Ein Stück Freiheit für Hunde Georgsmarienhütter Hundefreunde bieten neues Auslauf-Gebiet

Von Carolin Hlawatsch

Wasser, Wiese, Wald und Strand - im Hundefreilaufgebiet der Georgsmarienhütter Hundefreunde kommt jeder Vierbeiner auf seine Kosten: Foto: Carolin HlawatschWasser, Wiese, Wald und Strand - im Hundefreilaufgebiet der Georgsmarienhütter Hundefreunde kommt jeder Vierbeiner auf seine Kosten: Foto: Carolin Hlawatsch

Georgsmarienhütte. Leinen los heißt es nun für Hunde in Georgsmarienhütte. Am Rande des Stadtteils Harderberg, an der Straße Im Rothorst, hat der Verein „Georgsmarienhütter Hundefreunde e.V.“ ein weitläufiges Freilauf-Areal mit abwechslungsreichen Landschaftselementen geschaffen. Zunächst nur für Vereinsmitglieder zugänglich, steht das Gebiet nach den Sommerferien zu bestimmten „Freilaufzeiten“ allen Hundefreunden und ihren Vierbeinern zur Verfügung.

Durch zwei hintereinander liegende Tore gelangen Hundehalter mit ihren tierischen Partnern auf das insgesamt 5000 Quadratmeter große Auslaufgebiet. „In der Schleuse bitte Leine, Geschirr und Halsband abnehmen, damit die Hunde sich frei bewegen können und nirgendwo hängen bleiben“, lautet Platzregel Nummer eins. Hinter Tor Zwei schnüffeln einige besonders neugierige Hunde um Neuankömmlinge direkt in Empfang zu nehmen. „Maximal 15 Hunde dürfen hier frei herumlaufen“, erklärt Hundetrainerin und Vereinsvorsitzende Nathalie Winter. Ihr und ihren Vereinskollegen ist es wichtig, den Überblick zu behalten und die Freilaufzeiten stets mit geschulter Aufsicht zu begleiten. Nur so könnte eine mögliche Beißerei zwischen den Tieren verhindert werden, die oftmals durch Fehlverhalten des Menschen ausgelöst wird. „Futter und Spielzeug, um das sich mehrere Hunde vielleicht streiten würden, sind auf diesem Areal tabu“, nennt Vereinsmitglied Manuela Brüggemann eine weitere Verhaltensregel.  


Wie nah sich die Hunde kommen wollen können Sie im Freilauf selbst entscheiden. Foto: Carolin Hlawatsch


Abwechslung für Hund und Halter

Um sie herum tobt ein ganzes Rudel zusammen, rennt über die Wiese und weiter Richtung Sandplatz und Badeteich. Einige andere Vierbeiner wiederum schnuppern lieber allein und in Ruhe im Tannendickicht. Jeder Hund scheint hier ganz seiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen zu können, derweil sich die Besitzer mit Kaffetasse in der Hand auf einer der Bänke sitzend über Hundethemen austauschen. Auch einen kleinen Hundeladen und einen Getränkeverkauf gibt es auf dem Areal. 

Ihr altes Trainingsgelände an der Osnabrücker Straße mussten die Georgsmarienhütter Hundefreunde im Februar 2018 verlassen. Vorausschauend hatte ein ehemaliges Vereinsmitglied bereits vorher den Kontakt zu dem Flächeneigentümer einer Tannenbaumschule in Harderberg hergestellt. „Nun dürfen wir die Fläche für Training und Freilauf nutzen und pflegen sie dafür im Gegenzug“, sagt Nathalie Winter erfreut. 


Durch die Schleuse betreten Hund und Halter das Freilaufareal. Foto: Carolin Hlawatsch


Vereinte Kräfte

Einige der insgesamt 82 Vereinsmitglieder zeigten volles Engagement und realisierten mit vereinten Kräften innerhalb der letzten vier Monate ein „Hundeparadies“ nach Ihren Vorstellungen, das auch zukünftig weiter ehrenamtlich gepflegt werden muss. Sie stellten Zäune auf, fällten alte Bäume, mulchten und ebneten die Fläche, baggerten einen Teich aus, bauten Hütten und säten den Rasen. Sogar Tannenbaum-Setzlinge wurden gepflanzt, sodass dort laut dem Verpächter und Baumverkäufer in sieben Jahren auch wieder Weihnachtsbäume angeboten werden können. Den Erlös teilen sich dann Verpächter und Verein. 

Die Georgsmarienhütter Hundefreunde treffen sich jeden Tag auf dem neuen Gelände. Nicht-Vereinsmitglieder können das Gebiet ab jetzt mittwochs von 17.30 Uhr bis 19 Uhr und sonntags von 12 Uhr bis 13.30 Uhr mit ihren Hunden besuchen. Für sie kostet der Eintritt drei Euro, die Zehnerkarte 25 Euro. „Wir freuen uns über neue Gesichter und über alle Hunde ab dem Junghundalter (ab zirka sechs Monate), die gern Kontakt zu anderen Vierbeiner haben. Läufige Hündinnen dürfen nicht mit in den Freilauf “, so die Vereinsvorsitzende. Beim ersten Besuch seien Impfausweis und ein Nachweis der Hundehaftpflichtversicherung vorzulegen.






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