Dütmann baut aus Gemeinde und Kaufmann einig: Oeseder Kita macht Platz

Von Greta Lenzing

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Der Kindergarten St. Marien Archivfoto: Elvira PartonDer Kindergarten St. Marien Archivfoto: Elvira Parton

Georgsmarienhütte. In GMHütte befinden sich die Pläne zur Modernisierung des Edeka-Marktes an der Glückaufstraße in der heißen Phase. Um aus einem Edeka ein E-Center zu machen, sind unter anderem Veränderungen der Parkplatzsituation geplant.

Gute Nachbarschaft sei das Herzstück einer jeden Gemeinde. Deshalb habe er, sagt Guido Gartmann, Geschäftsführer der Edeka Dütmann-Gartmann GmbH, den benachbarten Kindergarten St. Marien und den kirchlichen Träger, die katholische Gemeinde St. Peter und Paul, eng in seine Überlegungen zum Ausbau der Filiale an der Glückaufstraße 11 eingebunden.

Aus Edeka wird E-Center

Seit drei Jahren laufen die Planungen zur Modernisierung. Aus Edeka wird E-Center. Gartmann sagt, die Filiale die umgebaut wird, solle nach Fertigstellung mit dem E-Center in Hagen vergleichbar sein. Dafür braucht er eine deutlich größere Verkaufsfläche. „E-Center“, so schreibt der Edeka-Verbund, ist ein Sammelbegriff für „Erlebnismärkte“, die auf einer Fläche von bis zu 5000 Quadratmetern Verkaufsfläche bis zu 35.000 Artikel anbieten. Mehr aus Georgsmarienhütte lesen Sie hier.

Dafür hat Gartmann einen Plan entwickelt: Will man momentan bei Edeka einkaufen, fährt man von der Glückaufstraße aus auf den Parkplatz, der zwischen dem Edeka-Markt und der Straße Auf dem Thie liegt. Nun ist geplant, dass die Kunden in Zukunft den Kreisel passieren und über die Straße Alte Seilerei auf ein Parkplatzgelände gelangen, das zwischen der Kita St. Marien, der Düte und dem E-Center liegen wird. Dafür soll die Dütebrücke verbreitert werden, so Gartmann.

„Lückenschluss“

Er betont außerdem, dass die Floristik Tiemeyer und das denkmalgeschützte Fachwerkhaus, die im Plangebiet liegen, blieben in jedem Fall erhalten. Geplant sei, dass über etwa der Hälfte des zukünftigen Parkplatzfläche ein einstöckiges Parkhaus entstehe, sodass sich das gesamte Parkvolumen im Vergleich zu heute verdopple. Die neue Verkaufsfläche wird im Bereich der heutigen Parkplätze entstehen, direkt an der Glückaufstraße. Hier komme es dann zu einem „Lückenschluss“, sagt Gartmann.

Damit alles planmäßig funktioniert, werde im Süden des Außenbereichs der Kita St. Marien ein Zaun um wenige Meter versetzt. Da seit kurzer Zeit aber der große Pastorengarten auf der von der Düte abgewandten Seite der Kita umzäunt ist und somit auch als Spielfläche genutzt werden kann, werde die Verkleinerung der Fläche an der Südgrenze mehr als kompensiert, sagt Werner Vogelsang, Vorsitzender des Kirchenvorstands.

Elterntaxi

In Zukunft würden die Angestellten der Kita und des angrenzenden Altersheims auf der entstehenden Parkfläche Stellplätze reserviert bekommen. Die unübersichtliche Parksituation vor der Kita und in der Straße Auf dem Thie soll sich dadurch erheblich entspannen. Nach wie vor könnten die Eltern der 167 Kinder der Kita ihre Schützlinge morgens vor der Kita während eines kurzen Stopps auf dem Edekaparkplatz absetzen, versichert Gartmann.

Sobald der Bereich der Baustelle abgesperrt ist, erste Bauarbeiten beginnen „und da Bagger und Krähne stehen, wird das ein Highlight für die Kinder,“, ist sich die Leiterin der Kindertagesstätte Claudia Rohlauf sicher.

Geduld und Zeit

Wann die Bauarbeiten beginnen und wie lange sie dauern werden, vermochte zum jetzigen Zeitpunkt niemand zu sagen. Für ein solches Projekt brauche es vor allem „ganz viel Geduld und Zeit“, schmunzelt Gartmann, dessen 200 Jahre alter Familienbauernhof noch heute einen Steinwurf vom zukünftigen E-Center in Georgsmarienhütte entfernt liegt.


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