Benimm ist in Knigge Kurs für junge Leute von der Kolpingsfamilie Oesede

Von Petra Pieper

Knigge-Kurs mit Margret Emke: Ein fester Händedruck und ein Blick in die Augen sind beim Begrüßen unabdingbar. Dabei reicht die Dame dem Herrn, der Ältere dem Jüngeren die Hand. Foto: Petra PieperKnigge-Kurs mit Margret Emke: Ein fester Händedruck und ein Blick in die Augen sind beim Begrüßen unabdingbar. Dabei reicht die Dame dem Herrn, der Ältere dem Jüngeren die Hand. Foto: Petra Pieper

Georgsmarienhütte. In einem dreistündigen Nachmittagskurs unterwies Fachberaterin Margret Emke junge Leute in Höflichkeitsregeln, Tischmanieren und mehr.

Dass man „bei Tisch nicht rülpst“ oder dass man „Ältere zuerst grüßt“, wussten die Elf- bis 17-Jährigen schon vor Beginn des Kurses, den die Kolpingsfamilie Oesede jetzt erstmals anbot. Sie erwarteten unter anderem Tipps und Hinweise für gelungene Vorstellungsgespräche und den Umgang mit sozialen Medien. Und damit lagen sie ganz richtig.

Tischmanieren und Etikette

Margret Emke, Fachberaterin Hauswirtschaft bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, hatte ein umfassendes Programm vorbereitet. „Bei ‚Knigge‘ denkt jeder an gute Tischmanieren und Etikette“, begann sie, „doch das ist nur ein kleiner Teil guten Benehmens.“ Es sei dem alten Freiherrn schon damals vor allem um ein höfliches und taktvolles Miteinander der Menschen gegangen. Insofern wolle auch sie niemanden drillen oder zum Auswendiglernen von Regeln anhalten, sondern das Gespür dafür schulen, wie man sich rücksichtsvoll und aufmerksam verhält. „Mit Freundlichkeit und gutem Benehmen erhält man eine positive Ausstrahlung, ein sicheres Auftreten, das den Weg zum Erfolg in Beruf und Leben ebnen kann.“

Grüßen muss gelernt sein

Dass dabei dann doch die eine oder andere Regel zur Sprache kam, liegt in der Natur der Sache, denn schon richtiges Grüßen und Begrüßen ist gar nicht so leicht. So fand die Gruppe im gemeinsamen Gespräch heraus, dass beim Grüßen immer die Jüngeren oder Hinzukommenden in der Pflicht sind, wohingegen beim Begrüßen, das heißt beim Handschlag, die Frau, der Ältere oder der Ranghöhere dem anderen die Hand reicht. „Wichtig ist es, dass man einander dabei in die Augen schaut und nicht schon die nächsten Anwesenden taxiert“, betonte Emke.

Gesellschaftliches Schmieröl

Gepflegte Umgangsformen sorgen sowohl im privaten Bereich als auch in der Öffentlichkeit für störungsfreie Abläufe, sie sind sozusagen das gesellschaftliche Schmieröl. Dass der „Ton die Musik macht“, thematisierte Emke an den so leicht vergessenen Wörtchen „Bitte“, „Danke“ oder „Entschuldigung“. Auch korrekte Kleidung, Körpersprache und das Verhalten in den sozialen Medien wurden angesprochen, bevor die Teilnehmer zum Abschluss das richtige Verhalten bei Tisch übten.

Freiwilliges Angebot

„Wir meinen, dass dieser Kurs unser freiwilliges Fortbildungsangebot für Jugendliche - Bewerbungstraining und ‚Schüler besuchen Handwerksbetriebe‘ - gut ergänzt“, erklärte Annemarie Schierhölter-Weber vom Kolping-Vorstandsteam. Sie überreichte allen Teilnehmern zum Abschluss ein Teilnahme-Zertifikat, das sogenannte „Knigge-Diplom“.


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