Bei Fahrlässigkeit GMHütte kassiert 20.000 Euro für Feuerwehreinsätze 2017

Von Greta Lenzing

Feuerwehreinsatz. Foto: Jörn MartensFeuerwehreinsatz. Foto: Jörn Martens

Georgsmarienhütte. Ist jemand in Not, hilft die Feuerwehr in Georgsmarienhütte unentgeltlich. Das bleibt auch so, wenn am 1. Oktober in GMHütte eine neue Feuerwehrgebührensatzung in Kraft tritt. Aber es gibt Ausnahmen von dieser Regel.

Am 1. Oktober tritt für die Stadt Georgsmarienhütte eine neue Feuerwehrgebührensatzung in Kraft. Es handelt sich um eine Anpassung der Formalien, die durch eine Änderung im niedersächsischen Brandschutzgesetz, erforderlich wurde, damit die Feuerwehr weiterhin im rechtssicheren Bereich agiert und in besonderen Fällen Gebühren bei Verursachern der Einsätze geltend machen kann.

Feuerwehr rettet unentgeltlich

Generell kann die Feuerwehr Gebühren erheben, wenn ein Einsatz durch Vorsatz oder Fahrlässigkeit erforderlich wird. Die Rettung von Tieren aus Bäumen ist ein Beispiel für einen Einsatz, bei dem Gebühren anfallen. Ebenso kann das Beseitigen von ausgelaufenem Öl auf der Straße nach Unfällen kostenpflichtig geltend gemacht werden. Die Kosten für Ölbeseitigungen könnten jedoch häufig im Nachhinein bei der Versicherung eingereicht werden, erklärt Bärbel Lührmann, Leiterin des Fachbereichs Ordnungswesen der Stadt Georgsmarienhütte. Mehr aus Georgsmarienhütte lesen Sie hier.

50 kostenpflichtige Einsätze

Im letzten Jahr gab es 50 solcher Einsätze bei der Freiwilligen Feuerwehr Georgsmarienhütte. Dadurch wurden Einnahmen von 20.000 Euro erzielt. Im Vergleich dazu werden für die Feuerwehr in GMHütte jährlich Gesamtkosten von etwa 785.000 Euro veranschlagt werden.

Wer sich über die möglichen Gebühren informieren will, kann die entsprechende Satzung im Internet auf der Seite der Stadt finden oder direkt bei der Stadt telefonisch Auskunft erhalten. Der Grundsatz der Unentgeltlichkeit von Einsätzen der Feuerwehr bei Bränden, bei Notständen durch Naturereignisse und bei Hilfeleistungen zur Rettung von Menschenleben aus akuter Lebensgefahr bleibt somit nach wie vor bestehen. „Wer in Not ist, dem wird weiterhin kostenlos geholfen“, bestätigt Lührmann.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN