Zahl von Geflüchteten rückläufig Ehrenamt wichtig für Integration im Südkreis

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Die städtischen Notunterkünfte am Osterberg sind eine von zwei Anlaufstellen in GMHütte für Geflüchtete. Die Stadt ist jedoch bemüht, den Menschen möglichst zeitnah nach ihrer Ankunft privaten Wohnraum zu vermitteln. Foto: Gert WestdörpDie städtischen Notunterkünfte am Osterberg sind eine von zwei Anlaufstellen in GMHütte für Geflüchtete. Die Stadt ist jedoch bemüht, den Menschen möglichst zeitnah nach ihrer Ankunft privaten Wohnraum zu vermitteln. Foto: Gert Westdörp

Georgsmarienhütte. Die Anzahl der Asylanträge in Deutschland ist rückläufig. Die Integrationsarbeit in den Gemeinden und Kommunen des Osnabrücker Südkreises beschäftigt Bürger und Politiker dagegen nicht weniger als 2015. Zeit für ein Zwischenfazit in Sachen Flüchtlingshilfe. Wir haben bei den Kommunen nachgefragt.

Hilter, Bad Iburg und Georgsmarienhütte sind sich einig: Das A und O für die erfolgreiche Integration von geflüchteten Menschen sind die ehrenamtlichen Helfer. Wer sich in Georgsmarienhütte oder Hilter für die Flüchtlingsarbeit einsetzen möchte, kann sich für eine Familien- oder Flüchtlingspatenschaft bei der jeweiligen Kommune melden.

Alltägliche Fragen

Die Paten stehen den Neuankömmlingen als Ansprechpartner bei alltäglichen Fragen zur Verfügung, heißt es auf der Website der Stadt GMHütte: An welchen Arzt kann ich mich wenden? Wo kann ich einkaufen? Welche Formulare brauche ich für meinen Antrag?

In Bad Iburg hat die Pfarreiengemeinschaft mit dem Arbeitskreis Asyl ebenfalls eine zentrale Anlaufstelle für Geflüchtete geschaffen. Die Ehrenamtler bieten Sprachkurse, Freizeitangebote, Unterstützung bei der Kinderbetreuung sowie eine Kleiderkammer an.

Schwierige Wohnungssuche

Auch bei der Wohnungssuche hilft der Arbeitskreis. Wegen des umkämpften Wohnungsmarktes gestaltet sich das Unterfangen im gesamten Südkreis allerdings schwierig. GMHütte konnte bisher den überwiegenden Teil der Geflüchteten auf dem privaten Wohnungsmarkt vermitteln. In Hilter läuft die Suche nach freiem Wohnraum auf Hochtouren. Unterstützung liefert dort die Gemeindeinitiative „Hilter hilft“.

Nach wie vor werden überall im Südkreis ehrenamtliche Helfer für die Flüchtlingsarbeit gesucht. Die Hauptverantwortung der Integration liegt allerdings weiter bei den Kommunen, die über ein Sonderförderprogramm vom Kreis unterstützt werden. Verschiedene Schwerpunkte wie die Alltagsberatung werden auf diese Weise gezielt gestärkt.

Weniger Asylanträge

Rund 93 000 Menschen haben im ersten Halbjahr 2018 in Deutschland Asyl beantragt. Das sind 16 Prozent weniger als in der ersten Jahreshälfte 2017. Kreissprecher Burkhard Riepenhoff zufolge waren Ende Juni dieses Jahres 3663 Schutzsuchende mit offenem, anerkanntem oder abgelehntem Aufenthaltsstatus im Landkreis Osnabrück registriert. Das entspricht einem Prozent der Bevölkerung und zwölf Prozent der gemeldeten Ausländer. 

Abgeschoben aus dem Landkreis wurden 65 Personen zwischen Januar 2015 und Ende Juni 2018. 235 Menschen verließen Deutschland freiwillig. Einen Job gefunden haben seit 2015 insgesamt 523 Geflüchtete. Damals lag die Abbrecherquote noch bei 75 Prozent. Aktuell beziffert der Landkreis den Wert mit 28 Prozent – Tendenz weiter fallend. Ein Drittel derer, die eine Stelle gefunden haben, kann ohne weitere Zuschüsse von seinem Lohn leben, sagt Kreissprecher Riepenhoff.


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