Adventskalender einmal anders media.lab in der GMHütter Jugendbibliothek

Anregungen und technische Unterstützung bei der Gestaltung eines digitalen Adventskalenders erhielten die Teilnehmer des media.labs in der Stadtbibliothek Georgsmarienhütte. Foto: Petra PieperAnregungen und technische Unterstützung bei der Gestaltung eines digitalen Adventskalenders erhielten die Teilnehmer des media.labs in der Stadtbibliothek Georgsmarienhütte. Foto: Petra Pieper

Georgsmarienhütte. Süße Schokolade hinter bunt bedruckten Papptürchen? Natürlich kann man einen Adventskalender einfach kaufen. Es geht aber auch anders: Fünf Sechstklässler beugen sich konzentriert über den Rechner im media.lab der Stadtbibliothek, an dem sie einen digitalen Adventskalender erstellen.

„Lab“ ist die Abkürzung für Labor, media.lab bedeutet, dass Kinder und Jugendliche in ihrer Freizeit unter Anleitung Gestaltungsmöglichkeiten mit digitalen Medien erproben. Generelles Ziel der regelmäßig stattfindenden media.lab-Termine ist es, die jungen Leuten im Umgang mit digitalen Hilfsmitteln bei der Verwirklichung eigener Ideen zu fördern. „Bevor sie auf Teufel komm raus googlen, ist es wichtig, dass sie erst einmal selbst nachdenken“, unterstreicht Daniela Moormann-Meyer, freiberuflicher Kinder- und Jugendcoach für moderne Medien. Mit gezielten Fragen und Anregungen leitet sie die Jugendlichen bei der Verwirklichung ihres Projekts an.

„Der Beschenkte soll den Adventskalender mühelos öffnen können, also müssen wir überlegen, mit welchen Applikation eure Eltern oder Großeltern normalerweise umgehen“, weist sie ihnen den Weg. Es entsteht die Idee, dass man kurze adventliche Geschichten selbst vorlesen und aufnehmen könnte. Die Recherche im Bibliothekskatalog ergibt, dass entsprechende Bücher vorrätig sind. „Ihr solltet nur solche Geschichten auswählen, die ihr selbst cool findet“, rät Moormann-Meyer, „die klingen dann auch überzeugend“.

Als Medium für die Aufnahme empfiehlt die Fachfrau das Diktiergerät des eigenen Handys. „Die Qualität ist im allgemeinen sehr gut, wenn ihr an einem stillen Ort aufnehmt.“ Man könne auch mit verteilten Rollen, mit verschiedenen Stimmen oder Zusatzgeräuschen kleine Sketche erstellen, führen die Jungen die Idee weiter. „Oder wir wechseln Grußkarten, Geschichten und Songs miteinander ab.“  In der Vorwoche hatten schon einige der Teilnehmer mit "Scratch", einer visuellen Programmiersprache für Kinder, kleine Animationen und Spielsequenzen entwickelt. Eine andere Option ist die Bearbeitung von Musikstücken mit dem auf vielen Rechnern installierten Sprachrekorder. 

Medienkompetenz 

Das media.lab in der Stadtbibliothek, so Mitarbeiterin Cindy Wimschulte, ging im September an den Start und ist eine der ersten von insgesamt hundert Einrichtungen, die im Rahmen des Förderprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesbildungsministeriums bundesweit aufgebaut werden. Die Stiftung Lesen unterstützt das media.lab mit umfangreicher Medienausstattung, Tablets, Sitzsäcken und Workshop-Angeboten.

In dieser attraktiven Lernumgebung können die Teilnehmer nach ihren eigenen Vorstellungen zum Beispiel kleine Filme oder Radiospots drehen, Spiele testen oder eigene Videoblogs gestalten. Durch die Einbeziehung digitaler Medien werde zum einen die Medienkompetenz gestärkt, zum anderen könne mit dem niedrigschwelligen Zugang zum Lesen auch dem „Leseknick“ entgegengewirkt werden, der häufig in der Pubertät eintrete, hofft Wimschulte.


Das media.lab richtet sich an Jugendliche im Alter von 12-18 Jahren. 

Am Mittwoch, 28. November,  und Mittwoch, 12. Dezember, kann von 16 bis 18 Uhr nach Lust und Laune auf der Playstation 4  "gezockt" werden, am Montag. 3. Dezember, werden von 16 bis 18 Uhr weider Digitale Adventskalender gestaltet

Der Eintritt ist frei,eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Veranstaltungsort ist die Stadtbibliothek Georgsmarienhütte  an der Schoonebeekstraße 8. 

Infos unter stadtbibliothek-georgsmarienhuette.de


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