CDU wirft SPD „Fake News“ vor Ringen um Lösung für GMHütter Aussichtstürme hält an

Von Greta Lenzing

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Der Hermannsturm am Dörenberg. Foto: Jörn MartensDer Hermannsturm am Dörenberg. Foto: Jörn Martens

Georgsmarienhütte. Der Ton in der Debatte um den Umgang mit den Aussichtstürmen, Varus- und Hermannsturm, in Georgsmarienhütte verschärft sich. Die örtliche CDU wirft der SPD nun Verbreitung von „Fake News“ vor und fordert eine Wiederinbetriebnahme der aktuell gesperrten Türme.

Im Oktober 2016 wurden die beiden baugleichen Aussichtstürme der Stadt Georgsmarienhütte, der Varusturm auf dem Lammersbrink und der Hermannsturm auf dem Dörenberg, wegen Zweifeln an der Verkehrssicherheit gesperrt. Die beiden 1975 errichteten Betontürme sorgen noch immer für Gesprächsstoff: Während man im Jahr 2016 einen Neubau noch im Jahre 2018 für möglich hielt, steht heute nicht einmal fest, ob saniert oder doch abgerissen und neugebaut werden soll.

Korrosion

Der ursprüngliche Auslöser für die Unsicherheiten waren korrosionsbedingte Betonabplatzungen. Im Rat wurden im November 2017 die Pläne, eine Sanierung vorzuziehen, aus wirtschaftlichen Gründen einstimmig verworfen, berichtete damals SPD-Ratsfrau Jutta Olbricht. Später setzten sich dann zur Verwunderung der SPD und FDP sowohl die Grünen als auch die CDU doch für eine Sanierung der Türme ein.

Die SPD sagte außerdem in einer Pressemitteilung im Juli, ein Fachgutachter habe eine Beeinträchtigung der Standsicherheit festgestellt. Christoph Ruthemeyer, Vorsitzender des Stadtvorstandes der CDU, widerspricht dieser Behauptung nun in einer Pressemitteilung. Er schreibt, es handele sich um „Fake News“, also Falschinformationen. Den politischen Parteien liege kein derartiges Gutachten vor, stattdessen habe die Stadt aus eigenem Ermessen die Türme sperren lassen.

Noch 100 Jahre

Innerhalb der CDU ist man sich sicher, dass die Standsicherheit in keiner Weise beeinträchtigt sei. „Diese Türme könnten dort noch 100 Jahre stehen“, so Andre Averdiek und Stephan Sprekelmeyer. Auch der Stahlbetonbaumeister und Statiker Ernst Kolbe berichtet in einem Schreiben, es sei für ihn unverständlich und nicht nachvollziehbar, warum die Türme überhaupt noch abgesperrt seien. Mehr aus Georgsmarienhütte lesen Sie hier.

Am Donnerstag wird im zuständigen Fachausschuss der Antrag der CDU-Ratsfraktion beraten, die Sanierungsmittel von jeweils 150.000 Euro für die zwei Türme in den Haushalt 2019 aufzunehmen. Der Antrag basiert auf einer Kalkulation aus dem Jahr 2016. Die Kosten sollen deshalb noch einmal überprüft werden.

Dringlichkeit

Im Vorfeld gab es bereits Uneinigkeiten darüber, ob die Türme außerdem erhöht werden sollen. Auch ob die Planungen für den Hermannsturms mit höherer Dringlichkeit behandelt werden müssten, als die zum Varusturm wurde im Vorfeld diskutiert.

Das Ziel, eine Lösung zu finden bis zur Landesgartenschau in Bad Iburg und pünktlich zum Deutschen Wandertag in Detmold vorige Woche, in dessen Mittelpunkt der Hermannsweg stand, weshalb auch der Hermannsturm eine Anlaufstelle hätte sein können, wurde nicht erreicht.


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