Wahltermine in der Region Osnabrück Warum sich die Amtszeiten der Bürgermeister stark unterscheiden

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Wann wählen die Menschen in der Region Osnabrück ihre Bürgermeister? Ein Überblick. Foto: dpaWann wählen die Menschen in der Region Osnabrück ihre Bürgermeister? Ein Überblick. Foto: dpa

Osnabrück. Die Bürgermeisterwahlen in Niedersachsen befinden sich in einer Neuordnung. Ziel ist, dass die Amtszeiten der Verwaltungschefs künftig auf fünf statt bisher acht Jahre begrenzt werden und parallel zu den Kommunalwahlen stattfinden sollen. Das führt paradoxerweise in der Region Osnabrück zu Wahlperioden mit Überlänge.

Das Fernziel lautet: Nach Möglichkeit sollen alle planmäßigen Bürgermeisterwahlen und die Kommunalwahl erstmals gemeinsam im Herbst 2021 stattfinden, das genaue Datum steht noch nicht fest. 

Wahlen 2019

Bis dahin werden allerdings bei Weitem nicht alle niedersächsischen Bürgermeister ihre Amtszeit beendet haben. Dazu gehören unter anderem die, die im Jahr 2019 gewählt werden. In der Region Osnabrück sind das die Verwaltungschefs vom Bohmte (Amtsträger Klaus Goedejohann, bis 31. Oktober), Dissen (Hartmut Nümann, bis 31. Oktober), Hagen (Peter Gausmann, bis 31. Oktober) und Georgsmarienhütte (Ansgar Pohlmann, bis 31. Mai). Auch Landrat Michael Lübbersmann ist nur bis Ende Oktober 2019 gewählt.

Nun gibt es aber auch im kommenden Jahr ein Datum für eine Ressourcen schonende Doppelwahl: den 26. Mai. Da wählt Europa sein neues Parlament. Diese Chance nutzt sowohl der Landkreis für die Wahl seines Landrats, als auch Bohmte, Dissen und voraussichtlich Hagen. Allein Georgsmarienhütte schert aus. Dort werden die Bürger schon am 10. März zur Urne gerufen. Hintergrund: Die Amtszeit des scheidenden Amtsinhabers Ansgar Pohlmann (CDU) endet am 31. Mai. Um den Übergang zum Nachfolger etwas geschmeidiger zu machen, hat man sich im Stadtrat auf den Märztermin geeinigt.

Kandidaten

Als Pohlmanns potenzielle Nachfolger treten bislang Christoph Ruthemeyer (CDU), Dagmar Bahlo (SPD) und Jörg Welkener (Die Linke) an. Auch die Dissener müssen sich auf einen neuen Verwaltungschef einstellen, da sich Hartmut Nümann (SPD) mit dann 71 Jahren zurückzieht. Um seine Nachfolge bewerben sich die beiden Unabhängigen Ulrich Meyer zu Drewer und Eugen Görlitz. In Hagen will Amtsinhaber Peter Gausmann seine Geschäfte fortführen, diesmal aber nicht wie bislang als CDU-Mann, sondern als Unabhängiger. Ein Gegenkandidat ist zum jetzigen Stand nicht in Sicht. Landrat Michael Lübbersmann (CDU) hat dagegen schon zwei Mitbewerber: Nach dem unabhängigen Vorkämpfer gegen eine 380-KV-Stromleitung Frank Vornholt  warf zuletzt der Bürgermeister der Samtgemeinde Bersenbrück, Horst Baier (SPD), seinen Hut in den Ring. Nachdem die SPD zuvor überraschend verkündet hatte, auf einen Gegenkandidaten zu verzichten, tritt auch Baier als Unabhängiger an.

Für alle in 2019 Gewählten gilt: Die Amtsperiode wird sieben statt der langfristig anvisierten fünf Jahre dauern. Das, damit die Wähler in den betreffenden Kommunen im Jahr 2026 parallel zur Kommunalwahl an die Urne gehen können.

Mammut-Amtszeiten drohen

Stand jetzt kommen auch Bad Laer (Tobias Avermann), Bersenbrück (Horst Baier) und Hilter (Marc Schewski) frühestens 2026 auf Linie. Komplizierter wird es aber in der Samtgemeinde Neuenkirchen, Bad Iburg und Glandorf. Deren Bürgermeisterinnen Hildegard Schwertmann-Nicolay, Annette Niermann und Magdalene Heuvelmann sind nämlich allesamt bis 2022 gewählt. Die anschließende Wahlperiode wäre mit vier Jahren sehr kurz, oder aber – für eine Synchronität im Jahr 2031 – mit neun Jahren sehr lang. Letztere Lösung soll auf Anfrage beim Landesinnenministerium die Regel sein. Ministeriumssprecher Hans Gehrmann weist aber auch darauf hin, dass die Kommunalchefs zum Wohle der frühzeitigen Synchronität auf eigenen Wunsch auch zum 31. Oktober 2021 vorzeitig aus dem Amt scheiden kann. 


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