Ferienpass auf dem Bauernhof Wo kommt die Milch her und was macht man aus ihr?

Von Robert Schäfer

Einen Blick in den Milchbauernhof Schulte To Brinke konnten Kinder mit dem Ferienpass Georgsmarienhütte werfen. Foto: Robert SchäferEinen Blick in den Milchbauernhof Schulte To Brinke konnten Kinder mit dem Ferienpass Georgsmarienhütte werfen. Foto: Robert Schäfer

Georgsmarienhütte/Sentrup. Kinder der Georgsmarienhütter Ferienpassaktion erhielten einen Einblick in die Arbeit des Milchbauernhofs Schulte To Brinke in Sentrup. In der Küche der Sophie-Scholl-Schule wurde dann noch mit Milch gekocht. Eingeladen hatte der Heimatverein Kloster Oesede e.V.

Bauer Markus Schulte To Brinke führte die Kinder durch die verschiedenen Ställe des Hofes. 120 Milchkühe hält die Familie hier. Und damit Kühe Milch geben, müssen sie Kälber gebären. Folglich gibt es auf dem Hof auch immer ganz viele Jungtiere. „Im besten Fall eben genau 120“, meint Schulte To Brinke. Auf dem Milchhof wird die Befruchtung der Mutterkühe durch den Besamungsdienst erledigt, lernten die Kinder. Dann ging es in die Ställe mit den Kälbern. Die jüngsten waren gerade erst einige Tage alt. Als Nestflüchter sind sie aber schon kurz nach der Geburt auf den Beinen und laufen durch den Stall.


Ganz nah am großen Rindvieh. Foto: Robert Schäfer


Je nach Alter leben sie dann in unterschiedlichen Ställen, in denen sie auch Auslauf auf eine Weide haben. Bei den aktuellen Temperaturen sei es den Kühen draußen jedoch meist zu warm, berichtete Schulte To Brinke. Daher zögen die meisten Tiere zurzeit den Schatten der offenen Ställe vor. Die weiblichen Kälber verbleiben bei Schulte To Brinke im Betrieb und werden selbst wieder Mutter- und Milchkühe. Ein Teil von ihnen lebt dann jedoch nicht mehr auf dem Hof selbst sondern bei einem Partnerunternehmen.

Gemolken wird bei Schulte To Brinke noch per klassischer Melkmaschine. Ein Roboter lohne sich bei der Betriebsgröße noch nicht, meinte Markus Schulte To Brinke. Zur Melkzeit komme daher jede Kuh in den Melkraum. Dort untersucht der Bauer dann kurz das Euter der Kuh und die Milch, denn nur die Milch von gesunden Kühen wird in den großen Kühltank gemolken.


Bauer Markus Schulte To Brinke zeigte den Kindern die Melkanlage des Hofs. Foto: Robert Schäfer


Was man aus der Milch alles machen kann lernten die Ferienpass-Kinder dann im Anschluss in der Küche der Sophie-Scholl-Schule in Kloster Oesede. Hier kochten und backten die Damen des Heimatvereins noch mit den Schülern. Milchshakes gegen Durst und Hitze, ein leckerer Kuchen, den die Kinder mit nach Hause nehmen konnten und zum Höhepunkt Pizza mit einem klassischen Quark-Öl-Teig – für alle diese Gerichte ist Milch ein wichtiger Grundstoff.


Betreuerin des Tages

Organisiert hatte den Ausflug Christa Bunke. Seit einigen Jahren ist sie im Heimatverein Kloster Oesede für die Ferienpassaktionen zuständig. Sie wolle in jedem Jahr mindestens eine Fahrt zu einem der Bauernhöfe der Region durchführen, sagte Bunke. Es sei wichtig, dass die Kinder lernten, wo das Essen herkommt und wie die Bauern arbeiten. Die letzten Touren gingen zu einem Beerenhof und zu den Hühnern. Für diesen Sommer hatte Bunke das Thema Milch ausgesucht. In Maria Schulte To Brinke hatte sie hier eine Ansprechpartnerin, die sie gern willkommen hieß. „Wir haben hier häufiger Schulklassen zu Gast“, berichtete die Bäuerin.


Christa Bunke (l.) und Maria Schulte To Brinke hatten die Ferienpassaktion organsiert. Foto: Robert Schäfer



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