Acht Millionen für GMHütter Tiefbau Kreisel am Harderberger Pennymarkt wird entschärft

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Vor allem für LKWs ein Problem: der Keisel an der Brüsseler Straße mit Penny-Markt und Tankstelle. Hier soll unter anderem der Radius durch eine Verkleinerung der Mittelinsel und Reduzierung der Randflächen vergrößert werden. Foto: Jörn MartensVor allem für LKWs ein Problem: der Keisel an der Brüsseler Straße mit Penny-Markt und Tankstelle. Hier soll unter anderem der Radius durch eine Verkleinerung der Mittelinsel und Reduzierung der Randflächen vergrößert werden. Foto: Jörn Martens

Georgsmarienhütte. Seit der Eröffnung des Harderberger Penny-Marktes an der Brüsseler Straße im Frühjahr vergangenen Jahres ist die Kritik an der Situation am dortigen Kreisverkehr lauter geworden, da hier zum Beispiel keine sichere Überquerung zum Einkaufsmarkt gegeben ist. Jetzt soll der Kreisel für 480.000 Euro umgebaut werden – auch vor dem Hintergrund der ab 2020 erfolgenden Brückenerneuerungen.

Die Summe hat es in sich: Auf insgesamt rund acht Millionen Euro summieren sich die geplanten Vorhaben im Fachbereich Stadtplanung, Bau, Umwelt und Verkehr für das kommende Jahr. Rund 60 geplante Maßnahmen stehen im Baubereich auf der Investitionsliste. Über deren Umsetzung und Priorität wird derzeit im Zuge der Haushaltsberatungen diskutiert.

Pohlmann: Kreiselradius muss erweitert werden

Größte Einzelpositionen sind die 1,3 Millionen Euro für die Fahrbahnerneuerung der Niedersachsenstraße, deren Sanierung eine Gemeinsamkeit mit ebenfalls 2019 vorgesehenen Umgestaltung des Kreisels Brüsseler Straße hat: Beide Maßnahmen stehen in Zusammenhang mit den ab 2020 anstehenden Brücken-Neubauten auf der Bundesstraße 51 im Bereich Oesede sowie an der Schulstraße über die B 68.

Fachbereichsleiter Torsten Dimek bei den Beratungen im Fachausschuss: „Für beide Vorhaben gilt, dass sie bis 2020 abgeschlossen sein müssen, damit die Niedersachsenstraße und die Brüsseler Straße dann während der insgesamt mehr als dreijährigen Brücken-Bauzeiten für die notwendige innerörtliche Leitung des Lkw-Verkehrs genutzt werden können.“

Darauf hat auch Bürgermeister Ansgar Pohlmann vergangene Woche in der Ausschuss-Sitzung hingewiesen. Mit Blick auf die Situation am Kreisverkehr Brüsseler Straße führte er aus: „Der Schwerverkehr kann nur problemlos über diesen Bereich geführt werden, wenn der Radius erweitert wird.“ Schon jetzt würden die Laster mit ihren Hinterreifen häufiger auf die Mittelinsel geraten und die dortigen Verkehrsschilder beschädigen.

Um die Situation zu verbessern, sei es notwendig, den Mittelbereich zu verkleinern beziehungsweise außen durch die Verkleinerung der Randflächen mehr Platz zu gewinnen. Das soll 2019 in Angriff genommen werden.

CDU für mehrere Bauabschnitte

Die CDU-Fraktion hat allerdings beantragt, zur Senkung der Kosten in Höhe von 480.000 Euro die Umgestaltung des Kreisverkehrs in mehreren Bauabschnitte zu realisieren. Unions-Vertreter Stephan Sprekelmeyer: „Auch wir sehen hier Handlungsbedarf. Vor allem muss schnell eine sichere Querung zwischen Tankstelle und Pennymarkt geschaffen werden, um die Situation der Fußgänger zu verbessern.“ Auch die Gehwegplatten im nördlichen Bereich müssten ausgetauscht werden.

Die vorgesehenen Gesamtkosten von knapp einer halben Million Euro könnten aus CDU-Sicht aber reduziert werden. Deshalb wird vorgeschlagen, die Ausführungsplanung weiter zu verfolgen, aber außer den beiden dringenden Punkten noch nicht mit der Umsetzung zu beginnen.

Kritik gab es hier vom Harderberger SPD-Vertreter Peter Kompa: Das muss in einer großen Maßnahme in einem Zug gemacht werden, statt in mehreren Schritten.“ Diese Einschätzung unterstützte auch Linke-Ratsmitglied Jörg Welkener bei: „Hier gilt, ganz oder gar nicht.“ Etwas anderes sei auch keinem Bürger zu vermitteln.

Zu den vorgesehenen weiteren größeren Investitionen zählen das mit einer Millionen Euro bei den Hochwasserschutz-Projekten veranschlagte Rückhaltebecken Gartmannsbach II, die begonnene Erneuerung der Von-Galen-Straße (770.000 Euro) sowie die Sanierung von Wiesenbach (750.000) und Blumental (650.000), die Verbesserung der Oberflächenentwässerung Im Mühlenbruch (450.000), die Realisierung neuer Bus-Wartehallen (394.000) oder die Umsetzung der im Naherholungskonzept Kloster Oesede vorgesehenen Punkte Kulturweg (134.000) und Parkplatz Waldbühne (185.500).

Anträge der Fraktionen

Die CDU hat beantragt, den Endausbau Am Boberg (550.00 Euro) komplett um ein Jahr zu verschieben. Blumental und Wiesenbach sollen nach ihrem Vorschlag nicht erneuert werden, und der hier beim Eigenbetrieb Abwasser für die Fahrbahnwiederherstellung vorgesehene Ansatz entsprechend angepasst werden. Auch die beabsichtigte Freilegung des Winchenbrinkbachs will die CDU auf 2020 verschieben, da hier die benötigten Flächen aktuell nicht zur Verfügung stünden. Außerdem wird von der Unions-Fraktion die Vorlage eines Langzeitkonzeptes für die Brückensanierungen gefordert.

Vonseiten der SPD/FDP-Gruppe sind unter anderem 500.000 Euro für ein Wohnraumförderung-Programm beantragt worden. Außerdem sollen 15.000 Euro für die Erneuerung von Parkplatzmarkierungen vorgesehen sowie drei mobile Dialogdisplays für Geschwindigkeits- und Lärmmessungen angeschafft werden. Beim Stellenplan wollen SPD und FDP Mittel für einen Klimaschutzmanager sowie den Bedarf für die Verbesserung der Grünpflege durch zusätzliche Gärtnerstellen berücksichtigt wissen.

Die Grünen-Fraktion hat beantragt, ausreichende Mittel für die Lärmschutzwand an der B51 vorzusehen, und die 10.000 Euro an städtischem Zuschuss für den Waldwegeausbau zu streichen. Fraktionsvorsitzender Robert Lorenz: „Das ist nicht Aufgabe der Kommune, sondern der Waldbauern.“

Die Etatansätze werden abschließend am kommenden Dienstag, 4. Dezember, im Finanzausschuss beraten. Die Verabschiedung des Haushalts 2019 steht Mitte Dezember auf der Rats-Tagesordnung.


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