Diavortrag als Zeitreise Werner Beermann - Alt-Georgsmarienhütte einst und heute

Von Rolf A. Habben

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Einen ebenso informativen wie interessanten Bilderbogen aus Stadt- und Zeitgeschichte zeigte Werner Beermann in seinem Diavortrag in Luthers Hütte. 			  Foto: Rolf HabbenEinen ebenso informativen wie interessanten Bilderbogen aus Stadt- und Zeitgeschichte zeigte Werner Beermann in seinem Diavortrag in Luthers Hütte. Foto: Rolf Habben

Georgsmarienhütte. Werner Beermann ließ die jüngste Geschichte des Stadtteils aus seinem Fotoarchiv anschaulich wieder aufleben.


Einen ebenso informativen wie interessanten Bilderbogen aus Stadt- und Zeitgeschichte zeigte Werner Beermann in seinem Diavortrag in Luthers Hütte. Foto: Rolf Habben


Der Bedarf und das Interesse an alten Bilden sei groß, auch und gerade jetzt wegen der vielen Neuerungen in Alt-Georgsmarienhütte, unterstrich Günter Wilde vom Vor-stand des Fördervereins Lutherleben in seiner Begrüßung, „in unserem Stadtteil tut sich was“, so Wilde. Über unglaubliche vierzigtausend Abbildungen verfügt der ehemalige Chemielaborant Beermann in seinem umfangreichen Fotoarchiv.

Schon der gute alte Dia-Projektor führte den Betrachter von jetzt auf gleich in längst vergangen geglaubte analoge Zeiten zurück und machte das Gestern augenscheinlich sichtbar. Das Interesse im Publikum, überwiegend älteren Semesters, war mit reger Beteiligung jederzeit spürbar. Das vor allem in Abbildungen alter Kindergartenkinder und Schulklassen, unter anderem der späten dreißiger und vierziger Jahrgänge oder von Sportvereinen und Hochzeitsfeierlichkeiten. Es wurde gerätselt, geraten und oftmals auch aus eigenem Erleben die eine oder andere Wiedererkennung aufgenommen.

Seinen fachkundigen Bilderbogen aus Vergangenheit und Gegenwart, teils farbig, teils schwarz-weiß gehalten, wusste Beermann stets mit kleinen Geschichten dahinter und drum herum anzureichern. Heimat- und Zeitgeschichte des vergangenen Jahrhunderts wurde so wieder lebendig. Bilder aus Zeiten des Dritten Reichs, aus der Nachkriegs- und Besatzungszeit über die Gebietsreform 1970 mit der Eingemeindung der sechs bis dahin eigenständigen Gemeinden und Stadtwerdung Georgsmarienhüttes bis hin zum heutigen Standort für Industrie, Handel und Gewerbe. Großes Interesse fanden auch Ablichtungen aus dem vielfältigen Vereinsleben sowie Abbildungen ehemals maßgeblich handelnder Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, wie dem ersten Bürgermeister der Stadt Ludwig Siepelmeyer, dem ehemaligen Landrat Josef Tegeler oder dem Georgsmarienhütter Original Oskar Hummel.

Die etwas abwertend anmutende Bezeichnung „Luther Hütte“ entpuppt sich für den unbefangenen Betrachter schnell als nagelneues schmuckes Gemeinde- und Familienzentrum, fast auf den Tag genau im Beisein von Landesbischof Ralf Meister als Beitrag zum Lutherjahr 2017.mit der Schlüsselübergabe eingeweiht. Der „Treffpunkt Luther Hütte“ sei ein neues Veranstaltungsformat des Familienzentrums Alt-Georgsmarienhütte, das sich an alle richte, unabhängig von Konfessionen, erläutert Wilde. „Unsere Veranstaltungen sind offen für alle Interessenten, auch Besucher muslimischens oder orthodoxer Glaubensrichtung vieler Russland-Deutschen besuchen uns“. Zum nächsten Treffpunkt am 24. Oktober steht Inge Bechers Vortrag „Die Gründung der Stadt Georgsmarienhütte“ mit anschließender Diskussion auf dem Programm.


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