Mit der „Soko Eierlikör“ auf Sylt Krimi-Lesung mit Dora Heldt in Georgsmarienhütte

Entführte ihre Zuhörer in ihrer Lesung auf die Insel Sylt: Dora Heldt. Foto: Gudrun SchmiesingEntführte ihre Zuhörer in ihrer Lesung auf die Insel Sylt: Dora Heldt. Foto: Gudrun Schmiesing

Georgsmarienhütte Ein unbekannter Toter an den roten Klippen von Sylt, eine verschwundene Putzfrau und mittendrin eine rastlose, Eierlikör liebende Rentnergang um Ex-Hauptkommissar Karl Sönnigsen. Davon handelt Dora Heldts zuletzt veröffentlichter Krimi „Wir sind die Guten“. Bei ihrer Lesung in Georgsmarienhütte las die Autorin daraus vor. Da fehlte eigentlich nur der Eierlikör.

„Wir sind die Guten“ ist eine Fortsetzung von Dora Heldts Krimi „Böse Leute“. Es gibt ein Wiedersehen mit Karl Sönnigsen und seinen Freunden Onno, Inge und Charlotte. Nachdem Inges und Charlottes Putzfrau Sabine spurlos verschwunden ist, nehmen die vier Rentner ihre Ermittlungen auf.

Als Soko Eierlikör, benannt nach ihrem „traditionellen Ermittlungsgetränk“, geht die Gang auf die Suche nach Sabine. Die Polizei von Westerland ist derweil mit dem Fall eines am Fuß der Klippen aufgefundenen Toten beschäftigt. Die Ermittlungen nehmen turbulent ihren Lauf, als herauskommt, dass beide Fälle miteinander zusammenhängen.

Inwieweit, ließ die Autorin während ihrer rund eineinhalbstündigen Lesung offen. Jedoch arbeite sie schon an einer Fortsetzung, beantwortete die in Hamburg und auf Sylt lebende Schriftstellerin die Frage nach einem dritten Teil. „Der Karl Sönnigsen, der kann auch noch ermitteln, wenn er 90 ist!“, fügte sie schmunzelnd hinzu. Inzwischen kenne sie die Charaktere so gut, dass sie keine Biografien mehr über sie anlegen müsse, bevor sie mit dem Roman anfange.

Denn so arbeite sie normalerweise, auch schreibe sie für jedes Kapitel vorab eine Zusammenfassung, welche sie später ausarbeite. „Das Zusammenfassen ist wie Hausaufgaben machen“, seufzte Dora Heldt. Aber es helfe ihr, strukturiert zu arbeiten.

Während des Lesens merkt man der Autorin die Freude an ihren leicht spleenigen Figuren an – diese schwappt sogleich auf die Zuhörer über.

Und warum Dora Heldt gerne auf Sylt ist und die Insel auch als Handlungsort für ihre Krimis liebt, kann sie klar beantworten. Dort findet sie die nötige Ruhe und Inspiration zum Schreiben. „Und in Sylt kenne ich mich aus. Da muss ich wenig recherchieren – in dieser Hinsicht bin ich faul“, fügt sie augenzwinkernd hinzu.


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