Montag beginnen die Bauarbeiten DMK hat in GMHütte große Pläne

<em>Die bisherige Werkszufahrt</em> zum Harderberger Milchhof an der Raiffeisenstraße. Im nächsten Jahr wird die Ein- und Ausfahr auf das Betriebsgelände an die Beekebreite verlegt. Foto: ArchivDie bisherige Werkszufahrt zum Harderberger Milchhof an der Raiffeisenstraße. Im nächsten Jahr wird die Ein- und Ausfahr auf das Betriebsgelände an die Beekebreite verlegt. Foto: Archiv

Georgsmarienhütte. Bis Ende Januar läuft am Standort GMHütte des Deutschen Milchkontor (DMK) neben der Käse-Herstellung noch die Quarkproduktion, dann wird der sogenannte weiße Bereich nach Zeven und Erfurt verlegt. Ursprünglich sah das neue Werkstrukturkonzept des Konzerns eine Reduzierung der Verarbeitungsmengen am Harderberger Milchhof vor. Aber es ist den Verantwortlichen vor Ort mit wirtschaftlichen Zahlen gelungen, dass jetzt rund 30 Millionen Euro in eine zweite Käserei investiert werden.

DMK-Pressesprecher Hermann Cordes: Hier hat sich gezeigt, dass die Menschen vor Ort entscheidend sein können.“ Die GMHütter Geschäftsführung habe Anfang des Jahres eine überzeugende Alternative vorgelegt, wie am Harderberg durch einen Umbau der nicht mehr benötigten Betriebsstätten eine neue Käserei zu einer deutlich günstigeren Investitionssumme zu realisieren sei als bei einem zunächst vorgesehenen Neubau einer Produktionsstätte auf der grünen Wiese. Der Leiter der Unternehmenskommunikation: Wir wollen expandieren und den Exportanteil von derzeit 37 auf mittelfristig rund 45 Prozent steigern, und spielt die Ausweitung der Käseherstellung am Milchhof eine wichtige Rolle.“

Der GMHütter DMK-Werkleiter Karl Bergmann geht davon aus, dass die Milchmenge im Verarbeitungsbereich des Milchhofs jährlich um ein Prozent steigt: Wir stellen mit der Investition in eine zweite Käserei vor Ort, die eine Erhöhung der Verarbeitungskapazität von derzeit 995 auf 2000 Tonnen Milch pro Tag als Jahresdurchschnittswert bis 2019 ermöglicht, dass die landwirtschaftlichen Betriebe in der Region eine Sicherheit für die Verwertung ihres Produktionszuwachs haben.“ Die Ausweitung des Exportanteils trage zu einer Entlastung des umkämpften Binnenmarktes bei.

Der Umbau-Zeitplan am Harderberg sieht für den Herbst 2014 die Inbetriebnahme der neuen Käserei vor. Erste Arbeiten laufen bereits. So hat die Verlegung der Werkszufahrt von der Harderberger Raiffeisenstraße an den hinteren Milchhof-Bereich an der Beekebreite begonnen. Nächste Woche startet der Bau der neuen Waschhalle und des neuen Pförtnerhauses.

Nach dem Abbau der Quark-Produktion im ersten Quartal des kommenden Jahres ist dann die Sanierung der bisherigen Frischkäse-Hallen und der Neubau des eines Kühllagern vorgesehen. Bergmann: Es gibt viel zu tun, aber alle Mitarbeiter ziehen voll mit. Die Tatsache, dass die Beschäftigten auch Ende 2012, als der Standort zwischendurch auf der Kippe stand, weiter an die Zukunft des Milchhof geglaubt haben und wir keine größere Personalfluktuation hatten, zeigt die positive Stimmung, die hier herrscht.“

Anfang Juli kommenden Jahres soll die neue Produktionsanlage für Mozzarella und Käse italienischer Art eingebaut werden. Von bisher 30000 Tonnen wird der Output durch die zweite Käserei auf 60000 Tonnen gesteigert. Und die Planungen sind auf weitere Ausweitung ausgelegt. Werksleiter Bergmann: Die Voraussetzungen sind da, um gegebenenfalls noch einmal auf 75000 Tonnen zu erhöhen. Der Milchhof GMHütte ist durch das neue Konzept ein Zukunftsstandort.“


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