Stadt plant multifunktional GMHütte prüft Nutzung der Realschul-Sporthalle für Veranstaltungen

Meine Nachrichten

Um das Thema Georgsmarienhütte Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Gute Zeiten: ,„The Beat“ heizte den GMHütter Oldie-Freunden im Oktober 2009 in der Turnhalle der Realschule ein. Rund 2000 Besucher passen in die Halle. Foto: Elvira PartonGute Zeiten: ,„The Beat“ heizte den GMHütter Oldie-Freunden im Oktober 2009 in der Turnhalle der Realschule ein. Rund 2000 Besucher passen in die Halle. Foto: Elvira Parton

Georgsmarienhütte Die Haushaltsberatungen und der anstehende Bürgermeisterwahlkampf bringen einiges in Bewegung: So ist im Finanzausschuss am Dienstagabend auch die künftige Nutzung einer Sporthalle für Veranstaltungen thematisiert worden. Schon 2020 könnte es hier eine Lösung geben.

Das Problem ist seit vielen Jahren bekannt: Die Stadt verfügt über keine geeignete Location, in der Veranstaltungen mit mehr als knapp 300 Besuchern durchgeführt werden können. Erst kürzlich ist dieses Kapazitätsmanko wieder deutlich geworden: Alle Vorstellungen des Winterstücks der Waldbühne Kloster Oesede sind in diesem Jahr schon im Vorfeld ausverkauft, da aufgrund der Brandschutz-Vorgaben nur 250 Personen in der Realschul-Aula zugelassen sind.

Früher bis zu zu rund 2000 Besucher

Auch bei „Rock in der Region“ musste GMHütte, seit mehr als 30 Jahren traditionell Ort eines Vorentscheidungs-Termins des Nachwuchswettbewerbs, diesmal passen. Da in der Alten Wanne für den oberen Saal kein zweiter Fluchtweg besteht, ist die Kapazität auf 50 Personen begrenzt – inklusive der Mitglieder hier auftretender Bands.

Seit vor einigen Jahren beschlossen wurde, die Sporthallen aufgrund aufgetretener Schäden an den Hallenböden nach öffentlichen Nutzungen nicht mehr für Veranstaltungen zur Verfügung zu stellen, ist bei rund 250 Personen, die in der Realschul-Aula beziehungsweise im großen Saal des Rathauses Platz finden, Ende der städtischen Möglichkeiten. Jetzt zeichnet sich möglicherweise eine Lösung ab.

Die Realschul-Sporthalle, in der bis 2009 zum Beispiel regelmäßig die „Oldie-Fete“ mit bis zu rund 2000 Besuchern stattfand, könnte wieder für Veranstaltungen reaktiviert werden. CDU-Bürgermeisterkandidat Christoph Ruthemeyer hatte kürzlich im Fachausschuss für Bildung, Sport, Gebäudemanagement, Soziales und Jugend in die Diskussion gebracht, zu ermitteln, welche Maßnahmen nötig wären, um die Realschulsporthalle auch als Veranstaltungs-Location zu nutzen.

Dienstagabend im Finanzausschuss ist es die SPD-Fraktionsvorsitzende Annette Jantos gewesen, die das Thema aufgriff, als dort die 455000 Euro beraten wurden, die im Haushalt 2019 für die energetische Sanierung der Realschul-Sporthalle vorgesehen sind: „Sollten wir nicht prüfen, ob sich die Halle auch für andere Veranstaltungen nutzen lässt“, stellte sie angesichts vorgesehener Ausgaben von insgesamt 235000 Euro in den Folgejahren.

Pohlmann: Fünf bis sechs Termine im Jahr

Bürgermeister Ansgar Pohlmann wies darauf hin, dass die Verwaltung seit Längerem an dem Thema dran ist: „Vor weiteren Arbeiten im Innern der Halle werden wir ermitteln, mit welchem Aufwand dort größere Veranstaltungen möglich sind.“ Allerdings beziehe sich das aus seiner Sicht auf „fünf bis sechs Termine“ im Jahr, da es sonst Konflikte mit der Nutzung durch Sportvereine gebe.

Ursprünglich sei auch die Sporthalle der Michaelisschule, die vor Jahrzehnten auch regelmäßig für Konzerte genutzt wurde, als mögliche Veranstaltungsalternative im Gespräch gewesen. Aber wegen des anstehenden Neubaus der Grundschule gebe es eine Präferenz für die Realschul-Sporthalle.

Auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Martin Dälken sprach sich für den Standort als Veranstaltungsmöglichkeit aus: „Die Lage ist gut geeignet, da es hier so gut wie keine direkten Anwohner gibt, und bei größeren Terminen niemand gestört würde.“

Schon 2020 könnte sich hier was tun.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN