Stammtisch zur GMHütter Stadtgeschichte Lesung und Vortrag zu einzigartiger Begebenheit der NS-Zeit

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Lesung und Vortrag mit dem Osnabrücker Autor Christian Hardinghaus, der die tragische Familiengeschichte des Soldaten und Augenarztes Helmut Machemer in zwei Büchern verarbeitet hat. Foto: Kulturbüro/HardinghausLesung und Vortrag mit dem Osnabrücker Autor Christian Hardinghaus, der die tragische Familiengeschichte des Soldaten und Augenarztes Helmut Machemer in zwei Büchern verarbeitet hat. Foto: Kulturbüro/Hardinghaus

Georgsmarienhütte Eine tragische Familiengeschichte und eine einzigartige historische Begebenheit stehen am kommenden Dienstag, 15. Januar, ab 18 Uhr im Mittelpunkt des „Stadtgeschichtlichen Stammtisches“ im Saal Niedersachsen des GMHütter Rathauses.

Der Osnabrücker Autor Christian Hardinghaus schildert beim „Stadtgeschichtlichen Stammtisch“ im Rahmen einer Lesung sowie eines Vortrages die Geschichte des Frontarztes Helmut Machemer, der im Zweiten Weltkrieg für die Arisierung seiner Familie kämpft.

Bestseller-Roman und Sachbuch

Der aus dem westfälischen Münster stammende Augenarzt zieht 1939 freiwillig in den Krieg. Durch besondere Tapferkeitsauszeichnung an der Ostfront will er eine Ausnahmeregelung in der Rassengesetzgebung der Nationalsozialisten erzwingen und Adolf Hitler dazu bewegen, seine „halbjüdische“ Ehefrau Erna und seine drei Mischlingssöhne „arisieren“ zu lassen. Die tragische Familiengeschichte bildet den einzigen bekannten Fall, in der eine solche „Deutschblütigkeitserklärung“ zur Anwendung kam.

Hardinghaus hat zusammen mit Hans Machemer, dem heute 85-jährigen Sohn des Arztes, dessen Familiengeschichte erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und im Sachbuch „Wofür es lohnte, das Leben zu wagen“ zusammengetragen. Darauf aufbauend, schrieb Hardinghaus den Bestseller-Roman „Ein Held dunkler Zeit“, der im historischen Osnabrück spielt.

Fotos und Filme

Aus beiden Büchern wird der Osnabrücker Autor lesen und zusätzlich in einem Vortrag bislang nie gesehene Fotos und Filme von der Ostfront, die Machemer damals zum Teil unter Lebensgefahr anfertigte, zeigen. Weitere Informationen zum „Stadtgeschichtlichen Stammtisch“ erhalten Interessierte bei Johannes Börger vom Kulturbüro der Stadt GMHütte unter der Telefonnummer 05401/85017.


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