B51-Vollsperrung wegen Oeseder Talbrücke GMHütte wird ab 2020 vier Jahre zur Brücken-Baustelle

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Georgsmarienhütte Der Hüttenstadt drohen problematische Verkehrszeiten: Nach den Plänen des Landesstraßenbauamtes soll die Oeseder B51-Talbrücke ab Februar 2021 erneuert werden. Zuvor muss am Harderberg auch ein Neubau der B68-Brücke an der Schulstraße erfolgen.

Damit hat GMHüttes Fachbereichsleiter Torsten Dimek nicht gerechnet, als Ende Oktober bei der Osnabrücker Geschäftsstelle der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr der Termin für die geplante Erneuerung der Oeseder Talbrücke anstand: Den überraschten Stadtvertretern ist dort eröffnet worden, dass auch ein Neubau der B68-Brücke über die Harderberger Schulstraße erforderlich ist. Hintergrund sind in beiden Fällen regelmäßige Untersuchungen zur weiteren Tragfähigkeit der Bauwerke. Von Februar 2020 bis Mitte 2024 wird GMHütte zur Brücken-Großbaustelle.

Handlungsbedarf

Die jeweiligen Zeitpläne für Abriss der alten Brücken und Realisierung der neuen Bauwerke sind Montagabend im Stadtplanungsausschuss vorgestellt worden. Im Februar 2020 beginnen danach die Abbrucharbeiten am Harderberg, da auch bei der Brücke Schulstraße Handlungsbedarf besteht.

Zeitplan Harderberg: Ab März des Jahres erfolgt der Neubau der Brücke. Die Bauzeitplanung sieht vor, dass die Arbeiten bis Ende Februar 2021 abgeschlossen werden. Die Brücke wird für ein Jahr voll gesperrt. Der Verkehr auf der alten B68 soll weitestgehend weiterlaufen können.

Während der vorgesehenen Bauphase bis Ende Februar 2021 wird der nördlich gelegene Bereich des Harderbergs nur über Umleitungsstrecken erreichbar sein. Bürgermeister Ansgar Pohlmann hat in der Sitzung mit der Landesbehörde, an der auch Vertreter der Straßenverkehrsbehörde und der Straßenbauverwaltung des Landkreises teilgenommen haben, in die Diskussion gebracht, im Zuge des Brückenneubaus auch eine Verbesserung der Situation für Fuß- und Radverkehr zu realisieren. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat zugesagt, kurzfristig eine erste Informationsveranstaltung zu der Brückenerneuerung und den Verkehrsfolgen durchzuführen.

Neubau der Talbrücke: Anfang 2021 starten dann die Abbrucharbeiten für den bereits angekündigten Neubau der Oeseder B51-Talbrücke. Aufgrund des Verkehrsaufkommens auf der stark befahrenen Bundesstraße erfolgt hier eine fast zweijährige Vollsperrung der Bundesstraße von Februar 2021 bis Ende 2022.

Nachdem eine Seite des künftig zweiteiligen Brückenbauwerks fertiggestellt ist, wird der Verkehr dann ab Jahresbeginn 2023 im Baustellenbereich jeweils einspurig in beide Fahrtrichtungen geführt. Der Abschluss der Arbeiten ist für Mitte 2024 geplant.

Während der Zeit der Vollsperrung soll der überörtliche Verkehr im Norden über die A30 und die A33 umgeleitet werden sowie im Süden in Glandorf über die L94 und in Bad Iburg über die Kreisstraße Richtung Hilter jeweils zur A33 geführt werden. Innerörtlich soll die Oeseder Straße während der Bauphase weitestgehend zur Verfügung stehen. Lediglich an einzelnen Tagen oder Wochenenden sind Sperrungen geplant.

Priorität Niedersachsenstraße

Aus Sicht der GMHütter Verwaltung muss jetzt sichergestellt werden, dass die Öffentlichkeit rechtzeitig über die Baumaßnahmen und deren Folgen informiert wird. Außerdem hat im kommenden Jahr der Ausbau der Niedersachsenstraße Priorität, damit der gewerbliche Lkw-Verkehr hierüber ins Zentrum beziehungsweise aus dem Stadtgebiet heraus geführt werden kann. Des weiteren wird geprüft, inwieweit die bisher geplanten Tiefbaumaßnahmen der Stadt vom Zeitraum der Brücken-Erneuerungen bis Mitte 2024 betroffen sind.

Eine der größten Herausforderungen dürfte insgesamt sein, wie der Anliefer-Verkehr für das Stahlwerk Georgsmarienhütte, die Gewerbebetriebe auf den ehemaligen Klöcknerflächen sowie die Einzelhandelsgeschäfte im Zentrum geführt wird. Fachbereichsleiter Torsten Dimek: „Da kommt einiges auf uns zu.“


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