Tafel bekommt Waschmittel 70 Gäste beim Treffen des Harderberger Bürgerkreises

Von Andreas Wenk

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Gelungene Überraschung: 150 solcher Waschmittelflaschen gehen an die Georgsmarienhütter Tafel. Fred-Jürgen Janz war es gelungen, den Lieferanten einer Supermarktkette zu dieser Spende zu bewegen. Foto. WenkGelungene Überraschung: 150 solcher Waschmittelflaschen gehen an die Georgsmarienhütter Tafel. Fred-Jürgen Janz war es gelungen, den Lieferanten einer Supermarktkette zu dieser Spende zu bewegen. Foto. Wenk

Georgsmarienhütte. Rund 70 Gäste des Harderberger Bürgerkreises waren gekommen, um am neunten Dicke-Bohnen-Essen teilzunehmen. Entstanden ist der Bürgerkreis aus einer Nachbarschaftsinitiative, die darum gekämpft hatte, die Alte Heerstraße vom Lkw-Verkehr zu entlasten.

Mit rund 20 Leuten fing alles an, erinnert sich Alfred Tepe. Geschmeckt hat es ihm jetzt auch in der großen Runde: „Sehr gut, wie immer“, lautet sein Urteil, „Sehr Lecker“, findet auch Jens Rosemann. Er ist bereits zum dritten Mal dabei. Aber es ist nicht das Essen, das die meisten her treibt. Für Rosemann sind nicht zuletzt die Ansprachen von Initiator Janz „immer wieder besonders.“

Funktionierende Nachbarschaft  

Janz betonte in seiner Rede vor allem den Stellenwert von Solidarität und verlässlichen Kontakten. Seine Zuhörer rief er zu „Humor, Hoffnung, Liebe, Gemeinsamkeit und Zusammenhalt“ auf. Janz wünschte sich für die Zukunft auch mehr Vertreter der jüngeren Generation. Die waren zwar eine verschwindend geringe Minderheit, aber durchaus vertreten. Christopher Flore und Freundin Stefanie Kriege beispielsweise gehören zur Generation der unter 30-Jährigen. Sie sind erstmals dabei, sind aber am Harderberg groß geworden und schwärmen von der „unheimlich funktionierenden Nachbarschaft.“ Die zu fördern ist Janzens zentrales Anliegen. 

Georgsmarienhütter Tafel 

Doch damit nicht genug. Die Harderberger Initiative „Bürger für Bürger“ engagiert sich auch im sozialen Bereich. So stellte Lisa Igelbrink von der Georgsmarienhütter Tafel ihr Projekt als Außenstelle der Osnabrücker Tafel vor. Sie hatte für die Tafel als Spende den Erlös einer Versteigerung im vergangenen Jahr erhalten. Bei der Übergabe hatte sie Janz gegenüber erwähnt, Ihr Wunsch sei es, jeder bedürftigen Familie eine Flasche Waschmittel zu Weihnachten schenken zu können. Janz war so gerührt, dass er sich an die Arbeit machte. Am Ende gelang es Janz, Igelbrink mit der Zusage zu überraschen, dass die Georgsmarienhütter Tafel demnächst 150 Flaschen gestiftet bekommt. Zugleich überreichte er eine anonyme Spende über eine Zoo-Familien-Jahreskarte und einen Gutschein für ein Pizzaessen im Restaurant.

Gegenseitiger Respekt

Bereits in seiner Begrüßungsansprache hatte Janz gesagt, dass das Zeitalter der reinen Ich-Bezogenheit zu ende gehe und durch Gemeinschaft ersetzt werde. Die Gäste rief er dazu auf, sich gegenseitig die Hand zu reichen und sich zu versichern, „Du siehst verdammt gut aus.“ Eine freundliche Geste, vielleicht aber auch ein Symbol für den Geist dieses Abends, der die Gemeinschaft, den gegenseitigen Respekt und das solidarische Miteinander am Harderberg feierte.


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