Baugebiet Buchgarten II Wo in GMHütte die jungen Familien wohnen

Von Petra Pieper


Georgsmarienhütte. Die zumeist jungen Familien, die ihr Eigenheim im Harderberger Baugebiet Buchgarten II errichtet haben, fühlten sich ausgesprochen wohl.

„Hier auf dem Berg ist es auch bei schlechtem Wetter hell und freundlich, und die fußläufige Anbindung an Kindergarten, Schule, Kirche mit Kinderchor und dreimal wöchentlich geöffneter Bücherei ist sehr praktisch und auch für Kinder gut zu bewältigen“, meinen Andrea Sellmeier-Otten und Sebastian Otten im Rückblick auf das erste Jahr in ihrem neuen Haus. Auch das Angebot des Sportvereins Harderberg für Kinder und Erwachsene finden sie sehr ansprechend.

40 Grundstücke

Die Ottens hatten sich schon vor fünf Jahren um einen Bauplatz in dem infrastrukturell gut angebundenen Gebiet beworben. „130 Interessenten wollten eines der etwa 40 Grundstücke, die in der Vermarktung waren“, berichtet der Wirtschaftsingenieur. Aber es seien dann doch einige wieder abgesprungen, nicht unbedingt wegen der Grundstückspreise von 150 Euro pro Quadratmeter, sondern vermutlich wegen der ständig steigenden Baupreise.

Im September 2016 war Baustart für das Gebiet, und sogleich ging die Bautätigkeit an 15 Baustellen gleichzeitig los. Im Sommer 2017 konnte Familie Otten mit den Kindern Leo und Anni ihr neues Heim beziehen. Inzwischen trägt auch die acht Monate alte Luise dazu bei, das Einfamilienhaus mit Leben zu füllen. Ein Lieblingsplatz der Kinder sind die „Hängehöhlen“ vor dem großen Wohnzimmerfenster und der große sonnige Garten.

Viele Kinder

Und als es kürzlich sonntags schneite, wurde der Kiesweg kurzerhand zur Rodelbahn umfunktioniert. Die jungen Eltern freuen sich über die große Zahl an Kindern in der Nachbarschaft. „Wir haben Unterschriften für einen verkehrsberuhigten Bereich gesammelt und dabei die Zahl der Kinder abgefragt“, berichtet Andrea Sellmeier-Otten: „50 Kinder wohnen in Buchgarten II, und drei weitere sind unterwegs.“

„Ja, die Nachbarschaft ist grandios“, kommentiert Saskia Wiggerink, die mit ihrer jüngsten Tochter Wilma ebenfalls an dem kurzen Pressegespräch teilnimmt. Als Mutter von fünf Kindern ist sie ein Organisationstalent und hatte zunächst am St.-Martins-Tag einen Laternenumzug und am dritten Adventswochenende einen kleinen Weihnachtsmarkt für die Siedlung auf die Beine gestellt.

An Punsch- und Pfannkuchenständen kamen Jung und Alt ins Gespräch miteinander, eine Jazz-Band sorgte für musikalische Unterhaltung, und einige Kinder führten, quasi als Generalprobe, ein Musical auf, das sie für ihre Kirchengemeinde einstudiert hatten.

Rad und dem Kinderanhänger

Die beiden Familien wohnten vor ihrem Umzug in der Stadt Osnabrück und haben sich neben den großen Vorteilen auch einige weniger günstige Bedingungen eingehandelt. So haben die Ottens bislang möglichst viele Wege mit dem Rad und dem Kinderanhänger zurückgelegt. „Hier auf dem bergigen Gelände ist das aber eine ganz schöne Herausforderung“, stellten die Mittdreißiger fest und schafften sich kurzerhand Elektroräder an. „Damit kommt man sowohl schnell ins Zentrum von Georgsmarienhütte als auch nach Osnabrück.“

Schulweg

Für die bereits vor dem Umzug zum Buchgarten in Osnabrück eingeschulten Kinder der Familie Wiggerink ist der Schulweg inzwischen deutlich länger und gefährlicher geworden: „Die Kinder müssen morgens im Dunkeln an die Bushaltestelle Kiffe gehen und dabei die unübersichtliche und schnell befahrene Alte Rothenfelder Straße überqueren“, sorgt sich ihre Mutter. Sie hofft dort ebenso wie am nördlichen Ausgang der Siedlung auf Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Und einen Tante-Emma-Laden oder Bäcker hätte sie gern in der Nähe: „Das wäre auch für die Kinder schön, die hier sonst nichts einkaufen können.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN