GMHütter Meisterschaft im Eisstockschießen Wasser auf dem Eis sorgt für schwierige Verhältnisse beim Eisstockschießen

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Dabei sein und Spaß haben war das Motto der meisten Teams bei der Vorrunde der achten Meisterschaft im Eisstockschießen in Georgsmarienhütte. Und es galt auch für Petra Leßmann, Jutta Schunk und Cordula Turner vom Team Powerstockenten. Foto: Claudia SarrazinDabei sein und Spaß haben war das Motto der meisten Teams bei der Vorrunde der achten Meisterschaft im Eisstockschießen in Georgsmarienhütte. Und es galt auch für Petra Leßmann, Jutta Schunk und Cordula Turner vom Team Powerstockenten. Foto: Claudia Sarrazin

Georgsmarienhütte. Bereits zum achten Mal startet die Georgsmarienhütter Meisterschaft im Eisstockschießen im Oeseder Zentrum. Am Donnerstag galt das Motto: „Gewinnen ist reine Glückssache“. Wir waren trotzdem auf der Suche nach dem "perfekten Winkel."

Donnerstagabend, Nieselregen, milde Temperaturen. Rund um die Eisbahn im Oeseder Zentrum ist kein Platz mehr frei. An diesem Vorrundenspieltag spielen 20 Teams auf zwei Bahnen um den Tagessieg und somit den Einzug ins Finale am Samstag, 5. Januar. 

Besondere Herausforderung: Aufgrund der milden Temperaturen stand beim Eisstockschießen am Donnerstag das blanke Wasser auf der Eisbahn und bremste die Eisstöcke brutal aus. Foto: Claudia Sarrazin


Doch die milden Temperaturen machen den Spielern zu schaffen, auf der Eisbahn hat sich eine Wasserschicht gebildet. Die ist unter anderem für die „Zapfenschmelzer“ eine echte Herausforderung. „Wir konzentrieren uns auf das letzte Spiel“, erklärt Martin Kuckmeyer, schließlich würden sie ja wegen des Spaßes an der Sache mitmachen. Matthias Kuckmeyer hat noch einen Techniktipp: „In die Hocke gehen und den Eisstock vorne leicht anheben, dass er auf dem Wasserfilm gleitet.“ Soweit die Theorie.  

Das rote Feld und darin die Daube, ein Holzwürfel, sind das Ziel beim Eisstockschießen. In Georgsmarienhütte laufen gerade die Vorrunden der achten Eisstockmeisterschaft. Foto: Claudia Sarrazin


Die Praxis sieht an diesem Abend anderes aus: Viele Eisstöcke werden vom Wasser brutal ausgebremst. Thomas Hahn von der Konkurrenz, dem in Bademänteln antretendem Saunaclub, attestiert den „Zapfenschmelzern“: „Die schießen wirklich einen eleganten Eisstock.“ Doch an diesem Tag nutze das nichts. Er selbst versuche zu erreichen, dass der Stock nicht zu stark und plan aufsetze, so Hahn: „Doch heute ist das wie Roulette spielen.“

Gar nicht so einfach war es am Donnerstag bei der Meisterschaft im Eisstockschießen in Georgsmarienhütte den Stock gut auf dem Eis zu platzieren. Hier in Aktion: Guido Hülsmann, während Teamkollege Markus Weseler und zwei Spieler der gegenerischen Mannschaft genau zuschauen. Foto: Claudia Sarrazin

Die vier Männer in Bademänteln gehörten bereits 2011 zu den 80 Mannschaften, die bei der ersten Eisstockmeisterschaft in Georgsmarienhütte an den Start gingen. In diesem Jahr treten sie als eine von 480 Mannschaften an. „Heute ist gewinnen reine Glückssache“, bestätigt auch Martin Schmitz. Wie gut, dass die Bademantelträger vor allem mitmachen, um Spaß zu haben. Eine Runde weiter, ins Viertelfinale kommen sie trotzdem.

Gut gelaunt, auch als Zuschauer: Das Team der Sparkasse Oesede das mit Olaf Düsterberg, Kerstin Raabe, Andreas Frick und Simon Brunsen an den Start ging. Foto: Claudia Sarrazin

Die „Zapfenschmelzer“ gehen nach ihrem Aus erst einmal ein Bier trinken. Ebenfalls ausgeschieden und dennoch guter Dinge ist das Team der Sparkasse Oesede. Simon Brunsen erklärte grinsend, wie der Eisstock eigentlich gut ins Zielfeld schießen müsste: „Leicht von oben werfend, aus den Knien kommend und mit Schwung aus der Schulter.“

Bei der Eisstockmeisterschaft in Georgsmarienhütte sind die meisten Mannschaften nicht nur mit Spaß bei der Sache, sondern tragen teilweise auch besondere Requisiten: Die Powerstockenten ihre Quietscheenten. Foto: Claudia Sarrazin

Derweil stehen die „Powerstockenten“ Viertelfinale und freuen sich riesig – bis das Elfmeterschießen ansteht. Zunächst will keine der Frauen zum Stock greifen. Am Ende gewinnen sie 3:1. Und erläutern auf Nachfrage ihren Namen: „Wir heißen so, weil wir zusammen walken, und weil heute Nikolaus ist, tragen wir zu unseren Enten auch noch Nikolausmützen“, erklärte Monika Motzek den besonderen Halsschmuck bestehend aus Quitscheenten und die Kopfbedeckung der Frauen.

