Die Region rockt ohne GMHütte Alte Wanne wegen Brandschutz nicht mehr Festival-Location

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Aus Brandschutzgründen  erstmals nicht einer der Veranstaltungsorte des jährlichen Band-Contests „Rock in der Region“: die Alte Wanne in Alt-GMHütte. Foto: Archiv/Michael GründelAus Brandschutzgründen erstmals nicht einer der Veranstaltungsorte des jährlichen Band-Contests „Rock in der Region“: die Alte Wanne in Alt-GMHütte. Foto: Archiv/Michael Gründel

Georgsmarienhütte Am Samstag startet die 32. Auflage von „Rock in der Region“. Bisher beim Newcomer-Wettbewerb der regionalen Musikszene gesetzt: GMHütte mit der Alten Wanne als Veranstaltungsort. Aber in diesem Jahr ist mit der Tradition erst einmal Schluss.

GMHüttes Jugendpflegerin Martina Möllenkamp hat Anfang der 90er als Sozialarbeiterin in der Alten Wanne gearbeitet und selber einige Jahre den lokalen „Rock in der Region“-Termin mit organisiert. „Das war immer ein Highlight!“, erinnert sie sich mit einem Strahlen auf dem Gesicht an die damaligen Zeiten und bedauert: „Schade, dass wir diesmal nicht dabei sein können.“

Keine passende Ersatz-Location

Eine im Frühjahr erfolgte Begehung des unter der Regie der Caritas laufenden Jugend- und Kulturzentrums in Alt-GMHütte hat zu einer Reduzierung der Besucherkapazität geführt. Da ein zweiter Fluchtweg im oberen Saal fehlt, sind hier jetzt nur noch rund 50 Personen gestattet.

GMHüttes Jugendpflegerin: „Die Zahl ist bei Rock in der Region schon durch die drei teilnehmenden Bands plus deren Begleitung so gut wie erreicht, bevor das Konzert überhaupt losgeht.“ Deshalb mache es aktuell keinen Sinn, das Festival in der Alten Wanne durchzuführen.

Ob sich die Situation in der Alten Wanne schnell ändert, ist eher fraglich. Seit Jahren steht fest, dass das unter Denkmalschutz stehende historische Gebäude dringend saniert werden muss. Zuletzt ist hier 2017 das künftige Raumkonzept diskutiert worden.

Dabei geht es zum Beispiel um die Frage, wie die seit Jahren nicht mehr genutzte Turnhalle dauerhaft für größere Jugendevents zur Verfügung stehen könnte. Passiert ist aber noch nichts, da weiter auf Zuschüsse des Landes gehofft wird.

Für das kommende Jahr sind von der Verwaltung jetzt 900000 Euro für Sanierungsmaßnahmen Alte Wanne im Etatentwurf vorgesehen. Welcher Betrag sich am Ende im Haushalt 2019 findet, hängt nun von der Politik ab. Mitte Dezember steht die Haushaltsverabschiedung auf der Rats-Tagesordnung.

Stock in Hagen neuer Standort

Sollte die Sanierung in Angriff genommen werden, wäre die Alte Wanne aber voraussichtlich ein bis zwei Jahre Baustelle und stände möglicherweise erst 2020 oder 2021 wieder für „Rock in der Region zur Verfügung. Vielleicht kommt aber als Zwischenlösung auch die Turnhalle der Alten Wanne ins Gespräch. Der „Rock in der Region“-Organisator Marco Gausmann vom Osnabrücker Musikbüro: „Das ist für uns durchaus ein interessanter Veranstaltungsort, wenn hier Konzerte problemlos möglich sind.“

Einen Ersatzort für die Alte Wanne hat er jedenfalls gefunden: Der Saal Stock in Hagen übernimmt den bisherigen GMHütter „Rock in der Region“-Termin. Marco Gausmann: „Der Verein ,Stockrock‘ ist sofort eingesprungen und durch die Konzerte, die er jedes Jahr durchführt, ein idealer Partner.“


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