Bilanz der Freibäder in der Region Traumhafte Besucherzahlen wie lange nicht mehr

Von Wolfgang Elbers, 11.09.2018, 16:46 Uhr
Mehr als doppelt so viele Besucher wie im Vorjahr haben die Freibäder gezählt. Unser Bild zeigt das GMHütter Panoramabad, dessen Außenbereich 2017 für 1,9 Millionen Euro attraktiviert worden ist. Foto: Stadtwerke/Münch

GMHütte/Bad Iburg/Hagen/Hasbergen Am Wochenende hat uns die Sonne noch einmal etwas Spätsommerfeeling beschert, aber jetzt stellt sich temperaturmäßig so langsam Frühherbststimmung ein. Die Freibäder in der Region haben auch bis auf das Naturbad in Hasbergen die Saison beendet – wie erwartet mit Superzahlen nach einem Traumsommer.

Die Freibadbetreiber haben mit überall mehr als doppelt so guten Zahlen wie im Vorjahr diesmal Grund zum Strahlen: So gut war das Geschäft schon lange nicht mehr. Die Rekordmarken setzt wie beim Wetter aber immer noch der Mega-Sommer 2003.

„Sommer war unschlagbar“

Badleiter Thomas Kaulingfrecks vom GMHütter Panoramabad, wo vergangenen Donnerstag letzter Öffnungstag war: „Das war einfach diesmal in jeder Hinsicht eine wunderbare Saison.“

Im 2017 für 1,9 Millionen Euro sanierten und durch eine neue Neugestaltung der Wasserflächen aufgewerteten Außenbereich sind in diesem Jahr 44700 kleine und große Gäste gezählt worden. Zum Vergleich: Die Vorjahreszahl lag knapp unter der 20000-Marke.

„Der Sommer war unschlagbar“, freut sich Jörg Dorroch, Geschäftsführer der Stadtwerke GMHütte, die 2009 das Panoramabad übernommen haben. „Die Besucherzahlen sind deutlich über unseren Planwerten. Grund dafür ist nicht zuletzt auch die Neugestaltung unseres Freibades im vergangenen Jahr mit Breitwellen- und Flugrutsche für unsere kleinen und großen Gäste“.

Badleiter Kaulingfrecks hat festgestellt, dass viele Besucher vom Angebot „begeistert“ waren: „Das hat richtig Spaß gemacht.“ Der diesjährige Rekordzuspruch ist am 7. August, der mit Temperaturen von um die 35 Grad auch einer der heißesten Tage war, mit 2500 Zahlenden verzeichnet worden.

Wegen des Sonnenwetters sei zwar ein höherer Personalaufwand als geplant notwendig gewesen, aber hier habe es ohne eine schnelle und flexible Lösung gegeben. Kaulingfrecks: „Wir haben an den heißen Tagen das Hallenbad am Mittag geschlossen und so auf flexibel auf die jeweilige Situation reagieren können.“

Nur 2003 bessere Bilanz

Eine „tolle Bilanz“ meldet auch das Alt-GMHütter Waldbad mit rund 15500 Eintritten. Nur einmal lagen in den letzten 25 Jahren die Zahlen höher: 2003, als mehr als 20000 kleine und große Gäste Abkühlung suchten.

Am Sonntag hatte das seit 1994 unter DLRG-Regie laufende Bad, das über keine Wassererwärmung verfügt, zum Finale noch einmal von 17 bis 19 Uhr geöffnet. DLRG-Sprecher Andreas Wolter: „Da waren aber nur noch einige Stammgäste da.“

Die 16000er Marke sei am Ende zwar nicht mehr geknackt worden, aber die Saison habe alle Erwartungen übertroffen. Wolter: „Wie haben nach den um die 4000 Gäste im Vorjahr diesmal fast viermal so viele Zahlende wie 2017gehabt. Wer in diesem Sommer keine Topzahlen vorweisen kann, hat wirklich etwas verkehrt gemacht.“

Endgültiges Saisonfinale im Waldbad ist am Sonntag, wenn von 14 bis 17 Uhr der Hundebadtag auf dem Programm steht, und mehr als 200 Vier- und Zweibeiner erwartet werden.

Veränderter Freizeitmarkt

Auch in Hagen, wo Hallen- und Freibad im Auftrag der Gemeinde seit 2004 von der BWG (Bäder und Wasser GmbH) der Stadtwerke Lengerich betrieben werden, weist die Statistik eine „phantastische Saison“ aus. Mit 24249 Nutzern im öffentlichen Bereich wurde das Vorjahresergebnis von unter 10000 Besuchern um das Zweieinhalbfache übertroffen.

Die Rekordmarke stammt aber immer noch aus dem Jahr 2006 mit mehr als 30000 Gästen. BWG-Betriebsleiter Tilo Frömmel: „Solche Zahlen erreichen wir heute nicht mehr, da sich der Freizeitmarkt weiter entwickelt hat. Kinder und Jugendliche haben heute eine größere Auswahl an Aktivitäten als vor zwölf Jahren.“ Die damaligen Werte seien heute deshalb auch nicht mehr zu erreichen.

Rekord im Naturbad

Ein neuer Topwert wird in diesem Sommer nur im 2009 eröffneten Naturbad im Hasbergen erreicht. Hier ist noch bis kommenden Sonntag geöffnet. Kassenwartin Elke Viere, die seit der Gründung des Trägervereins alle Zahlen auf dem Schirm hat: „Wir bewegen uns derzeit bei rund 26500 Freibadfans. Die 27000 werden aber nicht mehr erreicht, da jetzt nur noch über den Tag um die 20 Dauergäste gezählt werden.“

Die Gesamtzahl bedeutet aber mehr als eine Verdoppelung gegenüber 2017, als rund 12500 kleine und große Zahlende verbucht wurden. Die durchschnittliche Saisonbesucherzahl der vergangenen zehn Jahre bewegt sich im Bereich der 19000-Marke. Der Wert ist in diesem Jahr um die 50 Prozent übertroffen worden, was noch einmal unterstreicht, wie außergewöhnlich der Sommer 2018 ist. Top-Monat war auch in diesem Jahr wie traditionell wieder der Juli – vor dem August.

Kassenwartin Viere: „2018 ist für uns definitiv ein sehr erfolgreiches Jahr.“

Noch ein Termin in Bad Iburg

Das gilt auch für Bad Iburg, wo das Freibad wie in Hagen unter BWG-Regie läuft. Hier sind bis zum letzten Öffnungstag am vergangenen Freitag 19771 Besucher (Vorjahr 8581) gezählt worden – ein neuer Top-Wert, seit die BWG 2011 das Bad übernommen hat. Betriebsleiter Tilo Frömmel ist aber optimistisch, die 20000 noch zu schaffen: „Am Sonntag, 23. September, folgt noch als Abschluss unser Hundeschwimmen, bei dem wir zuletzt rund 400 Gäste im Bad hatten.“ Das habe sich zu einem richtigen Event entwickelt. Es gibt also wahrscheinlich noch einmal im Bad Iburger Freibad etwas zu feiern.

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