Hütteraner vom Stahlgipfel „schwer beeindruckt“ Stahlwerk Georgsmarienhütte steht für sauberen Stahl

Gruppenbild vor der Saarlandhalle:  die GMHütter Vertreter bei der Premiere des Nationalen Stahlgipfels in Saarbrücken. Foto: IG MetallGruppenbild vor der Saarlandhalle: die GMHütter Vertreter bei der Premiere des Nationalen Stahlgipfels in Saarbrücken. Foto: IG Metall

Georgsmarienhütte Es ist ein langer Trip gewesen, aber er hat sich gelohnt: Die rund 50 IG-Metaller, die mit Vertretern der Geschäftsleitung der Georgsmarienhütte GmbH und Bürgermeister Ansgar Pohlmann am Montag beim „Ersten Nationalen Stahlgipfel“ in Saarbrücken waren, haben eine „historische Veranstaltung“ erlebt.

„Stahl stärken. Zukunft sichern“ lautete das Motto der Stahlgipfel-Premiere, die Montagabend mit der Unterzeichnung einer Charta durch die Vertreter von sechs Landesregierungen endete. „Unsere Kollegen von der Georgsmarienhütte und auch ich selbst waren schwer beeindruckt, wie hoch die Beteiligung an diesem Nationalen Stahlgipfel war. Eine Branche macht sich sichtbar – und das ist gut so“, lautet die Bilanz von Georgsmarienhütte-Arbeitsdirektor Felix Osterheider.

Koch: Brauchen funktionierenden Welthandel

Erst kurz vor dem Veranstaltungsstart um 14.30 Uhr in der Saarlandhalle war der um halb sechs in der Früh vom Eingangstor des GMHütter Stahlwerks gestartete Bus am Ziel angekommen. Auch Stephan Soldanski, Erster Bevollmächtigter der IGMetall Osnabrück, nimmt positive Signale mit nach Hause: „Es ist es jetzt Aufgabe der Politik, an einem Strang zu ziehen und deutlich zu zeigen, dass Stahl in unserem Land eine Zukunft hat. Unternehmen wie die Georgsmarienhütte GmbH stehen für umweltfreundlich produzierten, sauberen Stahl.“ Jetzt müsse sichergestellt werden, dass hier international keine Wettbewerbsverzerrung mehr erfolge, da in anderen Ländern unter zum Teil deutlich günstigeren Rahmenbedingungen produziert werden könne – insbesondere was die Energiekosten betreffe.

Für Frank Koch, CEO der „GMH Gruppe“, der bei der Stahlgipfel-Talkrunde zum Thema „Handelspolitik und fairer Wettbewerb – Globale Entwicklung und regionale Perspektiven“ neben dem Niedersächsischen Wirtschaftsminister Bernd Althusmanns mit am Tisch saß, steht fest: „Die gesamten globalen Wertschöpfungsketten kommen durch Handelskonflikte unter Druck, wie sie gerade zwischen den USA und China eskalieren.“ Diese Entwicklung betreffe auch die Stahlindustrie.

Ein „Mittelständler wie die GMH Gruppe“ spüre das beispielsweise, wenn er hochwertige Komponenten für chinesische Gabelstapler liefere, die jetzt Probleme in den USA bekämen. Koch: „Deutschland und die EU dürfen sich nicht nur auf die Abwehr der US-Strafzölle gegen Europa konzentrieren. Wir brauchen einen funktionierenden Welthandel.“

Besuch des Stahlwerks Bous

Georgsmarienhütte-Arbeitsdirektor Felix Osterheider stimmt zuversichtlich, dass sich, wie beim Stahlgipfel gesehen, alle Akteure einig seien. Dies gelte für „Arbeitgeber wie Arbeitnehmer, Politik wie Verbände“. Osterheider: „Stahl ist die Grundlage der wirtschaftlichen Entwicklung unseres Landes. Um so besser, dass diese Botschaft jetzt einmal richtig bunt und vielfältig wahrgenommen wurde.“

Für die GMHütter Stahlwerk-Mitarbeiter stand am Dienstagmorgen noch eine Besichtigung der ebenfalls zur „GMH Gruppe“ gehörenden Stahlwerk Bous GmbH an der Saar an, bevor es zurück nach Georgsmarienhütte ging.


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