Während des Spiels stellten die "Weißbierfreunde on Ice" ihre Gläser kurz beiseite. Foto: Claudia Sarrazin

Nun sind die „Weizenfreunde on ice“ dran und machen ihrem Namen aller Ehre: Sie müssen zunächst außerhalb der Bahn einen Platz für ihre vollen Weizengläser finden. Für die Männer steht der Spaß im Vordergrund. Ihre Gegner sind ehrgeiziger. Sie versuchen, den perfekten Winkel für den nächsten Wurf zu finden. Die Filzhuträger und Weizenfreunde beratschlagen sich zwar auch, gehen die Sache aber wesentlich lockerer an - und kommen damit weiter.

Alexander Scher, Stefan Ballmann und Mathias Marquardt vom Team "Weizenfreunde on Ice" bei der achten Georgsmarienhütter Meisterschaft im Eisstockschießen. Foto: Claudia Sarrazin

Im Halbfinale treffen die Weizenliebhaber auf die Powerstockenten, von denen Cordula Turner nach einem anderen Spiel festgestellt hatte: „Die Männer haben uns erst nicht so ganz ernst genommen.“ Doch im Halbfinale stimmt die Chemie zwischen den Teams. Die Bahn ist jedoch noch nasser und glatter geworden. Die größte Herausforderung ist es nun, nicht auf dem Eis auszurutschen und hinzufallen. Nicht jedem gelingt es auf beiden Beinen stehen zu bleiben, und auch diesmal werden gerade die eigentlich  „guten Schüsse“ nach nur wenigen Metern vom Wasser ausgebremst. Dennoch bleibt es spannend. Am Ende gewinnen die Nikolausmützenträgerinnen, auch wenn die Männer vorher betont hatten: „Unsere Hüte sind unser Glücksbringer.“

Mathias Marquardt vom Team "Weizenfreunde on Ice" in Aktion. Foto: Claudia Sarrazin

Im Finale stehen nun Männer im Bademantel und Frauen mit Nikolausmützen. „Auf ein gutes Finale“, wünscht Martin Schmitz,  den Frauen. Dann muss er kurz darauf zusehen, wie sein Eisstock direkt vorm Ziel stoppt. Es gelangt nur jeweils ein Eisstock pro Mannschaft ins Zielfeld. Das bedeutet wieder: Elfmeter. Es bleibt spannend. Am Ende holt Guido Hülsmann den Siegpunkt. Die Bademantelträger vom Saunaclub sind im Finale.  

Spannendes Finale: Das Team der Powerstockenten trat gegen den Saunaclub an: Cordula Turner, Petra Leßmann, Monika Motzek, Rita Rüth, Markus Wesele, Thomas Hahn und Martin Schmitz sowie Jutta Schunk (von links). Foto: Claudia Sarrazin


Erinnerungsfoto unter der Anzeigetrafel. Mit diesem Foto der Tagessieger Markus Wesele, Guido Hülsmann, Martin Schmitz und Thomas Hahn endete am Donnerstag der Abend auf der Eisbahn in Oesede. Foto Claudia Sarrazin



Die Eisstockmeisterschaft in Georgsmarienhütte

Seit Montag, 19. November 2018 heißt es im Oeseder Zentrum wieder „GMHütte on Ice“. Bei der Georgsmarienhütter Meisterschaft im Eisstockschießen steht die Eisfläche an 25 Abenden ganz im Zeichen von Eisstock und Daube. In diesem Jahr wird das Turnier mit 480 Teams gespielt, wobei ein Team aus vier bis sieben Mitspielern bestehen kann. Insgesamt gehen in diesem Jahr somit rund 3.000 Personen am Start. 

Ziel ist es, die Eisstöcke möglichst nahe an die „Daube" zu platzieren. Dabei dürfen natürlich - es ist sogar ausdrücklich erwünscht und erhöht den Spaßfaktor - mit dem Eisstock die Eisstöcke der Gegner weggekickt werden. Je nachdem, wie viele Eisstöcke von welcher Mannschaft der Daube am nächsten liegen, werden entsprechende Punkte vergeben. Jeder Wurf ist somit entscheidend und kann dem Spiel jederzeit eine andere Wendung geben. 

Pro Vorrundenspieltag spielen jeweils 20 Teams auf zwei Bahnen um den Tagessieg. Alle Tagessieger  spielen im Turnierfinale am Samstag, 5. Januar, um 19 Uhr um den Sparkassen-Cup 2018. Halbfinalspieltage gibt es nicht mehr. Mehr Informationen stehen auf www.stadtmarketing-georgsmarienhuette.de.

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