Generationenübergreifend Familienzentrum Maries Hütte 25 Jahre in GMHütte

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11. März 1998: Gedränge im Familienzentrum: Das Leitungsteam des Vereins "Marie's Hütte" feierte mit zahlreichen Gästen die Einweihung der neuen Räume an der Werner-von-Siemens-Straße in Georgsmarienhütte. Foto: Uwe Lewandowski11. März 1998: Gedränge im Familienzentrum: Das Leitungsteam des Vereins "Marie's Hütte" feierte mit zahlreichen Gästen die Einweihung der neuen Räume an der Werner-von-Siemens-Straße in Georgsmarienhütte. Foto: Uwe Lewandowski

Georgsmarienhütte. Vor 25 Jahren, im Herbst 1993, wurde das Familienzentrum Maries Hütte eröffnet. Am 25. August wird das gefeiert.

Der Gründung auf Anregung der damaligen niedersächsischen Frauenministerin Waltraud Schoppe und der städtischen Frauenbeauftragten Andrea Kalinsky war eine mehrmonatige Diskussionsphase über Ziele und Gestaltung eines solchen Zentrums. Ergebnis: Als „generationenübergreifende Begegnungsstätte“ sollte das Familienzentrum von Anfang an Treffpunkt für Mütter, Väter und Kinder, für Junge und Alte sein und nicht etwa ein „Mütterzentrum“, wie es damals in Mode war. Die Vereinsgründung erfolgte im September, erste Vorsitzende war Stephany Lorenz-Russev, die bald von Maria Flacke-Korte, Jutta Heyl, Christine Pohlmann und Beate Möller abgelöst wurde.

Integrative Krabbelgruppe

In der Anfangsphase fand Maries Hütte in den Gemeinderäumen der evangelischen König-Christus-Kirche Oesede ein Zuhause. Erste Angebote waren ein Café mit Kinderbetreuung, ein Literaturfrühstück, die erste Selbsthilfegruppe „Trotz allem“ und die Integrative Krabbelgruppe „Jonathan“. Weitere kulturelle Angebote sowie Kontakte zu ausländischen Frauen erweiterten das Programm des Familienzentrums schon im Folgejahr.

 

Freude herrschte über die Eröffnung eigener Räume 1995 im ehemaligen Torgebäude der Firma Holtmeyer an der Glückaufstraße. Und sogleich entstanden weitere Selbsthilfegruppen, zudem Nähwerkstatt, Secondhand-Kleiderecke und Hausaufgabenhilfe. Themenabende und Ausstellungen griffen gesellschaftlich relevante Themen auf.


Fünf Jahre nach der Gründung, 1998, erfolgte der Umzug in die heutigen Räume an der Werner-von-Siemens-Straße und das Angebot erweiterte sich abermals. Weitere SHGs wurden gegründet, Gesprächskreise und Diskussionen behandelten soziale und politische Fragen, etwa die Integration von Behinderten, Gesundheitsthemen, Erziehungsfragen oder Probleme Alleinerziehender.

Es geht immer um Integration

„Beherrschendes Thema in Maries Hütte ist stets die Integration gewesen“, resümiert Gründungsmitglied Maria Flacke-Korte. In den Anfangsjahren galt die Arbeit des Familienzentrums vorrangig der Förderung von gesellschaftlicher Teilhabe von Menschen mit Behinderung, erinnert sie sich. Ausgehend von Impulsen und Forderungen aus Maries Hütte – „Eine Schule für alle“ – seien niedersachsenweit die ersten integrativen Gruppen in Kindergärten und Grundschulen in Georgsmarienhütte eingerichtet worden, ebenso eine Behindertenwohngruppe.


Kurze Zeit später stand die Integration von hunderten russlanddeutscher Aussiedler auf der Agenda. Mit Projektmitteln des Bundesverwaltungsamts konnte 1998 eine Diplom-Sozialpädagogin für ein Integrationsprojekt eingestellt werden. Nina Brin und später Fanny Hochhalter übernahmen die Aufgabe, Mädchen und Frauen an und in die deutsche Gesellschaft zu führen. Als zentrale Aufgabe erwies sich auch damals schon die Verbesserung von Deutschkenntnissen. Beim zweiten Projektdurchlauf, der ebenfalls vom Bund gefördert wurde, hatten Heike Lindenborn und Raissa Seimet die Federführung. Später entstand das „Netzwerk Aussiedlerintegration“ und 2006 übernahmen drei Aussiedlerinnen den Vereinsvorstand von Maries Hütte: Natalia Wilms, Svetlana Schulz und Ludmilla Wittmann führten elf Jahre lang erfolgreich die Geschäfte von Maries Hütte. Seit einem guten Jahr stehen Heike Janacek-Multhaupt und Martina Störmann als Doppelspitze dem Trägerverein vor. Mit ihnen rückt die Integration von Flüchtlingen in den Fokus der Arbeit von Maries Hütte.

Am Samstag, 25. August, wird der 25. Geburtstag des Familienzentrums mit einem bunten Spielenachmittag und der Spielplatzeinweihung von 15 bis 18 Uhr gefeiert.


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