finanzielle staatliche Stütze ein Stück nähergekommen.

„Wir haben es hier mit Bewerbern zu tun, die alle mehr als ein Jahr oder oft noch länger ohne Arbeit sind“, warb Lübbersmann um einen exakteren Blick auf die möglichen, nachhaltigen Wirkungen dieser Integrationsschritte. Sie seien in sehr vielen Fällen entscheidend, eine letztlich erfolgreiche Vermittlung überhaupt erst möglich zu machen, betonte der Landrat.

Das bestätigte auch Maßarbeit-Vorstand Lars Hellmers. Anders als in der Vergangenheit, achte man bei der Vermittlung in die Maßnahmen darauf, dass sie zum Qualifikationsbedarf der Bewerber passten.

Noch individueller gingen speziell geschulte Mitarbeiter der Maßarbeit auf jene ein, die eine Vielzahl von Vermittlungshemmnissen aufweisen: Um Menschen mit schweren Problemen bei der Alltagsbewältigung sowie etwa körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen zu helfen, hat die Arbeitsvermittlung vor sechs Jahren das Programm der „Zentralen Ansprechpartner“ gestartet.

„Dabei geht es zunächst vorrangig darum, in intensiven Gesprächen und der nötigen Zeit ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Das Ziel ist, die Betroffenen zu stabilisieren, motivieren und bei Alltagsproblemen zu unterstützen. Erst dann kommt eine mögliche Arbeitsmarktperspektive in den Blick“, erläuterte Lars Hellmers.

Als „herausragende Ergebnisse“ bezeichneten die Maßarbeit-Verantwortlichen die Ergebnisse, die gemeinsam mit den Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen erzielt wurden: 287 nahmen eine sozialversicherungspflichtige Arbeit auf, 130 eine geringfügige Beschäftigung. 427 Menschen konnten Therapien starten oder fortsetzen, 82 nahmen an Rehamaßnahmen teil. 119 Personen erhielten eine Bewilligung der vollen Erwerbsminderungsrente.

Im Südkreis ist die Maßarbeit-Außenstelle GMHütte für Leistungsempfänger in den Kommunen GMHütte, Hagen und Hasbergen zuständig. Die Außenstelle Dissen kümmert sich um die Kunden in Bad Iburg, Bad Laer, Bad Rothenfelde, Dissen, Glandorf und Hilter.


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