Wie sieht Kloster Oesede in Zukunft aus? CDU lädt Bürger und SPD zum Planungsstammtisch in Kloster Oesede

Von Andreas Wenk

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Bürgermeister Ansgar Pohlmann und Christoph Ruthemeyer am Tisch der Mütter vom Verein „Kloster Wichtel“. Die interessierten sich vor allem für die Krippen- und Kita-Situation. Foto: Andreas WenkBürgermeister Ansgar Pohlmann und Christoph Ruthemeyer am Tisch der Mütter vom Verein „Kloster Wichtel“. Die interessierten sich vor allem für die Krippen- und Kita-Situation. Foto: Andreas Wenk

Georgsmarienhütte. Wie sieht Kloster Oesede in Zukunft aus. Ein politischer Stammtisch der CDU ist der Frage nachgegangen.

Ganz frei von politischen Animositäten ist die Planwerkstatt Kloster Oesede nicht geblieben. Bürgermeister Ansgar Pohlmann und SPD Ratsfrau Annette Jantos waren sich aber weitestgehend einig, was in Kloster Oesede zu tun ist und in welcher Reihenfolge. Allein bei der Einbindung der Bürger blieben sie unterschiedlicher Meinung. Während die SPD gerne schon früher mit einer Planwerkstatt an die Bewohner herangetreten wäre, machte Pohlmann deutlich, dass zunächst einige Rahmenbedingungen geklärt sein müssten, bevor eine Diskussion Sinn ergebe.

Stark darauf bedacht, weder dem Rat noch der Willensbildung im Saal der Gaststätte Klosterschänke vorzugreifen, präsentierte Pohlmann seine Vorstellungen, nachdem zuvor Sandra Wallenhorst den Stand der Projekte Kulturwanderweg, Mühlenteich und Marktplatz präsentiert hatte.

Eingeladen hatte die CDU zu dem „Stammtisch“. Ortsvorsitzender Carsten Krieger konnte sich nicht erinnern, dass es das zuvor schon einmal in Kloster Oesede gegeben habe. Im anschließenden Gespräch dankte er der SPD für deren Unterstützung und Teilnahme. Insgesamt waren knapp 30 Bürger gekommen, um sich aus erster Hand zu informieren, Fragen zu stellen und Anregungen zu geben. Stark vertreten, die „Kloster Wichtel“, der Förderverein des St. Maria Kindergartens. Denn angekündigt waren die Themen Kita- und Krippensituation, die Zukunft der örtlichen Schulen, die Feuerwehr und der Lebensmitteleinzelhandel.

Nachdem Katharina Dütemeyer nach Pohlmanns Vortrag zu bedenken gegeben hatte, dass ein Krippenausbau möglichst stufenfrei zu realisieren sei und der Bürgermeister das als wertvollen Hinweis verbucht hatte, gesellte er sich nach dem offiziellen Teil direkt an den Tisch der Mütter, um sich deren Vorstellungen anzuhören. So wurde aus dem Vortrag schließlich doch noch ein echter Stammtisch, zu dem Pohlman lediglich das Impulsreferat gehalten hatte.

Laut Pohlmann hängen die Probleme inhaltlich und vor allem räumlich miteinander zusammen. Derzeit sei das Betreuungsangebot zwar rechnerisch weitgehend ausgeglichen. Dennoch müsse angesichts der Beitragsfreiheit mit steigender Nachfrage gerechnet werden. Im Rat herrsche große Übereinstimmung, es nicht zu einer Bedarfsprüfung kommen zu lassen, sondern den Bedürfnissen der Eltern und ihrer Kinder so weit wie möglich entgegenzukommen. Nach Pohlmanns Masterplan, wobei er den Titel vermied, sei es am sinnvollsten, bestehende Kita- in Krippenplätze umzubauen und parallel zwei neue Kita-Gruppen zu bauen. Das sei eine schnelle Lösung, auch um der wachsenden Krippenplatz-Nachfrage gerecht werden zu können.

Die dringend sanierungsbedürftige Grundschule solle an ihrem Standort festhalten und ausgebaut werden. Südlich der Klosterstraße würde sich dadurch der Charakter einer Art Kinder-Campus von der Krippe bis zum Ende der Grundschule verstärken.

In diesem Bereich ist derzeit auch noch die Freiwillige Feuerwehr beheimatet. Doch die muss nicht zuletzt auf Drängen der Feuerwehrunfallkasse, einer Art Berufsgenossenschaft für Feuerwehren, dringend modernen Standards angepasst werden. Ein neuer Standort am Ortsrand biete sich weder westlich noch östlich an. Ähnlich sehe es für die Standortfrage im Lebensmittel-Einzelhandel aus.

Als Lösung schlug Pohlmann vor, beide Fragen miteinander zu verbinden und eine gemeinsame Lösung nahe der Waldbühne zu suchen. Auch unter dem Aspekt, Bewegungsfreiraum im Ortskern zu schaffen, sei die Verlegung vorrangig. Mit einem Schmunzeln versprach Pohlmann, sich bei den Haushaltsberatungen und im Rat für eine zügige Umsetzung einzusetzen, damit sich der Ort zur 850-Jahr-Feier nicht als Baustelle präsentiere.


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