Lust auf Lektüre geweckt Jugendbuchautorin Kristina Dunker las vor Realschülern

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Inmitten ihrer jugendlichen Leser: Autorin Kristina Dunker (Mitte) war zu Gast an der Realschule Georgsmarienhütte.
Foto: Petra PieperInmitten ihrer jugendlichen Leser: Autorin Kristina Dunker (Mitte) war zu Gast an der Realschule Georgsmarienhütte. Foto: Petra Pieper

Georgsmarienhütte. Die Jugendbuchautorin Kristina Dunker las in der Aula der Realschule Georgsmarienhütte aus ihren Erzählungen „Anna Eisblume“ und „Sommergewitter“.

Für Tobias und Patrick wie auch die meisten anderen Schüler des 8. Jahrgangs der Realschule Georgsmarienhütte war es die erste Autorenlesung: Dank der finanziellen Unterstützung durch den schulischen Förderverein begegneten sie der Schriftstellerin, deren Buch sie im Unterricht lesen, persönlich. Nach der Lesung stellte sich Kristina Dunker freimütig den Fragen der Jungen und Mädchen und signierte mitgebrachte Bücher.

Überhaupt traf die Mittvierzigerin sogleich den richtigen Ton, als sie ihren jungen Zuhörern erzählte, wie sie ans Schreiben gekommen war: In einem eher öden Urlaub mit den Eltern heiterte sich die damals 17-Jährige auf, indem sie ihre Idealvorstellungen eines gelungenen Urlaubs in einer Erzählung zu Papier brachte, Liebesgeschichte inbegriffen. Das gelang ihr so überzeugend, dass ein Verlag das Manuskript der jungen Autorin kaufte und veröffentlichte.

Über 85 000 Mal verkauft

Auch mit ihren anderen Veröffentlichungen ist Dunker sehr erfolgreich: „Sommergewitter“, ein Roman über die Zerbrechlichkeit scheinbar felsenfester Freundschaften, wurde allein in Deutschland schon über 85 000 Mal verkauft. Auch der Jugendroman „Anna Eisblume“ läuft gut, denn, so Deutschlehrerin Ulrike Leidecker: „Das Buch spricht Themen, die jeden jungen Menschen bewegen, wie Freundschaft und erste Liebe, Mobbing und Gewalt, Probleme in der Familie oder in der Schule, ganz offen an.“ Zudem mache die überschaubare Seitenzahl das Buch zu einer geeigneten Schullektüre.

In der Tat gelang es Dunker, mit wenigen gezielten Strichen ein überzeugendes Bild der Situation von „Anna Eisblume“ zu zeichnen, die eigentlich Anna Orchidee heißt und ein viel empfindsameres Wesen hat, als es ihre zur Schau getragene Coolness vermuten lässt. Dass ihr geliebter Vater unter Demenz leidet, möchte die Fünfzehnjährige am liebsten verheimlichen. Ihre Ausreden führen dazu, dass ihre Mitschüler sie für eine gerissene Lügnerin halten. Der Konflikt schaukelt sich hoch und droht auch die sich anbahnende Beziehung zu dem netten Kollo zu stören. Wie die beiden dann in einer bedrohlichen Situation zueinanderfinden, verfolgten die Achtklässler mit großer Aufmerksamkeit.

„Sie hat richtig ausdrucksstark gelesen“, bewunderte David die Intensität, mit der Dunker ihre Geschichten nicht nur vorlas, sondern jeden einzelnen der Charaktere in Stimmlage, Gestik und Mimik darstellte. Auch Caroline und ihre Freundin waren so begeistert, dass sie nicht nur die Schullektüre „Anna Eisblume“ lesen, sondern sich in ihrer Freizeit auch dem längeren Roman „Sommergewitter“ widmen werden.


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