Jeder kann Ressourcen schonen UNESCO-Multivisionsschau „REdUSE“ in der Aula der Realschule

Von Franca Heuer

Finger hoch: In der Aula der Realschule ging es um sorgfältigen Umgang mit den Rohstoffen. Foto: Franca HeuerFinger hoch: In der Aula der Realschule ging es um sorgfältigen Umgang mit den Rohstoffen. Foto: Franca Heuer

Georgsmarienhütte. Die UNESCO-Multivisionsschau „REdUSE“ sollte Schülern der Realschule Georgsmarienhütte und des Gymnasiums Oesede den schonenden Umgang mit Ressourcen näher bringen. In der Aula der Realschule setzten sich die Schüler der Jahrgänge 5 bis 10 anhand von Videobeiträgen und in Diskussionen mit nachhaltiger Rohstoffnutzung auseinander.

„REdUSE“, das steht für „reduce“, „reuse“ und „recycle“ – also reduzieren, wiederverwenden und recyceln. Dies sind die Anliegen einer Bildungskampagne der Träger „die Multivision“, der Verbraucherzentrale NRW und der Entwicklungsorganisation Oxfam, die für drei Jahre durch weiterführende Schulen in Deutschland tourt.

Ressourcenschonung geht jeden an

„Ressourcenschonung ist ein Thema, das uns alle angeht und interessieren sollte“, erklärte Moderator Holger Krohn den Schülern der Realschule. „Ihr seid noch jung. Eure Lebensqualität wird in hohem Maße von dem Zustand des Planeten abhängen. Deshalb seid ihr genau die richtigen Ansprechpartner für dieses Thema“, so Krohn.

Anhand anschaulicher Bilder, Graphiken und eines Videobeitrags brachte „REdUSE“ den Schülern die Bedeutung von Ressourcen für ihren Alltag näher. Was sind eigentlich Ressourcen? Eine Frage, die die Schüler gemeinsam schnell beantworten konnten. „Ressourcen sind Rohstoffe, die wir dem Planeten entnehmen, um Produkte herzustellen“, fasste der Moderator die Beiträge zusammen.

Aber wer von ihnen hatte am selben Tag eigentlich schon Ressourcen genutzt? Diese Frage machte die Schüler stutzig. Nur ein paar Hände gingen hoch. „Wer von euch hat denn heute Morgen Wasser benutzt? Wasser ist eine der wichtigsten Ressourcen“, bemerkte Krohn. Daraufhin gingen alle Hände hoch.

Reduzieren und recyclen

Das Wasser, mit dem wir duschen, das Erdöl, aus dem unsere Zahnbürste hergestellt wird oder das Getreide in unserem Brot. All diese Dinge sind Ressourcen. „Jeder von uns braucht Rohstoffe. Jeden Tag, rund um die Uhr. Ob wir wollen oder nicht“, erklärte der Moderator. Waren es in der Steinzeit gerade mal drei Kilogramm, so kommen wir heute auf 44kg trockene Rohstoffe pro Person pro Tag.

„Wir verhalten uns so, als ob alles immer da wäre. Dabei kann die Erde bei unserem Verbrauch nicht mithalten“, so Krohn. 80Prozent der Dinge, die produziert werden, landen bereits nach 6 Monaten auf dem Müll. An dieser Stelle greifen die drei Prämissen der Kampagne, „reduce“, „reuse“, „recycle“.

Nachhaltige Rohstoffnutzung

Die Schüler brachten ihre eigenen Ideen in die Präsentation ein. „Lebensmittel, die man nicht verbraucht, kann man spenden“, schlug ein Schüler vor. „Ich nähe gerne. Ich verarbeite oft meine alten Klamotten zu neuen Kleidungsstücken“, erzählte eine andere Schülerin.

Weitere Möglichkeiten für die nachhaltige Rohstoffnutzung sind der Kauf von recycelten Schulheften oder Klopapier, der Verzicht auf Plastikverpackungen und natürlich die Mülltrennung.

Kampagnenträger Oxfam funktioniert außerdem als Abnehmer gut erhaltener Kleidung oder Spielsachen.


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