Ort mit Ambiente Blumen und Vereinsmitgliedschaft für das 100. Brautpaar in der Kloster Oeseder Klosterpforte

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Bürgermeister Ansgar Pohlmann (links), Standesbeamtin Tanja Harmel (2. von rechts) und Günter Rolwes (rechts) gratulierten Laura Frankenberg und Nico Brinkmeyer, die das 100. Brautpaar waren, das sich in der Klosterpforte das Jawort gaben. Foto: Horst TroizaBürgermeister Ansgar Pohlmann (links), Standesbeamtin Tanja Harmel (2. von rechts) und Günter Rolwes (rechts) gratulierten Laura Frankenberg und Nico Brinkmeyer, die das 100. Brautpaar waren, das sich in der Klosterpforte das Jawort gaben. Foto: Horst Troiza

Georgsmarienhütte. Seit vier Jahren gehört die Klosterpforte in Kloster Oesede neben dem Rathaus und der Villa Stahmer zu den Orten, an denen Ehen geschlossen werden können. Standesbeamtin Tanja Harmel hat dort jetzt die 100. Trauung vollzogen, geheiratet haben Laura Frankenberg und Nico Brinkmeyer.

Im Trauzimmer der Klosterpforte herrschte eine feierliche Atmosphäre. Aufmerksam verfolgten die Sitzenden die Ansprache der Standesbeamtin. Als sie dann die Trauformel sprach und Laura Frankenberg und Nico Brinkmeyer sich das Eheversprechen gaben, brauste der Beifall auf.

Die ersten Gratulanten des Paares war Bürgermeister Ansgar Pohlmann und der Vorsitzende des Heimatvereins Kloster Oesede, Günter Rolwes. Das ist beileibe nicht bei jeder Trauung in der Klosterpforte so, dass der Bürgermeister Glückwünsche ausspricht und Blumen überreicht. Aber dies war nun einmal ein besonderer Anlass, schließlich fand hier die 100. Trauung statt, seit es dort die Möglichkeit dafür gibt .

Initiative des Heimatvereins

„Als der Heimatverein als Verantwortlicher für die Klosterpforte vor vier Jahren an uns herantrat und die Klosterpforte als Ort für Eheschließungen anbot, waren wir sehr erfreut“, hatte Pohlmann einige Minuten zuvor im Gespräch erklärt. Es sei eine edle Adresse, die dazu noch über historischen Wert verfüge und deshalb prädestiniert für formelle Anlässe sei. In der Stadtverwaltung halte man schon die Augen auf, solche Orte zu finden und für Eheschließungen anzubieten.

Dabei sei aber nicht jede Räumlichkeit geeignet. „Privaträume scheiden von vornherein aus. Was wir brauchen, ist ein Ort der Würde ausstrahlt, eine Besonderheit darstellt und das angemessene Ambiente bietet“, so Pohlmann.

Das ist alles in der Klosterpforte zu finden. Das Gebäude wurde 1704 errichtet und diente als Eingangsbereich des Klostergeländes. Eine weitere Zuwegung zum Kloster gab es nicht. Im Zuge der Säkularisation, der Enteignung von Kirchengütern, wurde das Kloster 1803 aufgehoben, die Besitztümer gingen an die weltliche Macht über. Erst wurde das Gebäude Försterwohnung, später zu Beginn des 20. Jahrhunderts, lebte der Schriftsteller Arthur Gläser in den Räumen.

Schankwirtschaft und Lebensmittelgeschäft

Nach der Nutzung als Schankwirtschaft und Lebensmittelgeschäft wurde 1988 auf Initiative des damaligen Stadtdirektors Hermann Janning ein Förderverein zur Erhaltung des alten Gebäudes gegründet, da es zu verfallen drohte. Zwei Jahre später begannen die Renovierungsarbeiten, die annähernd vier Jahre dauerten und 1,2 Millionen Mark kosteten. Das Geld wurde durch öffentliche Gelder und Spenden aufgebracht.

Die Räumlichkeiten werden heute vom Heimatverein Kloster Oesede und dem Heimatbund Osnabrücker Land genutzt. Die Trauungen finden im Besprechungsraum statt. Hier ist es hell, durch die Fenster fällt Licht ein und der Raum strömt Würde und Eleganz aus. An einer Wand hängen zwei Dutzend Fotos von Hochzeitspaaren aus vergangenen Jahrzehnten. Sie zeigen Mitglieder des Heimatvereins, wie Rolwes erklärte. „Wir haben der Stadt die Klosterpforte als Ort für Eheschließungen aus zweierlei Gründen angeboten: Zum einen ist sie als historischer Punkt für solcherlei Anlässe ohne Einschränkungen geeignet, zum andern wollen wir die Hochzeitgesellschaften auf unsere Arbeit aufmerksam machen“. Im Fall der frischvermählten Oesederin Laura Frankenberg und des Klosteraners Nico Brinkmeyer hielt Rolwes eine weitere Überraschung bereit. Ihnen überreichte er Mitgliedsausweise für den Heimatverein. 

106 Trauungen in diesem Jahr

Die Zahl der Eheschließungen in GMHütte bewegt sich jährlich zwischen 130 bis 150. In diesem Jahr wurden von den vier Standesbeamtinnen bereits 106 Trauungen durchgeführt, 48 davon in der Villa Stahmer, 20 in der Klosterpforte und 38 im Rathaus.


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