Vier Stunden gute Laune Prunksitzung der Fidelio mit „Best of“-Programm

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Klassischer Programmpunkt: Die Tanzgarde der Karnevalistischen Gesellschaft Fidilio bewies auch beim Gardetanz ihr Können. Fotos: Ullrich SchellhaasKlassischer Programmpunkt: Die Tanzgarde der Karnevalistischen Gesellschaft Fidilio bewies auch beim Gardetanz ihr Können. Fotos: Ullrich Schellhaas

Georgsmarienhütte. „Mit Jubel, Trubel, Heiterkeit in die fünfte Jahreszeit“ - unter diesem Motto steht die närrische Session der Ersten Karnevalistischen Gesellschaft (KG) Fidelio in Kloster Oesede. Unter diesem Motto hält der Verein auch seine rund vier Stunden lange Prunksitzung im Saal Steinfeld ab.

Spätestens, als beim Finale mit dem GMHütte-Lied nahezu alle der über 200 Besucher von ihren Sitzen aufstanden und aus vollem Hals mitsangen, oder als beim letzten Programmpunkt der ganze tanzte, oder als die Besucher immer wieder Zugaben von den Künstler forderten, wussten die Verantwortlichen, dass sie auch im Jahr 2019 mal wieder alles richtig gemacht haben. Allzu schwer war das freilich nicht, denn der Abend bestand eigentlich nur aus Höhepunkt der vergangenen Jahre, war also eine Art „Best of“-Programm. Dass daran so gar nichts falsches ist, bewies die gute Laune der Gäste.

Eigene Gewächse

Prinzessin Doris I. Sprenger und Prinz Ralf I. Mentrup sind in diesem Jahr das Prinzenpaar der KG. Sie grüßten ihre närrischen Untertanen nicht wie sonst üblich von der Bühne, sondern von vor der Bühne. Denn der Prinzgemahl der Prinzessin sitzt im Rollstuhl. „Ich habe zwar schon einige Prinzenpaare hier im Verein gesehen, aber noch nie einen der so stolz auf die Königswürde gewesen ist, wie unser Ralli“, sagte Sitzungs- und Vereins-Präsident Sascha Titgemeyer.


Er leitete die Prunksitzung gewohnt souverän und ließ sich auch aus kleineren Pannen im Ablauf nicht aus der Ruhe bringen. „Ach die sind noch gar nicht so weit?“, fragte er etwa spontan, als der Aufbau eines Künstlers noch nicht ganz abgeschlossen war – im Gegensatz zu seiner Anmoderation. „Na dann schunkeln wir doch einfach noch ein bisschen.“ Viel Applaus ernteten auch seine wiederholten „Stimmung“-Rufe, bei denen er stets etwas Konfetti aus den Taschen seines Jackets holte und von der Bühne warf.



Die Tanzgarde

Gleich drei Programmpunkte bestritt die Tanzgarde der KG. Beim Gardetanz warfen die sechs Mädchen zwar in klassischen Kostümen die Beine, hatten dazu aber die moderne Musik der Fluch der Karibik-Filmreihe gewählt. Später zeigten sie zu Musik aus dem Film Footloose, dass sie auch Rock'n'Roll können. Und schließlich bewiesen Anna Dreier und Cosima Hartmann-Hilter mit ihrer Steptanz-Nummer, dass sie den Titel der deutschen Junioren-Weltmeister damit im vergangenen Herbst völlig zu Recht geholt hatten.


Bunte Show

Gleich drei Programmpunkte hatten die Organisatoren für Show-Einlagen im weitesten Sinn reserviert. Den Auftakt machten De Mukeköpp aus Düsseldorf. Das Trio gab Stimmungs- und eigene Schlager zum Besten und heizte die Stimmung im Saal gut vor.



Ebenfalls ein alter Bekannter in Kloster Oesede ist Sammy Tavalis, der mit seiner Comedy-Travestie wieder einmal sein Talent für Albernheiten unter Beweis stellte. „Ich hoffe, sie erinnern sich nicht mehr an meine früheren Auftritte hier“, sagte er während seines Programms, „denn ich mache immer noch das gleich, nur in anderer Reihenfolge.“ Das taten Besucher zwar, waren sich aber trotzdem einig, dass Auftritt des Künstlers immer wieder ein karnevalistischer Höhepunkt sind.



Als letzter Programmpunkt hatte die laut Eigenbeschreibung Parodontistin und Ententrainerin Ellen Obier leichtes Spiel. Mit Perücken, unterschiedlicher Körpersprache und enorm wandlungsfähiger Stimme bracht sie zunächst Stars wie Tina Turner, Cher oder Helene Fischer auf die Bühne, bevor sie im finalen Schlagermedley oder mit eigenem Song in der Zugabe überzeugte.



Büttenreden

Seit Jahren in Kloster Oesede gern gesehen ist Büttenrednerin Herta, die auch in diesem Jahr, obwohl kurzfristig für einen verhinderten Kollegen eingesprungen, mit ihren Geschichten über das Leben mit Hochzeitsgeschenk Ambrosius begeisterte. Die Bitte von Sascha Titgemeyer, diesen doch einmal mitzubringen, beschied sie dennoch abweisend: „Der ist ja gar nicht Tageslicht-tauglich“, sagte sie.



Auch De bonte Pitter brachte mit seinen Pointen den Saal rasch auf seine Seite. „Wenn Du heute beim Arbeitsamt kündigst, bist du morgen wieder da“ witzelte er etwa oder fragte, ob ein Schäfer, der seine Tiere schlägt, eigentlich ein Mähdrescher sei. 




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