Einstimmiges Votum GMHütter Rat beschließt Sanierungskonzept für Türme

Meine Nachrichten

Um das Thema Georgsmarienhütte Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Jetzt wird in die Hände gespuckt: Der Rat hat ein Sanierungskonzept für Hermanns- und Varusturm beschlossen. Foto: Gert WestdörpJetzt wird in die Hände gespuckt: Der Rat hat ein Sanierungskonzept für Hermanns- und Varusturm beschlossen. Foto: Gert Westdörp

Georgsmarienhütte Endlich herrscht Klarheit, wie es bei den seit fast zwei Jahren gesperrten GMHütter Aussichtspunkten Hermannsturm und Varusturm weitergeht. Der Rat hat jetzt ein Sanierungskonzept beschlossen.

Im Vorfeld der Sitzung hatten CDU und Grünen in einem gemeinsamen Antrag die sofortige Vergabe der Sanierungsarbeiten gefordert, um keine weitere Zeit auf dem Weg zu einer schnellen Lösung zu verlieren. Die SPD/FDP-Gruppe hielt dagegen zunächst ein Gutachten zum Umfang der Arbeiten für notwendig.

Kompromiss im Verwaltungsausschuss

Am Mittwochabend ist dann im nicht-öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss (VA), der auch die Tagesordnung der Ratssitzung vorbereitet, noch ein gemeinsamer Kompromiss gefunden worden. Es wird jetzt ein Sanierungskonzept für die beiden wegen korrosionsbedingter Betonabplatzungen nicht mehr verkehrssicheren Aussichtstürme auf dem Dörenberg und auf dem Lammersbrink beauftragt¨– „inklusive Materialprüfung, betontechnologischer Untersuchungen und Kostenschätzung für eine grundlegende Instandsetzung in der heutigen Betonstruktur“, wie es im Beschluss heißt. Klares Ziel ist eine möglichst schnelle Ausschreibung der Arbeiten, damit beide Türme, die jetzt in bisheriger Höhe erhalten bleiben, für die Öffentlichkeit wieder zugänglich sind.

Mit dem einstimmigen Votum ist gleichzeitig der bisherige Ratsbeschluss vom Dezember 2016 vom Tisch. Dort war die Prüfung von Neubaulösungen vorgesehen. Später erfolgte dann die Festlegung auf einen Ersatz des Hermannsturms auf dem Dörenberg. Veranschlagte Kosten: rund 350000 Euro.

Keine Förderung aus Zile-Mitteln

Es wurden von der Stadt auch entsprechende Anträge für eine Bezuschussung nach dem Zile-Programm des Landes beziehungsweise für Fördermittel der N-Bank gestellt. Hier waren bis Anfang September weder Zu- noch Absagen im Rathaus eingegangen.

Seit dieser Woche steht aber fest: Aus Zile-Mitteln wird keine Förderung erfolgen. Auch die N-Bank hat aktuell mitgeteilt, dass derzeit kein Geld für das Vorhaben zur Verfügung stehe und den Hinweis gegeben, den Antrag zurückzuziehen, um im kommenden Jahr gegebenenfalls einen neuen Anlauf zu nehmen.

Das ist aber jetzt durch den Donnerstag gefassten Ratsbeschluss für eine Sanierungslösung hinfällig. Nach knapp zweijähriger Diskussion dürfte das Thema Aussichtstürme damit endlich so gut wie abgeschlossen sein.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN