5000 Euro Rotary-Club Osnabrück-Süd erfüllt Wünsche von Schwerkranken

Susanne Wagner (Ambulanter Kinderhopizdienst) (l.) und Doris Klanke (Ambulante Palliativversorgung) bekamen eine Spende von den Rotariern Osnabrück-Süd: Joachim Kreienbrink (l.), Jens Atzpodien (m.) und Michael Cromme. Foto: Stefan BuchholzSusanne Wagner (Ambulanter Kinderhopizdienst) (l.) und Doris Klanke (Ambulante Palliativversorgung) bekamen eine Spende von den Rotariern Osnabrück-Süd: Joachim Kreienbrink (l.), Jens Atzpodien (m.) und Michael Cromme. Foto: Stefan Buchholz
Stefan Buchholz

Georgsmarienhütte. Der Rotary Club Osnabrück-Süd hat jetzt 5000 Euro für zwei Organisationen gespendet, die sich um Schwerkranke kümmern.

Das Geld stammte zu einer Hälfte von den Rotariern, die den Erlös ihrer Spendenaktion beim letzten Hagener Nussknacker-Markt verdoppelten. Gegen Bares hatten sie edles Holzspielzeug abgegeben. „Das stammte aus dem Nachlass eines Werkzeugmachers, dessen Passion dem Holz gewidmet war“, erzählte Rotary-Clubmeister Joachim Kreienbrink im Franziskushospital.

Den Ort hatte man ausgesucht, weil dort mit Jens Atzpodien ein weiterer Rotarier arbeitet. Der Palliativmediziner sowie Internist für Onkologie und Hämatologie ist ein Befürworter einer engen Verzahnung von Krebsbehandlung und Palliativmedizin. „Wenn sich der Krebs nicht mehr aufhalten lässt, geht es nicht mehr darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den verbleibenden Tagen mehr Lebensqualität“, zitierte Atzpodien einen Satz der Britin Cicely Saunders, der Begründerin der Palliativmedizin.

Das Spendengeld von 5000 Euro teilten die Rotarier in zwei Hälften. Von 2500 Euro kann etwa die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) für den Landkreis Osnabrück zehren. Bezahlbar werden so Wünsche der Krebspatienten, etwa wenn es etwa darum geht, einen Harfenspieler noch einmal in den eigenen vier Wänden für eine Stunde zu erleben. Oder um Mal- oder Klangschalentherapie“, ergänzte SAPV-Koordinatorin Doris Klanke. Diese Leistungen könne man über die Krankenkassen nicht abrechnen.

Um so mehr sei man dankbar für Spenden, konnte Susanne Wagner vom Ambulanten Kinderhospizdienst berichten. Auch ihre Einrichtung bekam 2500 Euro von den Rotariern. Eine Hilfe, denn beim ambulanten Kinderhospizdienst sind individuelle Wünsche ebenfalls nicht voll von den Kassen refinanzierbar. Wie beim SAPV nimmt auch der Ambulante Kinderhospizdienst nicht nur den Erkrankten in den Blick, sondern genauso sein familiäres Lebensumfeld. „Oft brauchen die Eltern und Geschwister ebenso eine Unterstützung“, so Susanne Wagner.

Die Spendenaktion für die beiden Einrichtungen war nicht die letzte Aktion des Rotary-Clubs Osnabrück-Süd. „Das ist keine Eintagsfliege gewesen“, versicherte Michael Cromme als Präsident der Osnabrück-Süd-Rotarier. Es gehe dem Club nicht um das Überreichen von Symbolschecks, sondern um sogenannte Hands-On-Aktionen. Dabei stehen die Rotarier beim jeweiligen Spenden-Event persönlich am Stand und erläutern die Palliativversorgung.

Das nächste Mal sind sie beim Gartenfestival auf Schloss Harkotten bei Füchtdorf vom 22.-24. März 2019 zu erleben. Dort geben sie gegen eine Spende auch wieder edles Holzspielzeug ab. „Von den ursprünglich 1400 Exemplaren haben wir noch Einiges in unserem Bestand“, so Joachim Kreienbrink.


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