Höwekamp geht – aber nicht so ganz Leiter der GMHütter Stadtbibliothek wechselt zur Hochschule Osnabrück

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Ein Präsentkorb und zwei kleine Ost-Bäumchen als Abschiedsgeschenk vom Team: GMHüttes Stadtbibliotheksleiter Christoph Höwekamp im neu eingerichteten  reinen Jugendbibliothek-Bereich.  Foto: ElbersEin Präsentkorb und zwei kleine Ost-Bäumchen als Abschiedsgeschenk vom Team: GMHüttes Stadtbibliotheksleiter Christoph Höwekamp im neu eingerichteten reinen Jugendbibliothek-Bereich. Foto: Elbers

Georgsmarienhütte Am Samstag ist offiziell letzter Arbeitstag für Christoph Höwekamp. Der Leiter der GMHütter Stadtbibliothek hat ab Oktober einen neuen Job: Er ist dann für die Zentralbibliothek der Hochschule Osnabrück am Campus Westerberg zuständig.

Allein die Größe der Einrichtungen macht schon den Karrieresprung deutlich, den die neue Aufgabe für den 39-Jährigen bedeutet: Der Ausleih-Bestand in GMHütte umfasst rund 55000 Print- und Non-Book-Angebote. Beim Osnabrücker Hochschulstandort liegt die Zahl deutlich im sechsstelligen Bereich.

Nachfolger dürfte in Kürze feststehen

Der Abschied von der im Februar 2015 übernommenen GMHütter Aufgabe fällt dem gebürtigen Rheinländer, der inzwischen auch mit seiner Familie in Oesede heimisch geworden ist, nicht leicht: „Das ist in jeder Hinsicht eine ganz tolle Zeit gewesen, in der die Kirchengemeinde als Träger und die Stadt viel möglich gemacht haben.“ Niemals geht man so ganz, heißt ein bekannter Abschiedssong, den die Kölnerin Trude Herr Mitte der 80er mit BAP-Chef Wolfgang Niedecken und Tommy Engel (Bläck Fööss) aufgenommen hat und der Höwekamps Stimmungslage trifft.

Denn der Arbeitgeberwechsel bedeutet nicht, dass er sein neben der Bibliotheksleitung begonnenes ehrenamtliches Engagement in der Hüttenstadt aufgibt. So kommt bei der Frage, wie es mit den zahlreichen Projekten weitergeht, die er in den vergangenen Jahren drei Jahren und acht Monaten in der Stadtbibliothek sowie als Vorstandsmitglied der 2016 neu gegründeten Georgsmarienhütter Bildungsgenossenschaft eG in der Stadt mit angestoßen hat, künftig weitergeht, ein entspanntes Lächeln auf seine Gesichtszüge: „Wir bleiben ja in Oesede wohnen, und ich werde mich hier weiter im bisherigen Umfang einbringen“, strahlt er Optimismus aus, dass sich durch die berufliche Veränderung nichts ändert.

Sein Nachfolger als Stadtbibliotheksleiter dürfte bereits in Kürze feststehen und möglicherweise noch vor Jahresende in der Hauptstelle an der Oeseder Schoonebeekstraße anfangen. „Es ist sichergestellt, dass alles nahtlos weitergeht“, freut sich Höwekamp.

Als er Anfang 2015 die Aufgabe von der zuvor 17 Jahre hier tätigen Vorgängerin Anne Lohe übernommen hat, war ihm bewusst, dass er in „große Fußstapfen“ tritt. Bis dahin waren vor allem das Zusammenspiel von Lohe und zwei weiteren hauptamtlichen Teilzeitkräften mit einem rund 130-köpfigen ehrenamtlichen Team sowie der Aufbau der Online-Ausleihe die Markenzeichen der Einrichtung mit der Oeseder Zentrale sowie fünf Stadtteil-Nebenstellen.

Haus ist „Erlebnis- und Begegnungsraum“

Höwekamp hat die Stadtbibliothek zu einem Ort des Mitmachens weiterentwickelt. Das Haus ist „Erlebnis- und Begegnungsraum“ geworden. Der Erfolg: weitgehend konstante Nutzerzahlen, während andere Büchereien hier Einbußen von um die zehn Prozent haben. Die GMHütter Aktivitäten mit frühkindlicher „Loslesen“-Förderung, Schul- und Kita-Kooperationen, der Umgestaltung des oberen Bereichs zu einer reinen Jugendbibliothek mit altersspezifischen Angeboten oder neue Veranstaltungsformaten wie „Regionalkrimi“-Lesungen sowie jährlich zwei Figurentheater-Gastspielen haben die Einrichtung über die Region bekannt gemacht. Der ausscheidende Leiter: „225 Veranstaltungen im vergangenen Jahr zeigen, wie kreativ das Team ist. Das wird auch weiter so bleiben.“


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