Zum 50-jährigen Bestehen Einblick in die Geschichte der Realschule Bad Iburg

Von Oliver Wichmann

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Die Realschule Bad Iburg bei der Eröffnungsfeier im August 1968. Foto: Kurt LöckmannDie Realschule Bad Iburg bei der Eröffnungsfeier im August 1968. Foto: Kurt Löckmann

Bad Iburg. Von einem Gebäudetrakt mit zwei Klassen zur Eröffnung, bis hin zu drei Klassentrakten und einem Fachtrakt mit 453 Schülern und 32 Lehrern im Jahr 2018: Die Realschule Bad Iburg hat sich in den letzten 50 Jahren weiterentwickelt und feiert mit mehreren Aktionen ihr Jubiläum.

Am 27. August 1968 begann an der Realschule in Bad Iburg der Unterricht mit 71 Schülern, aufgeteilt in zwei Klassen. Der erste Trakt des insgesamt 2,5 Millionen D-Mark teuren Schulgebäudes war fertig, der nächste Bauabschnitt folgte zum darauffolgenden Schuljahr. Rektor war Franz Milleg. Die Schule wuchs schnell: Zum Schuljahr 1971/72 zählte der Bad Iburger Lernort bereits 394 Schüler in 14 Klassen, betreut von 22 Lehrkräften. Drei Jahre später wurde die Schule dann als voll ausgestaltete Realschule anerkannt, 1978 verzeichnet sie mit 660 Schülern ihre bisher höchste Schülerzahl. 


Teilnehmer der Eröffnungsfeier vor der noch nicht ganz fertigen Realschule. Foto: Kurt Löckmann


Der zweite Rektor war von 1978 an Wilhelm Simon, im November 1989 löste ihn Christina Boyn ab. Boyn war nach dem einstimmigen Beschluss des Stadtrates damit die erste Frau im südlichen Landkreis von Osnabrück, die eine Realschule leitete.

Passend zur im vorherigen Jahr gegründeten Europäischen Union stand im September 1993 das 25-Jährige Jubiläum ganz im Zeichen des europäischen Gedankens. Unter dem Motto "Jugend in Europa" war auch der spätere Präsident des Europaparlaments Hans-Gert Pöttering zu Gast in der Realschule.

Dass die Schüler, Lehrer und Eltern auch Eigeninitiative zeigen und handwerklich anpacken können, bewiesen sie im Jahr 1995, dem Jahr, als Volker Wallrabenstein die Schulleitung übernahm: Um Geld einzusparen, hatten sie die Klassen-und Fachräume unter Eigenregie neu gestrichen. Apropos streichen: Im November 2017 wurde nach langen Diskussionen die Sanierung des Gebäudetraktes an der B 51 für ungefähr eine Million Euro beschlossen. Die verbauten Faserzementplatten sorgten von da an für einen höheren Schutz vor Vandalismus, eine bessere Akustik im Inneren, weniger Lärm von draußen und eine bessere Raumluft durch weniger Kohlendioxid. (Weiterlesen: Iburger Rat beschließt Sanierung von Realschultrakt). In den nächsten Jahren waren nach Angaben von Schulleiter Dirk Jansen weitere Sanierungen am Schulgebäude geplant.

Um die Schüler effektiver an Bad Iburg zu binden, schlossen im Mai 2015 das Gymnasium und die Realschule Bad Iburg einen Kooperationsvertrag. Die beiden Schulen wollen damit die beiden Schulfformen Gymnasium und Realschule enger verzahnen und bieten so zum Beispiel ab der sechsten Klasse einen gemeinsamen Lateinunterricht an. Zudem verpflichten sich darin, Schulformwechsler der jeweils anderen Schule aufzunehmen.

Da an der Hauptschule Bad Iburg der Unterricht zum Jahr 2021 eingestellt wird und die Unterrichtsversorgung der restlichen vier Jahrgänge an der Realschule sinnvoller erschien, zogen im Jahr 2016 die restlichen 51 Hauptschüler in die Realschule. Untergebracht sind sie zunächst in Containern, die Fachräume teilen sie sich mit den Realschülern.


Aktionen zum Jubiläum der Realschule

Zum 50-jährigen Bestehen hat die Realschule einiges zu bieten:

Am Samstag, 1. September, findet um 18 Uhr ein großes Ehemaligentreffen in der Realschule statt. Dort können sich frühere Schüler wiedersehen, austauschen und in Erinnerungen schwelgen.

Um auf das Ehemailgentreffen hinzuweisen, haben Schüler der Realschule Bad Iburg in Kooperation mit der Felta-Tankstelle an der Münsterstraße ein altes Auto umgestaltet und mit Schildern ausgestattet, die auf das Ehemaligentreffen hinweisen.

Vom 23. bis 29. August fährt die gesamte Schulgemeinschaft (500 Schüler) an den Gardasee.

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