Georgsmarienhütte Sportanlage Rehlberg: Ausschuss empfiehlt nächsten Schritt

Von Petra Pieper

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Es geht voran am Rehlberg:  Bei drei Gegenstimmen empfahl der Stadtplanungsausschuss nun, mit den Plänen in die Beteiligung zu gehen. Foto: Jörn MartensEs geht voran am Rehlberg: Bei drei Gegenstimmen empfahl der Stadtplanungsausschuss nun, mit den Plänen in die Beteiligung zu gehen. Foto: Jörn Martens

Georgsmarienhütte. Es geht voran: Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Träger öffentlicher Belange sind die nächsten Schritte auf dem Weg zur Neugestaltung der Sportanlage Rehlberg in Georgsmarienhütte.

Mit drei Gegenstimmen und einer Enthaltung empfahl der Ausschuss für Stadtplanung, Bau, Umwelt und Verkehr jetzt dem Verwaltungsausschuss, diese Schritte in der Aufstellung des Bebauungsplans „Sportanlage Rehlberg“ zu gehen. Möglicherweise kämen über die Bürgerbeteiligung weitere Anregungen für die Entwicklung des Areals, sagte Abteilungsleiter Manfred Frühling.

Auf die Frage von Robert Lorenz (Grüne), wie viel Wald für die neuen Vorhaben beseitigt werde, antwortete Bürgermeister Ansgar Pohlmann, dass eine „Beseitigung“ von Wald nicht vorgesehen sei.

Allerdings, so ergänzte Frühling, soll der Bereich zwischen den geplanten Gebäuden, den Tennisplätzen und der Trendsportanlage sowie der Bereich zwischen Leichtathletikanlage und Jugendzentrum Alte Wanne als öffentliche Grünfläche mit der Zweckbestimmung „Parkanlage“ festgesetzt werden, um die planungsrechtlichen Voraussetzungen für Wegeverbindungen, Regenrückhaltung und andere „Funktionalitäten“ zu schaffen. Etwa 40 Prozent der Fläche würden als Wald festgesetzt, um die vorhandenen Bestände zu erhalten und entsprechend zu entwickeln.

Um den Belangen des Naturschutzes gerecht zu werden, seien zudem die Erfassung der Biotoptypen und eine faunistische Kartierung beauftragt. Irina Weckermann bekräftigte die Forderung der Grünen, der auch dem Wunsch vieler Sportler entspreche, aus Windschutzgründen möglichst viel Wald rund um die Sportanlage zu erhalten.

Einstimmig begrüßten die Ausschussmitglieder den Aufstellungsbeschluss zu einer ersten Änderung des Bebauungsplanes „Am Krankenhaus“. Hintergrund ist der Wunsch der Niels-Stensen-Kliniken, das Franziskus-Hospital Harderberg nach Norden hin mit einer Pflegeeinrichtung zu erweitern und wegen des daraus resultierenden Parkplatzmangels auf dem Gebiet des bewirtschafteten Parkplatzes ein Parkdeck zu errichten.

Sprecher von CDU und SPD begrüßten das Bauvorhaben, wenn damit der „Gesundheitsstandort gesichert“ (Stephan Sprekelmeyer) und die „kostenlosen Parkplätze an der Rothenfelder Straße erhalten bleiben“(Arne Müller) würden.

Für eine Privatstraße im Bereich Alte Heerstraße / Ehemalige Fleischzentrale schlug die CDU den Namen „Möllenkamps Feld“ vor. Heinz Dierker begründete den vom zunächst genannten Namen „Im Bruche“ abweichenden Vorschlag mit dem Wunsch vieler Harderberger Bürger.

Der Hof Möllenkamp habe von etwa 1300 bis zum Verkauf an die Stadt Georgsmarienhütte auf dem Harderberg existiert. Der in Rede stehende Bereich habe zum Grundbesitz des Hofes gehört.

„Da noch heute Nachkommen der Familie Möllenkamp auf dem Harderberg wohnen, würde diese Namensgebung einen geschichtlichen und räumlichen Bezug herstellen“, so Dierker.

Dem stimmte die SPD uneingeschränkt zu, zumal, wie Annette Jantos mit einem Lächeln gestand, auch eine ihrer Großmütter von besagtem Hof abstammt. Auch die restlichen Ausschussmitglieder stimmten „vorbehaltlos“ zu, obwohl sie „nicht verwandt und nicht verschwägert“ seien.


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