Kunstwettbewerb ehrt sieben Sieger 1500 Euro Preisgeld für Künstler in Georgsmarienhütte

Von Katja Steinkamp

Das sind die Preisträger: (v.l.) Andreas Brenne (Jurymitglied), Anna Hagemann (3. Platz), Petra Riesenbeck (3. Platz), Marianne Hüsing (1. Platz), Jürgen Wendt (3. Platz), Regine Wolf (2. Platz), Paul Wessler (2. Platz), Robert Meyer (1. Platz) und Klaus Seifert ( Vorsitzender Kunst und Kultustiftung Georgsmarienhütte).Das sind die Preisträger: (v.l.) Andreas Brenne (Jurymitglied), Anna Hagemann (3. Platz), Petra Riesenbeck (3. Platz), Marianne Hüsing (1. Platz), Jürgen Wendt (3. Platz), Regine Wolf (2. Platz), Paul Wessler (2. Platz), Robert Meyer (1. Platz) und Klaus Seifert ( Vorsitzender Kunst und Kultustiftung Georgsmarienhütte).

Georgsmarienhütte. In der Villa Stahmer in Georgsmarienhütte wurden am Sonntag sieben Preisträger geehrt. Robert Meyer und Marianne Hüsing belegten gemeinsam den ersten Platz und bekamen jeweils 1500 Euro Preisgeld.

"Es sind bestimmt so viele Gäste, wie Bilder hier. Also knapp 130", sagte Klaus Seifert, Vorsitzender der Kunst- und Kulturstiftung Georgsmarienhütte. Er bedankte sich bei allen Mitwirkenden, die den Kunstwettbewerb ermöglicht haben. Besonders bei der siebenköpfigen Jury, bei den Museumsmitarbeitern und den 62 Künstlern, die an dem Wettbewerb teilnahmen. "Wir wussten ja nicht, wie viele Bilder uns erreichen würden." Die Anzahl sei beeindruckend. Knapp 80 von 128 Arbeiten hängen nun über zwei Stockwerke in der Villa Stahmer. Auch Bürgermeister Ansgar Pohlmann ließ es sich trotz Zeitdruck nicht nehmen, die Gäste persönlich zu begrüßen. "Das Museum Villa Stahmer zeichnet sich durch eine Verbindung zwischen Stadtgeschichte und Kunst sowie Kultur aus", sagte er. Er freue sich darüber, dass nicht nur regionale Künstler an dem Wettbewerb teilnahmen. "Er ist auch eine Spur weit überregional." Denn Künstler aus dem Osnabrücker Land, aber auch aus Bielefeld, dem Münsterland oder Warendorf reichten ein bis drei Arbeiten ein. "Das ist eine Anerkennung an eure Arbeit", sagte Pohlmann zu den Mitwirkenden des Kunstwettbewerbes.

Kunst unter dem Motto "lernen-leben"

Professor der Universität Osnabrück Andreas Brenne ist bereits zum zweiten Mal ein Mitglied der Jury. "Es ist schön zu sehen, wie sich auch die Studierenden aus unserem Hause künstlerisch weiter entwickeln", sagte er. Brenne sei ebenfalls von der überregionalen Beteiligung angetan. "Es ist toll, was für eine Qualität in den Arbeiten zu finden ist." Das Thema des Kunstwettbewerbes war "lernen-leben". "Das Motto hatte es in sich", weiß der Professor. Es habe sich um einen wechselseitigen Prozess gehandelt. Lernen und Leben wirke sich aufeinander aus, denn leben ohne lernen gehe nicht, so Brenne. "Die Bilder regen zum Denken über den Bildungsprozess an." Die verwendeten Techniken seien vielfältig und Brenne erhoffe sich, dass die Gäste später über "lernen-leben" ins Gespräch kommen. 

Insgesamt 7000 Euro Preisgeld

Sieben Künstler wurden bei der Preisverleihung geehrt. Klaus Seifert überreichte eine Urkunde sowie ein Strauß Blumen an jeden Einzelnen. Die drei dritten Plätze, Petra Riesenbeck, Anna Hagemann und Jürgen Wendt, bekamen für ihre Kunstwerke jeweils 500 Euro Preisgeld. Regine Wolf und Paul Wessler belegten zusammen den zweiten Platz. Sie bekamen jeweils 1250 Euro. Marianne Hüsing und Robert Meyer teilten sich den ersten Platz und bekamen jeweils 1500 Euro Preisgeld. Insgesamt wurden 7000 Euro ausgeschüttet.

"Durch ein Modell bekommen Figuren eine Seele"

Marianne Hüsing malt bereits seit 20 Jahren und ist auch keine unbekannte bei dem Kunstwettbewerb. "Ich habe die Daten meiner Familie, wie Geburtsdatum, in mein Bild mit eingearbeitet und diese mit den Figuren verbunden", erklärte sie. Mit Acryl und Papier entstand ihr preisgekröntes Werk "Wir sind dran - digital leben". Robert Meyer hatte ein ganz besonderes Modell für sein Werk "Inas Entdeckung". "Meine Enkelin hat Modell gestanden", erklärte er. "Ich habe an meine Kindheit gedacht, wie ich mich auf die grüne Wiese gelegt habe und selbst auf Entdeckungsreise gegangen bin." Er habe seine Enkelin beobachtet. "Wir müssen den Kindern Zeit geben zum Lernen." Meyers Bild zeigt ein Mädchen in einem Wald, das ein Insekt auf ihren Finger beobachtet. "Durch ein Modell bekommen die Figuren eine Seele." Meyer malt schon seit den 70er Jahren. Beide Siegerbilder haben somit einen familiären Bezug.  

Die preisgekrönten Werke werden noch bis zum 16. September in der Villa Stahmer in Georgsmarienhütte über zwei Stockwerke zu sehen sein. 


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