Ozzy „Privat und ohne Perücke“ Privat und ohne Perücke: Ozzy Ostermann in GMHütte

Rolf A. Habben

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Als Trio mit seinen kongenialen Musikerkollegen bestach Ostermann mit Blues an der Lap-Steel-Gitarre. Foto: Rolf HabbenAls Trio mit seinen kongenialen Musikerkollegen bestach Ostermann mit Blues an der Lap-Steel-Gitarre. Foto: Rolf Habben

Georgsmarienhütte. Perücke mit Seitenscheitel, so kennen ihn wohl die meisten, den Gitarristen Georg Göbel-Jakobi, der als Ozzy Ostermann seit über 20 Jahren als Comedy-Clown festes Ensemblemitglied bei Herbert Knebels „Affentheater“ ist. Die Perücke blieb allerdings im Koffer. Ohne diese Requisite begeisterte Ozzy im Rathaus der Hüttenstadt musikalisch „Privat und ohne Perücke“ mit heißen Soli seiner vier Gitarren.

Im vergangenen November fiel seine als Solo geplante Veranstaltung wegen Erkrankung kurzfristig aus. Dafür trat er im Nachholtermin spontan zu dritt auf. Am Schlagzeug agierte Detlef Hinze, sein als „Der Trainer“ bekannte Kollege vom „Affentheater“. Den Bass zupfte sein Freund Peter Deinum.

Humor und Spaß am Rande

Seine ganz andere Seite, seine musikalische Vielseitigkeit und Virtuosität, die sich hinter dem Spaßmacher Ozzy zumeist ein wenig verstecken, zeigte der Entertainer in seinem Trio knappe zwei Stunden am späten Sonntagnachmittag vor begeisterten Publikum im Niedersachsen-Saal. Der Humor und der Spaß kamen dennoch in seiner Moderation und den kleinen Geschichten rund um seine Songs nicht zu kurz. Seine Kompositionen reichten für zwei Alben, „wenn du so viele eigene Stücke hast, dann kannst du auch auf Tournee gehen“, war sich Ozzy sicher.

Ja, das kann er wahrhaftig. Der Ostfriese aus Duisburg nimmt seine Zuhörer in seinem Konzert mit Bass und Percussion mit auf eine Reise in die Welt der Musik, von der Bretagne über Irland bis in die Südstaaten der USA. In zwei Sets schlägt er einen weiten Bogen vom Blues, Jazz, Country zum Folk, spielt seine Lieblingsstücke, covert Songs bekannter Interpreten wie Prince, John Meyer oder Joni Mitchell, sogar Jimi Hendrix` „The wind cries Mary“ oder „Norwegian Wood“ von den Beatles hatte der Musiker auf dem Zettel.

Hawaii-Flair und Südstaaten-Blues

Spannend wurde es immer dann, wenn Ostermann seine Hawaiigitarre oder Lap-Steel sitzend auf dem Schoß mit dem Metallstab, der Steel Bar, erklingen ließ. Süd-see-Flair und vor allem Südstaaten-Blues wehten durch den Saal. Tiefer als knietief im Blues watete Ozzy als Solist und fingerpicking mit dem „CBT Blues“, Country Rock zelebrierten die Musiker dagegen im „Damned deaf chicken“ oder im „Jesus just left Chicago“ von ZZ Top. Irische Folklore bot Ozzy im „Easterman`s reels“. Easy Easterman sei „sein Künstlername für den internationalen Markt, sein Label hieße daher auch Easterman Records“, erläutert der Entertainer augenzwinkernd.

In seiner jüngsten CD „Black Cow From Hell“ erinnert Ozzy an seine Wurzeln im Affentheater, wenn er im Vorwort knebelt, „noch ein paar Worte zum Inhalt von die CD, wat soll ich sagen … vom Feinsten“. Ob rein instrumental oder mit Gesang, ob solo oder im Trio mit seinen kongenialen Musikerkollegen, Ozzy bestach zum einen mit seiner Akustikgitarre, vor allem aber mit seinem brillanten Fingerspiel an der Lap-Steel-Gitarre, der wahre Begeisterungsstürme im Publikum auslöste.


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